Tue was dich glücklich macht – Take the quality way

Tue was dich glücklich macht – Take the quality way

Tue was dich glücklich macht – Take the quality way

Am Montagabend auf der Autobahn fiel mein Blick beim Überholen eines LKW auf den Schriftzug „Take the quality way“. Was für eine schöne Aussage. Und so passend. Denn am Wochenende beim Workshop ging es unter anderem auch darum. Wie schön es wäre, Dinge tun zu können, die aus dem Herzen kommen – Gutes tun, das einem selbst und anderen Freude bringt.

Vielleicht kennst du das Gedicht von Charlie Chaplin „Als ich begann mich selbst zu lieben“. Falls nicht, dann kann ich es dir wärmsten empfehlen. Ein Vers führte zwischen den Frauen des Workshops zu einem schönen Austausch darüber, wie es wäre, wenn man nur noch Dinge tut, die einem Freude bringen.

Ist es überhaupt möglich, nur noch solche Dinge zu tun? Ist es nicht auch wichtig, auch etwas zu tun, was nötig ist, weil es einfach getan werden muss? Ich finde, wenn man etwas aus ganzem Herzen tut und Träume zulässt, tut was man am liebsten machen möchte, dann werden beim Erzählen darüber, deine Augen anfangen zu leuchten und du wirst eine tiefe Begeisterung spüren. Was für ein wunderschönes Gefühl wäre das.

Was ist es, das dich begeistert und dich zum Strahlen bringt, was du gern machen möchtest und bei dem du dir keine Gedanken darüber machen müsstest, wieviel Geld du damit verdienst? Was wäre es, was dich glücklich macht? Welchen emotionalen Gewinn hätte es für dich und auch für andere?

Ich bin der Meinung, dass alles, was du mit Begeisterung, Überzeugung, Leidenschaft, Leichtigkeit, Hingabe und Liebe tust, glücklich macht.

Es werden sich Türen öffnen und Möglichkeiten ergeben, die zu deinem Erfolg führen. Gönn dir einfach mal wieder Zeit zum Träumen. Vielleicht wirst du überrascht sein, was dabei ganz tief aus deinem Innersten wieder zum Vorschein kommt.

Und erst dann kannst du dich fragen, wieviel Geld brauchst du, um glücklich zu sein?

Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Natürlich brauchen wir alle Geld zum Leben, aber wieviel Geld brauchen wir tatsächlich?

Wenn man etwas tun könnte, das einen erfüllt und mit dem man glücklich ist, ist das nicht viel mehr wert, als Geld auf dem Konto zu haben, das man für Dinge ausgibst, die einen nur kurzfristig glücklich machen, und die eher ein Ersatz für Glücklichsein sind?

Auch wenn man einen Beruf ausübt, der hauptsächlich dem Geldverdienen dient, wird einem auch diese Tätigkeit Glück schenken, wenn man diese Aufgaben ganz bewusst ausübt und mit dem Wissen über den Nutzen dahinter. Vielleicht bleibt sogar noch Zeit für ein Ehrenamt. Etwas, für das dein Herz schlägt und womit du anderen Gutes schenkst.

Übrigens: Glück kann man verschenken. Ein liebes Wort, ein kleines Lächeln, eine kleine Geste, eine Tür die man aufhält, ein Kompliment, das man macht. Manchmal sind es ganz kleine Dinge, die uns und andere glücklich machen.

Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit einer jungen Frau. Ihr Wunsch ist es, in ihrem Traumberuf zu arbeiten, in dem selbst der Urlaub zweitrangig ist. Weil ihr das was sie tut so viel Freude, Energie und Erfüllung schenkt, dass es einen Urlaub gar nicht nötig macht. Natürlich wird sie sich auch mal Auszeiten oder kleine Schöpfungspausen gönnen, aber nicht aus Erschöpfung, sondern um neue Inspirationen und Träume zu entdecken. Was für eine schöne Idee. Einen Buchtipp hatte sie auch für mich. Den ich gern an dich weitergebe „Morgen kommt ein neuer Himmel“. Ich freue mich darauf es zu lesen. Ich wünsche dir Zeit zum Träumen und eine inspirierende Zeit.

50er Jahre Mode

50er Jahre Mode

50er Jahre Mode

Wenn ich an die 50er Jahre denke, dann denke ich an Petticoats und feminine Kleider. Aber das ist nur die eine Seite. Denn die 50er hatten viel mehr Facetten und durchaus ihre Gegensätze.

Neben den Petticoats war es auch die Zeit der Pencilskirt´s, Caprihosen, Twinsets, der Hüte und Peeptoes und der perfekt aufeinander abgestimmten Accessoires, aber auch der Blue-Jeans und Lederjacken.

Deutschland befand sich in den Wirtschafts-Wunderjahren. Der Krieg war vorbei. Der Wohlstand kehrte zurück und damit auch in die Kleidung. Frauen betonten ihre Weiblichkeit. Eleganz und Finesse auf der einen, Sinnlichkeit und Rebellion auf der anderen Seite. Weitschwingende Röcke zu schmal und dekolletierten Oberteilten oder auch schmal geschnittene Röcke und Kleider betonten die Silhouette und Kurven der Frauen. Es war die Zeit des „Sauberfrau-Images“, wie sich es am Stil von Doris Day zeigte, aber auch die der „Pin-Up-Girls“, wie Bettie Pages. Hier lagen Welten dazwischen und mittendrin war es die Zeit der „Jungen Wilden“ – des Rock´n Roll. Dieser galt als Vorlage für den Rockabilly-Style, aus dem sich eine ganz eigene Szene entwickelt hat.

 
Der Look von Doris Day

Adrett – ein Wort, dass ich beinahe nie verwende, aber das mir in diesem Zusammenhang als sehr passend erscheint. Ihr Look ist immer perfekt gestylt – vom Kopf bis zu den Zehen – vom Hütchen bis zum eleganten Schuh. Farblich darauf abgestimmte Accessoires wie Ohrringe und Handtaschen ergänzen diesen femininen klassischen Stil. Und auch ein wenig das Image der guten Ehefrau und Hausfrau, die ihren Mann nach einem langen Arbeitstag perfekt gestylt das Essen serviert. Kennst du die Werbung aus dieser Zeit? Die 50er waren elegant, aber auch zum großen Teil recht konservativ. Das Korsett kam wieder in Mode, in erster Linie um eine Wespentaille zu zaubern, aber auch die gesellschaftlichen Konventionen machten für einige Frauen ein selbstbestimmtes Leben schwer.

Was macht diesen Stil aus?

  • Petticoats
  • Schmal geschnittene Blusen – aber nicht zu tief dekolletiert
  • Twinsets
  • Schmal geschnittene elegante Kleider
  • Hütchen
  • Handschuhe
  • Kleine Handtaschen passend zu eleganten Schuhen
  • Perlenketten, Blumenohrringe
  • Die Farbenskala geht von Pastell bis kräftig Rot oder Bunt-Geblümt
 

Der Look von Marilyn Monroe

Ein Sexsymbol der 50er – die viel mehr war, als das. Die einfach gekonnt mit ihrer Weiblichkeit und ihrem Image spielte. Ihr Look ist sexy, aber nie billig. Ich würde ihn als verspielt sexy bezeichnen. In den meisten ihre Filme bedient sie das Kliesche des „Blondchens“ , das ihr durchaus zu ihrem Durchbruch und Erfolg verhalf. Aber dieses Image konstant aufrecht erhalten zu müssen, hat wahrscheinlich am Ende auch zu ihrer inneren Zerrissenheit geführt.

Was macht ihren Stil aus?

  • Figurbetonte feminine Kleider
  • Zum Teil tief ausgeschnittenes Dekolleté
  • Pumps und Peeptoes
  • Pailetten
  • Ein Hauch von Luxus – Diamonds, Strass und Pelz
  • Die Farben waren eher pastellig und die Stoffe glänzend

 

Der Look von Brigitte Bardot

Was für eine Frau. Sie verkörpert Sinnlichkeit mit Selbstbewusstsein. Sie lebte nach ihren eigenen Regeln und ließ sich in keine Konventionen pressen. Unangepasst war auch ihr Kleidungsstil. Zwar immer sexy, aber dafür brauchte sie nicht viel zu tun. Selbst in Capri-Hosen und enganliegenden Pullöverchen machte sie eine sinnliche Figur. Und Ringelshirt und Ballerinas wirkten an ihr feminin wie an kaum einer anderen Frau.

Was macht ihren Stil aus?

  • Enganliegende Oberteile
  • Schmal geschnittene Hosen
  • Ringelshirts und Capri-Hosen
  • Farben in Weiß, Schwarz, Rot und Blau

 

Der Look von Dita van Theese

Ich finde sie großartig und bin begeistert, von ihrem wunderbaren Stil und davon wie sie es schafft, das Pin-Up-Image mit solcher Eleganz zu kombinieren. Burlesque verliert durch sie die Anrüchigkeit. Natürlich ist sie eine Kunstfigur, die alles bis zur Perfektion in ihrem Stil vereint – vom  Make-up, der Frisur, ihrer Garderobe bis zu ihrem Stil zu wohnen. So künstlerisch, dass es schon wieder authentisch ist.

Was macht ihren Stil aus?

  • Elegante und schmal geschnittene Kleider und Kostüme
  • Naht-Seidenstrümpfe
  • Pump, Kitten-Shoes
  • Elegante Handtaschen und Accessoires

Rockabilly

Die Musikrichtung „Rockbilly“ entstand bereits in den 50er Jahren und erlebte ihr Revival zu Beginn der 80er. Die Kleidung ist stark angelehnt an die Modestile der 50er Jahre, mit Peticotkleidern, Elvis-Tolle und Bluejeans. Typische Tattoo´s und Stil-Elemente wie Kirschen, Totenkopf und Flammendes Herz sind oftmals Symbole, die in der Rockabilly-Szene zu finden sind.

 

Der 50er-Jahre-Look neu interpretiert

Liebst du den Stil der 50er Jahre, aber der Peticot im Job ist für dich nicht wirklich alltagstauglich? Dann schau doch einfach mal, wieviel 50er du in deinen Stil kombinieren kannst.

Bist du eher die Romantikerin?

Dann könnte ein geblümter Tellerrock zu einer weißen Bluse und Ballerinas ein Sommer-Outfit sein. Ein kurzes Strick-Jäckchen mit einem Kirsch-Anstecker macht die 50er lebendig. Wenn es etwas sportlicher sein soll, dann wähle einfach ein schlichtes weißes Shirt und Sneaker.

Bist du die Elegante?

Ein Knielanges figurbetontes Etui-Kleid in Mintgrün mit darauf farblich abgestimmten Peeptoes und einem kurzen dunklem taillierten Blazer bringen die Eleganz der 50er zurück.

 

Solls noch ein wenig subtiler sein?

Dann probiers doch einfach mal mit einem dunklen Pencil-Skirt, einer schlichten Bluse und dazu ausgefallenen Schuhen im Stil der 50er. Manchmal reicht ein kleines Accessoires schon aus, um aus einem dezenten Outfit deinen ganz persönlichen Look zu zaubern.

 

Bist du die Sportliche?

Das geht mit einer umgeschlagenen Jeans, einem Ringelshirt und Peeptoes. Anstatt der Peeptoes können es auch Sneaker sein. Dann pepp dir doch einfach eine Kirsche ans Shirt und fertig ist dein ganz persönlicher Rock´n Roll-Style.

Flohmärkte und Second-Hand-Läden sind super Fundgruben für besondere Accessoires und neue Lieblingsteile. Lass dich einfach inspirieren.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.

Tue was dich glücklich macht – Take the quality way

Wünsche erfüllen

Wünsche erfüllen

Glaubst du daran, dass sich Wünsche erfüllen?

Ich ja. Und manchmal erfüllen sich sogar solche, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie hatte.

Scheinbar hatte mein Körper den Wunsch nach einem kleinen Urlaub. Und so hatte ich in der letzten Woche das Glück, ein paar Tage frei zu haben. Die heißen Temperaturen und die Feiertage haben dabei geholfen, denn es kamen erstaunlich wenige Termine rein. Und so konnte ich tatsächlich mal eine ganze Woche (naja, 5 Tage) die sonnige Zeit zu Hause genießen. Und ganz ehrlich, sie haben sich angefühlt wie drei Wochen Urlaub.

Jetzt hätte ich mich als Selbständige auch etwas verrückt machen können. Hab ich aber nicht. Naja, zu Anfang nur ein kleines bisschen. Aber dann hab ich es einfach mal das Geschenk angenommen und mal so richtig entspannt. Das ist übrigens auch eine Kunst, kann ich dir sagen und erfordert auch ein bisschen Übung. Aber es lohnt sich. Einfach mal annehmen, vertrauen und die Zeit nutzen, neue Kraft und Ideen zu sammeln, mal ganz in Ruhe. Mein Körper dankt es mir.

Denn so kann ich all die Dinge ganz in Ruhe machen, die mir gut tun – Lesen, Spazierengehen, Schwimmen, Träumen, Zeit mit meinem Mann und den Hunden verbringen. Und selbst mal wieder darüber nachdenken, welche Wünsche und Visionen ich habe und neue Ideen sammeln oder verborgene Wünsche entdecken. So wie ja auch das Ziel des Wochenendes „Wünsch dir was“ ist. Das war nämlich wieder am vergangenen Wochenende und es ist auch für mich immer wieder inspirierend zu sehen, wie schnell die Teilnehmerinnen entspannen können und was für wundervolle Bilder und Vision-Boards entstehen. Und es ist sogar eine Idee für ein neues Wochenende entstanden „Natur und Kultur“. Hierüber wirst du bald mehr erfahren. Und weißt du was das Schöne daran ist, es fühlt sich nicht nach Arbeit an. Einfach, weil ich es liebe.

Was ist eigentlich ein Vision-Board?

Hast du dir schon mal ein Vision-Board erstellt? Eigentlich ist es ganz einfach. Du sammelst Fotos, Texte, Ideen, die dich inspirieren. Dabei kannst du dich auf ein großes Thema deines Lebens konzentrieren oder auch auf verschiedene Bereiche. Was wünschst du dir zum Beispiel für eine Beziehung, wie und wo möchtest du leben, welchen Beruf möchtest du gern ausüben, mit welchen Gefühlen soll all das verbunden sein oder wie möchtest du dich kleiden, welche Stilrichtungen gefallen dir, wie oft und wo möchtest du Urlaub machen. All das und noch viel mehr, kann sich auf deinem Vision-Board wiederfinden. Entweder zu jedem Thema eins oder ein großes, das alle Themen umfasst.

Eigentlich ganz einfach – hab ich ja gesagt. Wenn da nicht die liebe Zeit wäre. Übrigens auch eine Idee für ein Board. Wann nimmst du dir die Zeit, dich mal nur mit dir und deinen Wünschen zu beschäftigen? Ein erster Schritt wäre, erst mal einfach Ideen und Bilder dazu zu sammeln. Lege dir hierfür eine kleine Mappe an. Und dann plane in deinem Kalender mal einfach einen Tag oder sogar ein Wochenende nur für dich ein. Nimm dir Zeit mal nur für dich und Dinge, die du gern machst. Auf die du dich ganz bewusst einlässt.

Dein ganz persönliches Vision-Board
Starte den Tag mit einem gesunden Frühstück, mach einen Spaziergang durch die Natur. Nimm einfach mal ganz bewusst die Dinge wahr, die dich umgeben, die Natur, das Vogelgezwitscher, die Farben, die Gerüche. Alles einfach mal bewusst erleben. Und dann breitest du all deine gesammelten Ideen vor dir aus.

Hole dir ein großes Blatt Papier oder eine Leinwand, Kleber, Stifte und Farben und ordne deine Bilder und Texte nach deinem Wunsch auf deinem Board an.

Schalte deinen Perfektionismus aus. Mach einfach, wie es dir gefällt. Gönne dir Zeit. Niemand treibt dich. Wenn es an diesem Tag nicht fertig wird, ist es auch gut. Dann füllst du es nach und nach mit weiteren Ideen. Nur beginne einfach. Es ist nur für dich. Mache kleine Pausen. Und genieße es, dich einfach mal nur mit dir und deinen Wünschen und Träumen zu beschäftigen. Genau das machen wir auch an dem Wochenende bei uns in Weiteveen in Holland.

Suche dir nun einen schönen Platz für dein Bild, wo du es regelmäßig siehst und das dich so immer wieder an deine Wünsche und Träume erinnert. Vielleicht wirst du überrascht sein, welche Wünsche in dir schlummern.

Und wie sollen sich diese Wünsche nun erfüllen?

Dass sich jeder Wunsch erfüllt, kann ich dir natürlich nicht versprechen. Aber du hast deinen Wunsch jetzt schon einmal visualisiert. Und wenn du ihn immer wieder vor Augen hast, dann hast du hast ein Ziel oder eine Vision davon. Du wirst offen sein und vielleicht werden dir „zufällig“ einige Möglichkeiten und Chancen präsentiert.

Vielleicht hast du den Wunsch, mal einen Tango-Kurs zu machen. Und zufällig sitzt im Cafe neben dir ein Pärchen, das eine Reise nach Berlin zu einem Tango-Workshop plant. Und du kommst ins Gespräch und ehe du dich versiehst, hast du die Reise dorthin für dich gebucht. Vielleicht denkst du auch über einen schönen Urlaub in Irland nach. Und eine Freundin einer Freundin kennt jemanden, dem ein kleines Häuschen in Irland gehört und für den Sommer noch einen House-Sitter sucht. Und schon verbringst du den Sommer in Irland.

Konzentriere dich auf das Schöne und Positive. Nimm das andere wahr, aber verfalle nicht in Mitleid, sondern schaue vielmehr, welche Lösungen du bieten kannst. Vielleicht hast du schon mal von dem Gesetz der „Anziehung“ gehört. Es sagt aus, dass man mehr von dem bekommt, dem man seine Aufmerksamkeit schenkt. Mach dir bewusst, worauf du deine Gedanken lenkst, worüber und wie du sprichst, womit du dich umgibst. Sorge dafür, dass hauptsächlich das dabei ist, von dem du selbst gern mehr hättest und was dich umgeben soll. Umgib dich mit den schönen Dingen des Lebens.

Ich wünsche dir viele schöne Ideen, Inspirationen, gute Gedanken und dass sich deine Wünsche erfüllen.

Die goldenen 20er

Die goldenen 20er

Modische Stil-Epochen – Die goldenen 20er

Vor Kurzem las ich ein interessantes Buch über beeindruckende Frauen der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Kaum ein anderes Jahrzehnt hatte soviel Einfluss auf die Mode, die Architektur und die Kunst. Die Frauen dieser Zeit waren echte Pionierinnen. Sie machten worauf sie Lust hatten und eroberten sich, die bis dahin den Männern vorbehaltenen Welten, u.a das Fliegen, Autorennen und die Kunst und ihre Eigenständigkeit. Und sie haben gelebt, geliebt und gefeiert – sie haben das Leben ausgekostet bis zum letzten Tropfen. Sie haben den Krieg überlebt und mussten nun, weil viele der Männer im Krieg geblieben sind, für sich selbst sorgen. Jedoch auch mit einer gewissen Portion Trotz – Jetzt erst recht.

Auch wenn die Voraussetzungen alles andere als ideal waren, haben sie, zumindest die Frauen in der Stadt, alles aus dem Leben herausgeholt. Sie waren auf ihre ganz eigene Weise frei, kreativ, erfindungsreich, lebten ihre Weiblichkeit oder auch, wenn sie Lust hatten, ihren androgynen Anteil. Ganz nach Lust und Laune. Und wie sexy waren Josephine Baker, Marlene Dietrich, Tamara de Lempicka und Clärenore Stinnes?

Du merkst schon, ich bin ein großer Fan dieser Frauen und der Architektur und Mode der Zeit. Die Zeit des Charleston, des Jazz, des Art-Decor, der Avantgarde, der Bubikopf-Frisuren, der wadenfreien Kleider, der Flapper oder der Garconne. Die Mode zeigte sich in Charleston-Kleidern, Glockenhüten, Federboas, Paillettenkleidern und Herrenanzügen – von schlicht bis extravagant war alles möglich.

Ich liebe diesen Stil. Und tatsächlich gehört er auch in meine Stil-Palette. Sogar zu recht großen Teilen. Ich trage gern den Dandy-Look. Mit einer weiten Nadelstreifenhose und einer weißen Hemdbluse. Am liebsten mit Hosenträgern. Aber auch eine Abwandlung der Charleston-Kleider habe ich in meinem Schrank. Eins meiner Lieblings-Sommerkleider und mir fiel tatsächlich erst später auf, warum ich es so gern trage – es hat eine tiefer gesetzte Taille, ist aus einem weichen Spitzenmaterial und entspricht einfach dem Stil der 20er. Ich mag Pailletten, Budapester und Kunstfell-Westen und Krawatten und Schals.

Das ist nicht so ganz verwunderlich. Denn oft ist es so, dass wir den Stil einer Epoche, der uns auf irgendeine Weise begeistert, oft auch in unserem eignen Stil wiederfinden. Ebenso kann es gut sein, dass sich der Stil von Frauen, die wir bewundern oder deren Stil uns begeistert, ebenso in unserem eigenen Stil wiederfinden.

Vielleicht hast du auch schon diese Erfahrung gemacht. Hast du Lust, deinen Stil mit uns zu teilen?

Was bedeutet für mich nachhaltiger Stil?

Was bedeutet für mich nachhaltiger Stil?

Was bedeutet für mich nachhaltiger Stil?

Irgendwie ist ja das Wort „Nachhaltigkeit“ in letzter Zeit groß in Mode gekommen. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ob alles so nachhaltig ist, wie es beworben wird, darauf möchte ich hier gar nicht so sehr eingehen. Stattdessen schaue ich eher, was für mich Nachhaltigkeit bedeutet. Und beim Thema Kleidung habe ich in den letzten Jahren meinen ganz eigenen Weg gefunden. Sowieso bin ich der Meinung, wenn ich möchte, dass sich etwas verändert, dann kann ich nur bei mir beginnen. Egal in welchem Bereich meines Lebens. Interessanterweise trifft man dann auch oft Menschen, die eine ähnliche Idee vom Leben haben und schon entsteht eine etwas größere Bewegung. ABER WAS BEDEUTET DENN NUN „NACHHALTIG KLEIDEN“ FÜR MICH? In erster Linie bedeutet es für mich, meine Kleidung wertzuschätzen. Das mache ich unter anderem, indem ich mir beim Kauf bewusst überlege,

  • ob ich es wirklich brauche
  • womit ich es kombinieren kann
  • ob es zu meinem Stil und zu mir passt
  • und wie lange ich es tragen werde

Wirklich brauchen ist auch wieder so ein Punkt. Eigentlich hat man ja alles. Aber es gibt vielleicht Anlässe, wo ein bestimmtes Outfit gefragt ist und ich ein Kleid durch einen Blazer komplettieren kann. Oder nach einiger Zeit, darf auch mal wieder ein neues Kleid meinen Kleiderschrank und mich erfreuen. Vielleicht hat die Jeans auch ausgedient, wobei ich Jeans wirklich sehr lange trage. Oder vielleicht will ich auch einfach mal ein besonders schönes neues Teil zu kaufen – einfach, weil ich Lust drauf habe und weil es wirklich ganz besonders schön ist.

Wenn ich dieses Gefühl habe, dann gebe ich ihm auch ab und zu mal nach. Manchmal, aber nur manchmal, kann es auch sein, dass ich es dann auch mal konventionell kaufe. Meist dann aber mit der Überlegung, wie lange ich wirklich Spaß daran habe.

LIEBLINGSSTÜCKE, DIE EINZIGARTIG SIND

Noch lieber kaufe ich diese besonderen Stücke jedoch second-hand. Das hat den Vorteil, dass es schon ein paar Jährchen jemand anderes mit Freude getragen hat, dass es nicht neu produziert werden musste und das Beste, dass ich ein Lieblingsstück finde, das wahrscheinlich einzigartig ist.

Von diesen Teilen trenne ich mich auch nicht so schnell. Denn nebenbei ist mit dem Kauf meist auch eine schöne Erinnerung verbunden – an eine Stadt, einen besonders netten Laden, ein nettes Gespräch oder einen besonderen Tag. Egal in welcher Stadt ich bin. Wenn ich Zeit zum Bummeln habe, dann gehe ich gern auf die Suche nach Second-Hand-Läden oder Flohmärkten.

Amsterdam ist hierfür ideal. Vielleicht hast du ja mal Lust, mit mir auf eine kleine Reise zu gehen.

Second-Hand-Läden begleiten mich fast schon mein ganzes Leben und es wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Meine Mutter war und ist begeisterte Second-Hand-Käuferin. Schon als Kind hatte ich viele besondere Outfits, die ich mit Begeisterung trug und die etwas ganz Besonderes waren. Das war im damaligen Osten gar nicht so leicht. Wollte man etwas ausgefallener gestylt sein, dann musste man kreativ werden. Mit 10 hab ich mir mein erstes T-Shirt aus einem alten Bettlaken genäht, mit einem Textilstift ein großes Frauenportrait darauf gezeichnet und mit Strass-Steinen verziert – es waren die 80er. Ganz besonders stolz war ich auf einen Anzug aus Steppdeckenseide – ein sehr cooles Teil. Dabei habe ich mir jedoch Unterstützung bei einer Schneiderin im Ort geholt. Second-Hand und Selbernähen gehörten irgendwie schon immer dazu.

WER PRODUZIERT MEINE KLEIDUNG?

Der Nachhaltigkeitsgedanke kam vor ein paar Jahren dazu. Wahrscheinlich als ich das Buch von Kirsten Brodde gelesen habe. Die zahllosen Modekollektionen pro Jahr – um die 14, gingen mir gegen den Strich. Nicht nur, dass Mode in den Läden ziemlich gleich aussieht, auch die Innenstädte unterscheiden sich kaum noch voneinander, überall die gleichen Ketten.

Und dann natürlich die Frage, wer produziert meine Kleidung und unter welchen Bedingungen und was macht das mit unserer Umwelt. Wahrscheinlich war da der Punkt für mich gekommen, mich mehr mit dem Thema auseinander zu setzen und einen anderen Weg zu gehen.

Ich habe verschiedene Versuche hinter mir. Zum Beispiel den Kauf von Ökologischen Marken. Zu dem Zeitpunkt fand ich es schwierig ökologische Kleidung zu finden, die meinem Stil entsprach. Das meiste musste ich auch bestellen, was aus anderer Sicht nicht gerade ökologisch ist und produziert werden muss die Kleidung ja auch. Unter anderen Bedingungen – das stimmt. Aber wenn ich auch hier wie wild konsumiere, macht das für mich auch keinen Sinn. Wobei ich sagen muss, dass es sehr gute Marken gibt, wie zum Beispiel „Hess-Natur“, „Grüne Erde“ und andere Labels von jungen Designern. Schaut mal auf die „Grüne Liste“ bei Kirsten Brodde.

Ich glaube ein knappes Jahr habe ich es geschafft, auf das Kaufen von neuen Kleidungsstücken zu verzichten. Das ging. Aber ideal fand ich es nicht. Dafür liebe ich es zu sehr, mal ein besonders schönes und ausgefallenes Stück zu finden. Deshalb war für mich irgendwann der ideale Weg meine Outfits aus Second-Hand und langlebigen Kleidungsstücken zu kombinieren. Und natürlich auch mit Upcycling-Mode.

Hier entstehen aus „alten“ und „getragenen“ Kleidungsstücken wieder ganz neue Stücke. Wenn du selbst nähen kannst, ist das ein Glücksfall. Dann kannst du nach Lust und Laune und natürlich auch Zeit, deiner Kreativität freien Lauf lassen. Mir fehlt es ein bisschen an der Zeit. Dafür habe ich eine gute Freundin, Katrin Stallmann, die das Label „tragbar“ gegründet hat. Sie fertigt bevorzugt aus gereinigter Herrenkleidung ganz neue Kollektionen an Blusen, Röcken und auch Hosen. In meinem Blog-Artikel „Das Leben wird schöner und schöner“ findest du mehr Infos zu ihr und ihrem Label.

ZWEI ENTSCHEIDENDE PUNKTE

Eigentlich kann ich es auf zwei Punkte zusammenfassen

  • bewusst kaufen
  • lange wertschätzen

Eigentlich ganz einfach. Aber ich weiß auch, wie verlockend doch manchmal die neuen Trends sein können. Da hilft nur, kurz nachdenken, ob ich es wirklich brauche.

ABER WIE SIEHT ES MIT TASCHEN UND SCHUHEN AUS?

Bei Taschen muss ich sagen, die trage ich, bis es gar nicht mehr geht. Meist habe ich sowieso nur eine Lieblingstasche. Sie ist beinahe ein kleiner Überlebenskoffer – und das Gewicht hat sie auch. Deshalb ist es auch viel zu umständlich, jedes Mal meine Tasche umräumen zu müssen, wenn ich eine andere Tasche tragen möchte. Viel zu aufwändig. Und ganz sicher vergesse ich etwas Wichtiges in der anderen. Und sei es nur der Stadtplan von Berlin. Monatelang nicht gebraucht, aber genau an diesem Wochenende, wo ich der Taschenwechsel war, geht’s auf die Reise. Also ist meine Tasche groß, praktisch und robust. Ist ja viel unterwegs.

Schuhe – hm – kauf ich mittlerweile auch nur, wenn ich sie brauche oder es sind Zufallskäufe. Da aber auch wieder mit dem Gedanken, ob ich sie kombinieren kann. Früher habe ich häufiger Schuhe gekauft, gern auch mal Schnäppchen. Aber das hat sich verändert. In Zukunft möchte ich nun auch mal Vegane Modelle probieren. Wenn du wissen möchtest warum, dann lies gern mal den Artikel von der Kuh Hermine.

NACHHALTIGKEIT MACHT SPASS

Nachhaltigkeit kann Spaß machen. Vor allem, weil hierdurch der Stil zu deinem ganz persönlichen werden kann. Was hast du für Lieblingsteile im Schrank? Wo und wann hast du sie gefunden? Welche Erinnerungen hast du an den Kauf? Ich bin gespannt auf deine Geschichten.

Und nicht vergessen. Ein Tag in Amsterdam wartet auf dich. Sei dabei.