Ich habe Freude am Minimalismus

Ich habe Freude am Minimalismus

Ich habe Freude am Minimalismus

Ein Gedanke, der vielleicht beim ersten Blick in die Wohnung nicht direkt auf der Hand liegt. Aber beim näheren Hinschauen und Frank´s Definition von Minimalismus schon.

Denn Minimalismus bedeutet für Frank  – „… Sachen zu haben, die man braucht und liebt.“

Und brauchen bedeutet hier – Sachen, die man gebraucht und nutzt.

Denn Frank hat sich bei dieser Wohnung dafür entschieden, keinen Keller zu mieten. Und hat bei seinem Umzug alten Ballast abgeworfen. „Alles, was ich besitze, ist in dieser Wohnung. Und das macht frei.

 

Freiheit bedeutet, sein Leben selbst zu gestalten

Freiheit bedeutet Frank viel. Auch frei zu sein, sein Leben so zu gestalten, wie er es möchte. Zumindest soweit es machbar ist. Im Einklang mit Familie und Freunden, mit gesellschaftlichen Anforderung und wirtschaftlichen Aspekten. Geld verdienen zum Beispiel. Er ist seit mehr als 20 Jahren selbständig und ein Experte auf dem Gebiet der Lithografie, Farb- und Bildgestaltung und Design. Dass sein Herz für Design schlägt ist unverkennbar.

Überall in seiner Wohnung findet sich Design – Einzelstücke und Designobjekte jeglicher Art.

 

        

Helden seiner Kindheit fügen sich wunderbar in dieses urbane Loft ein. Zu einem ganz eigenen Stil, der eine gewisse Unangepasstheit erkennen lässt. „Fuck Perfekt“ steht da auf diesem Kissen, das sagt, dass gerade das Unperfekte das Besondere ausmacht. Vielleicht auch einen Gegensatz zu schaffen, zu seiner Arbeit, bei der es um Feinheiten geht, oft auch Nuancen – und da hat er einen hohen Anspruch an sich und an seine Arbeit. Und weil das Leben eben nicht immer perfekt ist und manchmal auch Beulen und Dellen hat, braucht es für ihn auch die Freiheit, kleine Brüche in das scheinbar Perfekte zu bringen. So ist das Tatoo auf seinem Arm – ein Kreis, der für Harmonie steht, eben nicht ganz geschlossen, damit auch Raum für das Unperfekte ist.

 

Und so wirkt auch Frank´s Wohnung vielleicht nicht auf den ersten Blick minimalistisch, so hat sie doch etwas Klares und Strukturiertes. Die Objekte sind liebevoll ausgewählt und in Szene gesetzt. Aufgeräumt und gut sortiert. Ein wunderbarer Bruch zu den teils unverputzten Wänden, die es wieder „unperfekt“ machen. Auch der Boden hat diese besondere Ausstrahlung, der nicht zufällig so ist wie er ist. Die Klebereste des entfernten Teppichbodens wurden nicht komplett entfernt, sondern mit der Versiegelung überzogen, wodurch dieser Boden eine einzigartige Ausstrahlung bekommt.  Die Kunst, die Schönheit im Unperfekten zu sehen. Und so entsteht eine wunderbare Harmonie.

 

„Ich habe schon seit Jahren nicht mehr neu gekauft. Warum neu kaufen, wenn es schon so viel gibt.“, erzählt mir Frank. Und gerade darum wird eine Wohnung auch so individuell – genauso wie ihr Bewohner.

Die Lithographie findet sich natürlich auch hier und da in ausgesuchten Deko-Elementen wieder. Die Wohnung spricht mit ihren Gästen und natürlich lädt der große Küchentisch zu netten Abenden mit  Freunden ein und vielen Gesprächen.

 

         

Farblich gesehen, hat die Wohnung eine ruhige Basis – das Dunkelgrün des Sofas, der dunkle Boden und die teils dunkleren Möbel aus Holz –  dadurch kommen die einzelnen Designobjekte noch besser zur Geltung und werden in ein Spotlight gesetzt. Orange kommt als Akzent häufig zum Einsatz.

 

Das Leben leben

Auch die Lampe am Eingang leuchtet in diesem warmen und lebendigen Ton. Gleich neben einem lebensgroßen Bild von Jane Birkin. Eine wunderschöne Frau, wie ich finde, und für Frank eine Frau, die für Selbstbestimmtheit steht. Sie erinnert daran, das Leben zu leben, das man sich für sich wünscht.

Und das ist vielleicht auch das Lebensmotto von Frank. Und dabei vielleicht auch immer mal wieder auf Spurensuche zu gehen, wie es aussehen könnte, das perfekte unperfekte Leben. Aber vor allem im Hier und Jetzt zu leben. Nichts auf die Zukunft zu verschieben, was vielleicht jetzt schon möglich ist. Dabei darf es auch Träume für die Zukunft geben. Aber eben nicht alles dorthin zu verschieben, sondern schon die ersten Schritte in Richtung Zukunft zu gehen und seinem Wunsch dabei einfach näher zu kommen.

 

 

 

Mein Herz lacht

Mein Herz lacht

Mein Herz lacht

Mein Herz lacht – das war Jana´s Reaktion auf die Farbe „Fuchsia“.

Farben verraten so viel über unsere Persönlichkeit. Und dabei geht es nicht nur um die Farben unserer Kleidung, sondern auch, mit welchen Farben wir uns umgeben. Oft ganz intuitiv.

Als Jana vor einiger Zeit zu mir kam, wollte sie mehr darüber erfahren, warum sie sich zu bestimmten Farben hingezogen fühlt und ob diese Farben auch wirklich zu ihr passen.

Kennengelernt haben wir uns vor einiger Zeit während eines Workshops, wo ich schon diese ganz besonders schöne Ausstrahlung wahrgenommen habe und eine tiefe Verbindung.

Sie beschäftigte sich schon länger mit dem Thema Farben und hat auch eine Ausbildung in diese Richtung gemacht, wobei die Farben des Sommers als ihre Farben erkennbar waren – Farben mit pudrigen Tönen und aus der kühlen Farbpalette. Wohl fühlte sie sich aber mehr in den intensiven und leuchtenden Farben. Und diese können sowohl aus der kühlen als auch aus der warmen Farbpalette kommen.

Und entgegen der These, dass sie hinter diesen intensiven Farben verschwinden würde, geschieht das Gegenteil. Ihre Ausstrahlung wird verstärkt. Denn es sind Farben, die ihre Energie, Lebendigkeit und Lebensfreude widerspiegeln. Die ihre eigene Energie erhöhen.

Und so ist das kräftige Fuchsia ein Ton, der ihr Leuchten verstärkt.

 

Träume erfüllen

Jana ist eine Frau mit einer wunderschönen Ausstrahlung. Ein Mensch mit einem riesengroßen Herzen und Herzenswärme. Sie ist feinsinnig und zart, kreativ und voller positiver Energie.

   

 

Und dieses Herz schlägt nicht nur für Menschen, auch für die Nachhaltigkeit. Weshalb sie sich vor einigen Jahren einen Traum erfüllt hat und einen kleinen Shop mit nachhaltiger Mode und Accessoires eröffnete.

Ein kleiner Laden, in dem ganz viel Liebe steckt und überall Botschaften, die viel über Jana´s Lebenseinstellung verraten. Kleine Dinge mit Geschichten finden sich dort – Sonnengläser aus sozialen Projekten aus Afrika, recycelter Schmuck und fair produzierte Kleidung.

Diesem Traum und seiner Erfüllung gingen zwei Ereignisse voraus. Das erste war das Unglück 2014 in einer Textilfabrik in Bangladesch. Dieses Ereignis brachte Jana zum Nachdenken. Unter welchen Umständen wird eigentlich unsere Kleidung produziert, die wir auf der Haut tragen? Unter welchen Arbeitsbedingungen müssen Menschen hierfür arbeiten und was steckt alles an Chemikalien in diesen Produkten, die nicht nur die Menschen belasten, die sie tagtäglich produzieren und auch mit unserer Haut in Berührung kommen? Ein Zeitpunkt für Jana, um umzudenken und Kleidung zu finden, die fair und nachhaltig hergestellt wird.

Den Schritt, ihren festen und scheinbar sicheren Job aufzugeben, sorgte in ihrem Umfeld teils für Unverständnis. Nicht so bei ihrer Familie, die sie voll und ganz unterstützt. Und für Jana war klar, ich brauche diese Freiheit. Denn Freiheit und Kreativität waren ihr schon als Kind wichtig und sie zählen zu ihren Werten und machen sie aus.

Das zweite Ereignis war eine schwere Erkrankung. „Die Erkenntnis, dass wir alle unser Leben selbst in der Hand haben und es so gestalten können wie wir es wollen, war der erste Schritt aus dieser Krankheit heraus.“, erzählt mir Jana. Heute sagt sie: „Es war ein großer Schatz und hat mein Leben und meine Einstellung dazu grundlegend verändert.“

„Heute bin ich viel freier. Gebe nicht mehr anderen die Schuld, sondern schaue auch, was die Situation mit mir zu tun hat. Und ich nehme mir vor, immer wieder regelmäßig Neues zu lernen. Mich auszuprobieren. Ja zu Dingen zu sagen, die mich vielleicht auch herausfordern. Aber nur so kann ich  mich weiterentwickeln. Einfach mal machen.“

 

 

Nachhaltige Mode hat Stil

Dass nachhaltige Mode nicht grau und unscheinbar ist, zeigt Jana mit ihrem Stil – Farben, die knallen, Kleidung die mehr als stylisch ist und absolut ihre Persönlichkeit erkennen lassen. Jana hat Spaß daran, sich zu stylen und sich immer wieder neu zu entdecken.

 

       

So gibt es die Farben, die ihr innere Ruhe und Ausgeglichenheit geben und ihre Zartheit zeigen. Hierbei sind es die „leisen“ Farben. Ihre Power und Lebensfreude zeigen sich vor allem in den kräftigen und intensiven Farben.

Auch ihr Stil wird durch die Farben unterstützt. So hat sie sinnliche, zarte, natürliche und kraftvolle Anteile. Ganz viel Feinsinnigkeit und Kreativität. Freiheit ist einer ihrer höchsten Werte und das zeigt sich in der Stil-Facette „Ibiza“.

Die Farben ihrer Kleidung können ganz intensiv und bunt sein. Sowohl als einfarbige Bluse und auch als Kombination bunter Farben miteinander.  Diese Farben stehen für ihre kraftvolle und lebendige Seite. Die Materialien ihrer Kleidung sind aus natürlichen Materialien wie Wolle, Seide, Baumwolle und sind anschmiegsam und weich und stehen für die feinen, zarten und natürlichen Anteile. Jeans und Kord sind ebenfalls Materialien aus dem natürlichen Bereich und geben ihr auch den Bewegungsfreiraum, den sie brauchst.

 

Ein Besuch Zuhause

Bei einem Besuch bei ihr Zuhause war ich neugierig darauf, wie sich ihre Persönlichkeit auch in ihrer Wohnung zeigt.

 

Und hier sind die vielen Facetten ihrer Persönlichkeit erkennbar.

Ein Zuhause, das ganz viel Wärme, Gemütlichkeit und Natürlichkeit ausstrahlt. Ein Ort zum Wohlfühlen. „Hier fühle ich mich geerdet und es wirkt eine ganz besondere Harmonie“, erzählt mir Jana.

Das warme Rot der Hausfassade lädt ein, in den liebevoll gestalteten Wohnraum zu kommen. Holz ist ein Material, das sich überall im Haus wiederfindet und ganz viel Wärme ausstrahlt. Auch hier finden sich Accessoires aus Wolle und Leinen. Natürlichkeit ist ein Aspekt, der sich auch in Jana´s Persönlichkeit findet.

Überall finden sich kleine Kunstwerke, die größtenteils von Jana gestaltet wurden. Und auch hier tauchen Farbtupfer in Pink, Türkis, Blau und Grün auf, die sich auch in ihrer Kleidung finden.

Besonders einladend fand ich natürlich den Pool, der mit seinem türkisgrünen Wasser in der Sonne glitzerte. Ein Bio-Pool, aus dem auch die Vögel und der kleine Hund Pedro, bedenkenlos Wasser trinken können.

 

Türkis, eine Farbe, die Janas Augen besonders Leuchten lassen. Wasser, das auch für Tiefe steht und somit auch eine Verbindung zu ihrer spirituellen Seite zeigt.

Jana ist ein weltoffener Mensch, die Lust hat, das Leben zu entdecken und immer wieder Neues lernen und kennenlernen möchte.

Moderner Country-Style im Wohnraum triftt auf Ibiza oder Boho-Style in Outfit, Stilrichtungen, die auf eigene Weise für Natürlichkeit und Freiheit stehen und durch den Menschen Jana wunderbar vereint werden.  Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und Farbenfreude werden wunderbar miteinander verbunden.

Natürlich wurde auch Jana´s Frage beantwortet, ob sie leuchtende Farben tragen kann. Die Bilder sprechen für sich. Denn ihre positive Ausstrahlung und schöne Energie strahlen mit den Farben noch intensiver.

Sei wild und frech und wunderbar. Ein Zitat von Astrid Lindgren, das das Motto für Jana´s Leben ist. Und von dem sie sich wünscht, dass viele Menschen danach leben.

Was bedeutet für dich Frieden?

Was bedeutet für dich Frieden?

Was bedeutet für dich Frieden?

Wer malt, führt keine Kriege.

Dieser Satz, der auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz vollständig und korrekt erscheint, hat jedoch beim Aussprechen durch meine Kundin, so viel bewirkt.

Vollständiger wäre er und so wie er von meiner Kundin (nennen wir sie Katja) gemeint ist, „Wer sich mit Kreativität beschäftigt,  und seine Talente und Begabungen entdecken und diese Geschenke ausleben kann, so sein kann und das tun kann, was er möchte, ist mit sich im Frieden.

Wie kam es zu diesem Satz?

Katja war auf der Suche nach etwas, das ihren eigenen Talenten entsprach, einer Tätigkeit, die sie erfüllt, mit der sie etwas bewirken kann, etwa Sinnhaftes in die Welt bringt.

Sie hat studiert, einen gut bezahlten und anerkannten Job. Also beruflich alles im Lot, könnte man meinen.

Und doch ist da diese Sehnsucht, dass da noch etwas anderes in ihr schlummert, etwas, das auch gelebt werden möchte.

Sie beschäftigt sich schon länger mit Coaching. Auf der Suche nach dem, was für sie Sinnhaftigkeit bedeutet, hat Katja ihren Weg gefunden und auch, wie sie Menschen begleiten könnte. Sie möchte Kinder und Jugendliche unterstützen, damit diese ihre Talente und Begabungen nicht nur erkennen, sondern auch ausleben und entfalten können.

Was sich hier jetzt so schnell und zügig liest, war in Wahrheit auch ein Weg des Suchens und Findens.

Aber der eigentliche Weg des „Gehens und Machens“ lag noch vor ihr.

Da kamen die typischen Zweifel, die sicher einige von uns kennen. Kann ich das überhaupt?  Bin ich dafür die Richtige? Wer bin ich denn, dass ich glaube, dass ich das kann? So oder ähnlich, haben sich sicher schon bei einigen Fragen in den Kopf geschlichen. Im besten Fall hast du sie einfach überhört und es trotzdem gemacht. Oder du hast darauf gehört und deine Idee wieder fallen lassen. Auch Katja hörte diese Stimmen und war kurz davor, ihnen Recht zu geben. Aber nur kurz. Denn dann kam eine Frage, die wie ein kleiner Nadelstich wirkte. Nicht schmerzhaft, eher wie ein kleiner Weckruf.

 

Die Frage nach dem Warum

 

Hast du dir schon mal die Frage gestellt, was dein WARUM ist. Warum du den Job machst, den du machst? Oder gibt es da diese kleine Stimme, die sagt „Eigentlich würde ich gern …“

Das ist eine spannende Frage und ich liebe diesen Prozess, wenn ich mit meinen Kundinnen auf die Suche nach der Antwort gehe und dann ganz plötzlich dieses Leuchten in den Augen kommt, wenn sie ihr Warum erkennen und aussprechen.

Bei Katja kam dieser Moment mitten im Gespräch. Sie erzählte, was sie so vorhat und was sie dazu bewegt und auf einmal war er da, dieser kleine Satz. „Wenn Menschen malen, führen sie keine Kriege.“

Ich sagte: „Und hier hast du dein WARUM.“

Eine kurze Stille, dann ein Lachen und dann „Ach Ewa, ich liebe dich.“

Das höre ich natürlich gern (lach). Und ich liebe meine Kundinnen, vor allem, wenn ich sehe, wie glücklich dieses Erkennen des Warums sie macht.

Wir wünschen uns alle Frieden.

Aber fühlen wir es auch tief in uns drin.

Gerade jetzt ist dieses Wort „Frieden“ wieder mehr ins Bewusstsein gerückt und hat mehr Inhalt bekommen.

Aber was bedeutet Frieden für dich? Womit kannst du zu Frieden beitragen? Wo bei dir kann Frieden entstehen? Wodurch kannst du Frieden schaffen?

Das WARUM ist bei jedem unterschiedlich und auch der Weg dorthin, es zu erkennen.

Bist du bereit, dein Warum zu erkennen? Denn dein Warum ist Teil von einer friedlichen Welt.

Die Ja-Nein-Frage Eine Entscheidungshilfe für Scanner und hochsensible Menschen

Die Ja-Nein-Frage Eine Entscheidungshilfe für Scanner und hochsensible Menschen

Die Ja-Nein-Frage – Eine Entscheidungshilfe für Scanner und hochsensible Menschen

 

Kennst du sicher.

Wenn deine Begeisterung schneller ist, als dein Kopf denken kann.

Das JA aus dir herausplatzt und du im nächsten Moment schon weißt, dass du eigentlich noch mal drüber nachdenken müsstest.

Dass du dich zu einem Workshop anmeldest, weil die Plätze knapper werden oder du gerade in diesem Moment so happy bist, dass du diesen Kurs gefunden hast und dich sofort anmeldest, auch wenn er erst in 3 Monaten stattfindet.

 

3 Monate, das geht ja noch

Das ist ja eine überschaubare Zeit. Sechs Monate im Voraus sind da schon schwieriger.

Wie oft ist es dir schon passiert, dass du dich für eine Seminar angemeldet hast und kurz vorher abgesagt hast, weil etwas anderes dazwischengekommen ist, sich etwas anderes ergeben hat, das besser passte, dass der Termin einfach ungünstig war oder dein Interesse schon wieder woanders war.

Ich habe immer die Ausfallhonorare bezahlt oder die Anzahlung oder auch den gesamten Kurs. Auch, wenn es etwas weh tat, aber fair ist fair. War dann einfach immer Lehrgeld. Nicht, dass mir das heute nicht mehr passieren würde. Aber viel, viel seltener.

Und doch ist es mir in der Vergangenheit passiert,  dass ich am Telefon zu etwas JA gesagt habe, worüber ich mich beim Auflegen über mich geärgert habe. Ganz einfach, weil ich noch etwas Bedenkzeit gebraucht hätte. ABER, ich habe gelernt. Ist dann zwar doof, wenn man nochmal anrufen muss, um zu sagen, dass man doch noch mal drüber nachdenken muss. Aber so ist das dann eben. Besser als halbherzig oder mit Widerwillen irgendwo hinzugehen. Denn der andere hat verdient, dass ich 100% da bin und am besten mit Freude und nicht unter Zeitdruck oder aus Verpflichtung.

Im Job bist du sicher ganz anders. Da kennt man dich, dass du absolut zuverlässig bist, dass du gern mehr als 100% gibst und gern mehr, als es nötig wäre. Da hast du einen hohen Anspruch an dich.

Warum das dann privat anders ist, lässt sich vielleicht damit erklären, dass immer und überall funktionieren eben nicht immer und zu jeder Zeit funktioniert.

Wie du es dir aber auch dort leichter machen kannst, dafür habe ich ein paar kleine Tipps für dich.

 

Ein paar Tipps

Wie du für dich Entscheidungen leichter machen kannst und solchen Fettnäpfchen aus dem Weg gehst, dafür habe ich ein paar kleine Tipps zusammengestellt. Wird sicher nicht immer beim ersten Mal funktionieren, aber wir sind ja lernfähig.

Hier kommen meine Tipps, für JA oder NEIN

1. Bedenkzeit

  • Einem ersten Impuls folgend möchtest du am liebsten sofort zusagen. Aber, atme einmal kurz durch. Nimm dir eine kleine Pause. Zähle bis drei. Denke kurz nach und dann sage: „Ich hätte große Lust, muss aber tatsächlich noch einmal darüber nachdenken, ob es wirklich passt. Kann ich dir morgen Bescheid sagen?“ So einfach geht’s. Gar nicht so schwer, oder? Wichtig ist nur, dass du dich am nächsten Tag wirklich meldest.

2. Überlege, ob du es wirklich willst

  • Nimm dir Zeit in Ruhe darüber nachzudenken, ob du es wirklich willst. Möchtest du wirklich beim Umzug helfen? Möchtest du wirklich mit den Kindern deiner Freunde zusammen in den Urlaub fahren? Möchtest du wirklich zu der Gartenparty am Donnerstagabend? Möchtest du für den Vortrag wirklich an den Bodensee fahren? Möchtest du das Geld wirklich in diese Fortbildung investieren? Denke in Ruhe darüber nach, was es bedeutet. Machst du es, weil du dich verpflichtet fühlst oder wirklich aus reiner Freude. Auch wenn du weißt, dass es mit den Kindern turbulenter wird, überwiegt doch das Gefühl, mit ihnen Zeit zu verbringen. Natürlich gibt es auch Situationen, wo wir kurz vorher denken „Ich hab eigentlich keine Lust“ und dann bist du doch froh dabei gewesen zu sein. Man darf sich auch mal von sich selbst und vom Leben überraschen lassen. Aber einfach mal kurz vorher drüber nachdenken schadet ja nicht.

3. Lass dich nicht vom Countdown stressen

  • Minuten die herunterzählen. Nur 24 Stunden gilt dieser super Sonderpreis für diesen einmaligen Workshop. Das Adrenalin steigt und nervös zuckt dein Finger, um den Anmelde-Button zu drücken. Wie oft hast du es schon getan und dann irgendwann gemerkt, „Oh es passt gerade gar nicht so gut.“ Und eigentlich konntest du nicht entspannt oder auch gar nicht dabei sein. Also, ruhig Blut, kann ich nur sagen. Ist es der günstige Preis wirklich wert? Auch hier empfehle ich dir – einfach nochmal drüber schlafen. Am nächsten Tag gibt es den Kurs meistens auch noch. Dann vielleicht etwas teurer, aber wenn du es wirklich willst, dann ist es das dann auch noch Wert. Atmen und Ruhe bewahren.

Es gibt sicher noch viele andere Anlässe und auch Möglichkeiten, sich für das eine oder andere zu entscheiden. Vielleicht hast du Lust, deine Erfahrungen mit uns zu teilen.

Verbindlich sein – Darfst du dich kurzfristig auch mal anders entscheiden?

Jetzt hast du 24 Stunden darüber nachgedacht, ob du dich für die Fortbildung entscheiden sollst. Und hast das Für und Wider gründlich abgewogen, alles durchdacht und dich angemeldet. Der Termin rückt näher und auf einmal gibt es doch einen Grund, weshalb du nicht teilnehmen kannst. Gute Gründe gibt es viele, auch solche, die von anderen akzeptiert werden.

Aber was ist, wenn du merkst, dass es nicht wirklich einen guten Grund gibt. Etwas, das du nicht wirklich erklären kannst. Musst du dann hingehen? Gegen deinen eigentlichen Willen, nur weil du denkst, „Ich habe zugesagt, also muss ich auch.“ Möchtest du die perfekte Lösung?

Leider kann ich dir hierfür kein Patentrezept geben. Außer dir an einem Beispiel zeigen, was eine mögliche Lösung ist.

Ein Beispiel.

Nehmen wir mal an, du hast dich vor einiger Zeit entschieden an einem 1 tägigen Workshop teilzunehmen. Du hast den Termin in deinen Kalender eingetragen, alle anderen Termine darum organisiert. In der Woche, in der der Workshop stattfinden soll, hast du schon die ganze Woche ein volles Programm gehabt. Nun überlegst du. Eigentlich freust du dich riesig darauf, andererseits merkst du auch, dass du auch gut eine Pause gebrauchen könntest. Was tun? Ziehst du es durch, weil du dich angemeldet hast, weil andere schlecht von dir denken könnten oder weil du denkst, wenn man sich angemeldet hat, muss man auch hingehen. Komme was wolle, selbst wenn es auf deine (körperlichen) Kosten geht.

Verbindlich sein ist eine Tugend. Auf seinen Körper hören auch.

Was würde ich tun? Und ich sage nicht, dass es die moralisch richtige Antwort ist.

Ich würde in dem Fall auf meinen Körper hören. ABER, ich würde die anfallenden Kosten zahlen, ganz oder zumindest die Ausfallgebühr, je nachdem, was vom Veranstalter gewünscht ist. Ohne Diskussion. Einfach, weil es fair ist und ein Ausgleich ist, für etwas, das jemand anderes geplant hat und womit er gerechnet hat. Das kann auch bei Treffen mit Freunden zutreffen. Sie haben die Zeit ja auch für das Treffen eingeplant, auf ein anderes Treffen verzichtet oder etwas anderes verschoben. Zeit ist für uns alle wertvoll. Einfach fragen, was der andere als Ausgleich von dir haben möchte. Damit es für beide Seiten stimmig ist. Vielleicht ist es bei Freunden eine Einladung zu einem gemeinsamen Essen oder ein Gutschein für einen Kinobesuch oder was auch immer. Wenn andere also ihre Zeit für uns reserviert haben, dann finde ich, haben sie ein Recht darauf, dass wir es wertschätzen und anerkennen und einen Ausgleich schaffen. Da denkt man leider nicht immer dran. Ich ehrlicherweise auch nicht immer. Aber ich versuche es. Auch hier ein schönes Übungsfeld.

Ist das unverbindlich. Hm, was meinst du?

Wie ist es bei dir? Wie gehst du damit um? Wie gehen Menschen in deinem Freundeskreis damit um?

Ich freue mich sehr über Nachrichten von dir.

Ich freue mich sehr.

Deine Art Grenzen zu setzen

Deine Art Grenzen zu setzen

Deine Art Grenzen zu setzen

Wenn du zu den höher sensiblen Menschen gehörst, beschäftigt dich vielleicht hin und wieder die Frage, wie du dich richtig abgrenzen kannst.

Du kennst sicher Situationen, wo du das Gefühl hast, dass deine Grenzen überschritten werden. Wenn Menschen in deinem Umfeld zu laut sind, am Arbeitsplatz das Radio laufen lassen, laute Gespräche führen, wenn du dich konzentrieren möchtest. Vielleicht kennst du es auch, wenn du in Menschengruppen unterwegs bist und dir alles zu viel wird. Oder wenn Menschen dich mit ihren Problemen „überfallen“.

 

Deine Empathie ist ein Geschenk – oder doch eher nicht?

Du bist eine Scanner-Persönlichkeit, die Energien viel stärker wahrnimmt als andere. Sobald du einen Raum betrittst, kannst du in sekundenschnelle die Energie wahrnehmen, die in diesem Raum ist. Du fühlst ob sich jemand wohlfühlt oder die Stimmung irgendwie aufgeladen ist.

Manchmal ist dir das zu viel und du möchtest dich am liebsten zurückziehen, den Raum fluchtartig verlassen und irgendwo nur für dich sein.

Auch wenn das, was du hast, deine hohe Empathie, ein Geschenk ist, würdest du manchmal liebend gern auf dieses Geschenk verzichten.

Andererseits ist gerade diese hohe Empathie, das was dich ausmacht. Denn darüber verfügen nicht viele Menschen und es ist gerade in der heutigen Zeit so wertvoll.

Menschen suchen deine Nähe, weil du eine gute Zuhörerin bist, weil du sie wahrnimmst und ihnen dadurch das Gefühl gibst, dass sie gehört und gesehen werden. Eigentlich findest du das ganz schön. Aber manchmal wird es dir auch zu viel. Dann brauchst du Abstand. Zeit für dich. Einfach Ruhe und eine Abgrenzung.

 

Grenzen setzen – eine gute Idee?

Ich kann gut verstehen, dass Abgrenzung wichtig ist. Aber gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit Grenzen zu setzen. Für mich kommt bei dem Wort Abgrenzung automatisch auch Ausgrenzen. Und das ist nicht unbedingt positiv besetzt. Denn das ist nicht in deinem Sinne. Du bist ein offener Mensch, dem das Wohl der Menschen und die Gemeinschaft wichtig ist.

Eine Zwickmühle

Wie wäre es, wenn du statt abgrenzen eine andere Möglichkeit findest, um bei dir zu bleiben.

Wie das geht?

Ich habe hier ein paar kleine Tipps für dich.

 

Einige Ideen, wie du gesund Grenzen setzen kannst

  • Achte auf dich und deine Bedürfnisse.Zum Beispiel auch im Umgang mit Kollegen und Kolleginnen, die das Radio lauter haben.

    Statt es auszuhalten und dich immer wieder darüber zu ärgern, bis es irgendwann aus dir herausplatzt, weil du es nicht mehr aushältst, reagiere frühzeitig.

    Wenn du merkst, dass dich die Lautstärke stört, bitte diese Kollegin oder Kollegen doch einfach, ob es möglich wäre, dass sie das Radio leiser stellen. Erkläre, dass es dir schwerfällt, dich zu konzentrieren. Sprich am besten ohne Vorwurf, auch nicht unterwürfig und vorsichtig, sondern klar und freundlich. Einfach mit einer freundlichen Bitte.

  • Fühlst du dich in einer Menschenmenge unwohl, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten. Versuche es einmal mit Atemübungen. Durch das tiefe Ein- und Ausatmen konzentrierst du dich wieder auf dich. Du bist mehr bei dir. Gleichzeitig versorgst du deinen Körper mit mehr Sauerstoff. Das ist ein zusätzlicher Nutzen, denn wir atmen oftmals viel zu flach, sodass unsere Organe zu wenig von diesem kostbaren Stoff geliefert bekommen. Du wirst merken, dass du dich besser konzentrieren kannst und bist ganz bei dir.

    Wenn du die Möglichkeit hast, gehe zwischendrin einfach mal nach draußen. Finde einen ruhigen Ort, wo du wieder durchatmen kannst und vielleicht kennst du eine Meditationsübung, die schnell funktioniert und mit der du dich gut erden kannst und die Energie bei dir behältst.

  • Wenn du Situationen kennst, wo dir die Gespräche mit Menschen zu viel werden, wenn du nichts mehr aufnehmen kannst oder dich das Gesagte zu sehr beschäftigt oder sogar belastet, dann sprich es aus. Auch hier kannst du darauf vertrauen, dass du es mit Wertschätzung tust. Nimm das Gesagte nicht persönlich. Der andere schätzt dich, sonst würde er nicht deine Nähe suchen. Aber auch du darfst sagen, wenn es sich für dich gerade nicht passend anfühlt oder dir zu viel ist. Du musst es nicht aushalten. Sage einfach, dass du im Moment gerade nicht so gut für ihn da sein kannst, wie du es dir wünschen würdest. Biete ihm an, dass ihr einen anderen Zeitpunkt findet, wenn du das möchtest. Vielleicht weil du gerade mit etwas anderem beschäftigt bist und nicht so gut zuhören kannst. Wenn es ein Thema ist, das dich zu sehr belastet, dann traue dich auch hier zu sagen, dass du nicht so gern über das Thema sprechen möchtest, weil es dich zu sehr berührt. Du darfst sagen, was du denkst und entscheiden, was gut für dich ist.

    Überlege dir Sätze, die zu dir passen, mit denen du dich wohlfühlst. Die wertschätzend sind und du gleichzeitig Position beziehst.

  • Bleibe wach. Wenn du merkst, dass dich etwas stört, nimm es wahr und reagiere frühzeitig. Andere denken sonst, dass es dir nichts ausmacht. Woran sollen sie sonst auch merken, wie es dir geht. Höchstens dann, wenn du wirklich nicht mehr anders kannst und mit einem Knall reagierst. Das Aushalten ist nicht gut für dich und der Knall ungünstig für eure Beziehung.
  • Achte auf deine Gefühle und die Signale und nutze deine Fähigkeit wertschätzend mit Menschen zu sprechen.

     

     

Hast du Tipps oder Erfahrungen, die du teilen möchtest?

Hast du Erfahrungen oder Fragen, wie du besser in gewissen Situation reagieren kannst oder mit ihnen umgehen möchtest. Schreibe mir gern. Auch gern, wenn ich dich hierbei begleiten darf.

Ich freue mich sehr.

Alles loopt op wieltjes

Alles loopt op wieltjes

Alles loopt op wieltjes

In diesem Satz liegt so viel Leichtigkeit.

Am ehesten kann man ihn mit „Alles läuft wie am Schnürchen“ übersetzen.

So ein kleiner Satz mit einer ganz besonderen Wirkung.

Denn als ich am Wochenende mit dem Rad im Nachbarort unterwegs war, zauberte mir dieser Satz sofort ein Lächeln ins Gesicht – Alles loopt op wieltjes.

So simpel und doch so schön.

Alle 5 Jahre findet dieses Lichterfest in diesem kleinen Dorf statt. 5 Jahre lang basteln und kreieren die knapp 1000 Einwohner kleine und große Kunstwerke, denn das sind sie, die da entstehen, in ihren Garagen und Gärten. Sie bauen große Figuren, Skulpturen und Wagen.

Jetzt bin ich nicht der ausgesprochene Karneval-Fan, aber ich bin ein Fan von Kreativität und Vielfalt. Und die gab es an diesem Wochenende wieder in seiner schönsten Form zu sehen.

 

Aber es sind auch die kleinen Dinge, die mein Herz in kindlicher Freude hüpfen lassen. Ein Gefühl wie in Kindertagen. Mit dem Rad durch die Straßen zu fahren, unter beleuchteten Regenschirmen, die über den Weg gespannt sind, sich drehende Farrad-Räder, die den Weg säumen. Ein bisschen ein Gefühl von „heiler Welt“. Überall lächelnde Gesichter, fröhliche Menschen und Gemeinschaft.

Was mich beeindruckt, ist dass das ganze Dorf „mitspielt“. Diese spielerische Leichtigkeit ist es doch, was das Leben schön macht. Und es ist so wertvoll. Wir sollten sie uns bewahren. Das Leben will getanzt werden, habe ich kürzlich irgendwo gelesen. Und das am besten gemeinsam mit anderen.

Als ich vor ein paar Jahren beruflich auf Mallorca war, waren wir auch dort in einem kleinen Dorf. Und wie überrascht war ich, als abends auf dem Marktplatz Jung und Alt beim ersten Ton der Musik auf den Platz stürmten und miteinander tanzten. Nein, kein touristisches Unterhaltungsprogramm, nein, einfach für sich, aus purer Lust am Tanzen.

Bewegung macht Spaß und Lachen steckt an, beides lässt die Glückshormone überbrodeln.

Ich glaube, ich mach mir heute einfach mal Musik an und tanze durchs Wohnzimmer. Einfach nur so.