Gold – Eine Farbe und ihre Wirkung

Gold – Eine Farbe und ihre Wirkung

Gold – Eine Farbe und ihre Wirkung

An einem der heißen Tage im Juli war ich schon ganz früh unterwegs. Das Thermometer zeigte um 6 Uhr morgens schon 24 Grad. Es war wahrscheinlich einer der heißesten Tage des Jahres. Je nördlicher ich fuhr und je näher ich meinem Zuhause kam, um so ruhiger wurde die Landschaft. Kornfelder säumten meinen Weg und das blasse Gelb hatte beinahe einen goldenen Schleier.

Ein paar Stunden später, saß ich in der Wohnung. Der kühlste Platz vermutlich. Wobei auch hier drinnen eine Temperatur von 25,5 Grand angezeigt wurde. Tendenz steigend. Für diesen Tag hatte ich aber keine Freiluft-Aktivitäten geplant. Lesen und schreiben wurden es stattdessen. Ganz entspannt.

Beim Blick aus dem Fenster fiel mir auf, wie ruhig es draußen war. Keine Menschen, kein Lüftchen, kein Geräusch – alles unglaublich still und ruhig. Also habe ich mir gedacht, welche Wirkung hat Gold auf das Leben und die Stimmung? Gibt es da irgendwelche Zusammenhänge? In diesem Moment sah ich eine Gruppe von Radfahren vor dem Fenster vorbeifahren, über den schattenlosen Radweg durchs Moor. Vielleicht haben sie ja ein Ziel, das sie heute noch erreichen müssen. Ziel ist ein gutes Stichwort. Denn Gold ist die Farbe des Erfolges und somit der Zielstrebigkeit. Gold ist aber auch die Farbe der geistigen Weiterentwicklung.

 

Gold und seine Wirkung

Gold wird auch eine heilende Wirkung zugesprochen, zum Beispiel bei Verstimmungen. Vermutlich, weil Gold unter anderem auch die Persönlichkeit stärkt. Es verleiht Vitalität und steigert das Selbstbewusstsein. Gold wird mit Treue und Liebe verbunden. Die meisten Eheringe sind noch immer aus Gold. Nach 50 Jahren wird die „Goldene Hochzeit“ gefeiert. Und in manchen Firmen gibt es bei Jubiläen eine „Goldene Anstecknadel“ für langjährige Treue.

Gold symbolisiert aber auch Macht und Reichtum. Und es wird eine Verbindung zum Guten zugesprochen.  Gold findet man auch im Zusammenhang mit Ehre und Auszeichnungen Gold-Medaillen den „Goldenen Löwen“. Gold strahlt Erhabenheit und Wertigkeit aus.

Gold verkörpert im Märchen das Gute. Grund genug, um Gold einmal näher zu betrachten.

 

Gold in der Kosmetik

Auch in der Kosmetik ist Gold in einigen Produkten zu finden. Hier wird Gold eine regenerierende Wirkung zugesprochen. Gern wird sie auch mit Anti-Aging in Verbindung gebracht. Durch seine antioxidative Eigenschaft, die den Körper von Giftstoffen befreit und damit der Zellalterung entgegenwirkt. Gold kann Wasser binden und sorgt damit für eine gut durchfeuchtete Haut. Goldschimmer auf der Haut, strahlen Frische und Vitalität aus und lassen kleine Fältchen weniger tief erscheinen.

Gold in der Kleidung

Gold macht sichtbar. Mit Gold zeigst du dich und ziehst die Blicke auf dich. Gold verkörpert Wertigkeit, Macht, Luxus und Erfolg. Gold in der Kleidung zeugt von Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein. Gold versteckt sich nicht. Gold möchte gesehen werden. Gold strahlt Wärme aus. Gold zieht Blicke an. Gold in der Kleidung verstärkt die Ausstrahlung und erhöht die Sichtbarkeit.

 

Gold in der Nahrung

Das flüssige Gold, wird Honig auch gern genannt. In der Mythologie versprach es den Göttern Unsterblichkeit. Honig bietet neben seinem süßen Geschmack jedoch auch heilende Fähigkeiten. Nicht nur bei Erkältung hat er eine beruhigende Wirkung. Auch bei Entzündungen kann er durch seine antibakteriellen Wirkstoffe zur Heilung beitragen. Dabei sollte man auch darauf achten, aus welcher Region der Honig stammt und wo er gesammelt wurde. Nicht jeder Honig ist wirklich rein. Hierbei sollte man am besten beim Imker seines Vertrauens den Honig kaufen oder hochwertigen Bio-Honig. Auch der Bienen zu liebe.

 

Gold ist reich an wunderbaren Eigenschaften und Wirkungen. In diesem Sinne wünsche ich dir goldige Zeiten.

 

 

Die Schönheit im Anderssein

Die Schönheit im Anderssein

Die Schönheit im Anderssein

Hast du gestern auch zufällig den Eurovision Song Contest gesehen?

Nicht, dass ich ein Fan wäre, aber interessant finde ich es manchmal schon. Und so schau ich doch jedes Jahr, wenn es sich zufällig ergibt, dann mal kurz rein. Ein Beitrag hat mich ganz besonders beeindruckt. So sehr, dass ich heute Morgen beim Spazierengehen darüber nachgedacht habe und die Idee für diesen Blog hatte. Der Siegertitel ist es nicht, kann ich dir schon mal verraten. Auch, wenn ich meine Wahlheimat die Niederlande liebe, finde ich den Titel so gar nicht niederländisch. Irgendwie angepasst, so dass es keinem Weh tut, aber auch nichts ist, was in Erinnerung bleibt. Ganz anders der Beitrag aus Island. Anders, auffallend, provokant und doch mehr eine Show und damit wahrscheinlich mehr auf die kurze Aufmerksamkeit ausgerichtet. Auffallen um jeden Preis. Aber das Gefühl, dass es echt war, hatte ich nicht. Unterhaltsam war es schon, irgendwie. Aber da es eine Show war, konnten sie sich auch gut hinter ihren Masken und Kostümen verstecken und die echten Jungs blieben unsichtbar.

Und damit komme ich zu meinem Favoriten – Frankreich. Den Sänger fand ich einfach schon wunderschön. Diese zarte und beinahe feenhafte Erscheinung. Und diese wunderschöne Energie umgab ihn auch und er war in seiner ganzen Präsenz und füllte die Bühne, ohne dafür viel Gewirbel machen zu müssen. Was mich aber komplett überraschte, bewegt und beindruckt hat, war die Tänzerin, die sich mit einer Leichtigkeit über die Bühne bewegte. Und sie war eher das Gegenteil von einer Tänzerin im klassischen Sinne. Und das machte sie zu etwas so Besonderem. Diese Leichtigkeit kam einfach von Innen heraus. Soviel Zartheit strahlte sie aus, dass es überhaupt nicht wichtig war, ob sie dem gängigen Tänzerbild entsprach. Sie war einfach 100 Prozent sie selbst.

Die beiden spielten keine Rolle. Sie sind so wie sie sind richtig. Und das haben sie gezeigt und ausgestrahlt. In ihrer ganz eigenen Schönheit und ganz selbstverständlich. Und das habe ich ihnen abgenommen. Sie waren in ihrer eigenen Energie, ganz bei sich. Und ich denke, sie haben einigen Menschen Mut gemacht, zu sich zu stehen. Und das war für mich die beste Botschaft dieses ESC. Zu sich zu stehen und zu seiner Einzigartigkeit. Und sich zu trauen, sich zu zeigen, in seiner ganz eigenen Schönheit. Eigene Begrenzungen zu erkennen und einen Schritt hinaus zu wagen. Nicht mit dem Strom zu schwimmen, sondern seine eigenen Wege gehen. Sich selbst zu entdecken. Und dazu zu stehen.

Trau dich, es auch in deiner Kleidung zu zeigen. In deinem ganz eigenen Stil. Bist du unsicher, was dir steht, hole dir gern Unterstützung. Von Menschen, die deine innere Schönheit sehen, dich erkennen und dich ermutigen, diese Schönheit auch nach außen zu zeigen.

Komm in dein Leuchten. Sei du selbst.

Einkaufen mit Genuss

Einkaufen mit Genuss

Einkaufen mit Genuss

Eine Einkaufsbegleitung und meine Idee vom bewussteren Kaufen – wie das zusammenpasst?

Sehr gut sogar. Soll ich dir verraten wie?

Denkst du bei bewusst kaufen oder weniger kaufen automatisch an Verzicht? Das muss nämlich gar nicht sein. Bewusst kaufen kann auch Spaß machen. Überhaupt ist etwas bewusst zu tun sowieso viel effektiver, als sich etwas zu verbieten.

Vielleicht hast du in deinem Leben schon mal irgendwann eine Diät gemacht? Und vielleicht kannst du dich noch an den danach aufgetreten Jojo-Effekt erinnern? Oder vielleicht kennst du Zeiten, wo du auf Schokolade verzichten möchtest und immer wieder an dem Schrank mit den Süßigkeiten vorbeischleichst um dann doch irgendwann darüber herzufallen und dann so viel zu essen, dass dir schlecht wird. Ist mir schon passiert. Vor gaaanz langer Zeit. Mit der Diät wirklich. Weil ich schon seit Ewigkeiten keine Diät mehr mache. Selbst eine Waage habe ich nicht mehr.

Jetzt wird dir vielleicht bei zu viel Kleidung kaufen nicht direkt schlecht. Höchstens, wenn du vielleicht die Tür deines Kleiderschrankes öffnest und vor lauter Klamotten den Wald vor Bäumen nicht mehr siehst oder wenn du vielleicht einen Blick in dein Portemonnaie wirfst und dich fragst, wo das Geld geblieben ist.

Aber jeden Tag zu shoppen macht ja auch nicht glücklich – jedenfalls nicht langanhaltend. Einen selbst nicht und die Umwelt schon gar nicht. Und sich das Kaufen zu verbieten ist auch nicht besser. Weil dann nämlich irgendwann der Boomerang kommen kann und mit ihm das Frust-Shoppen.

 

Sich aber etwas Schönes zu gönnen, kann Freude machen. Dann, wenn man es mit Genuss tut.

 

Denn Kleidung gehört zu unserem Leben.

Kleidung ist auch Ausdruck unserer Persönlichkeit. Und wir können uns für verschiedene Anlässe in unserem Leben entsprechend kleiden.

Mir persönlich geht es darum, dass meine Kleidung meinem Gedanken von Nachhaltigkeit entspricht. Bewusst kaufen, lange tragen, viel Second Hand und upcycling und kein Pelz. Und dabei geht es auch bei meinen Beratungen und den Einkaufsbegleitungen. Die Kleidung zu finden, die zu einem passt und in der man sich wohl fühlt und genau das ausstrahlt.

 

Vor ein paar Wochen durfte ich Steffie beim Einkaufen begleiten.

 

Sie hatte vor einiger Zeit eine Persönliche Stil-Beratung bei mir gemacht. Sie wollte wieder mehr von ihrer femininen Seite zeigen und das auch in ihrer Kleidung. Die Kinder waren aus dem Spielplatz-Alter herausgewachsen und ins Fußball-Alter hinein. Und Steffi wollte gern einen Stil finden, der ihr Frau- und Muttersein miteinander verbindet und zeigt, dass sie auch auf dem Fußballplatz mit einem Kleid eine sportliche Figur machen kann. Denn ein sportlicher Stil kann viel mehr sein als Jeans und Shirt-Kombinationen.

Wir haben während der Beratung schon ein paar neue sportliche Interpretationen herausgefunden. Nun ging es noch darum, diese auch beim Einkaufen zu finden. Denn manchmal hängt man noch in alten Einkaufsmustern fest und sieht die vielen neuen Möglichkeiten nicht. Dann ist es gut, wenn jemand dabei ist, der den neuen Stil vor Augen hat und ehrlich sagt, ob einem die Sachen wirklich stehen und vor allem auch passen. Das kann manchmal auch die beste Freundin, Schwester oder Mutter übernehmen. Nur Vorsicht, wenn sie versuchen, den eigenen Stil auf jemand anderen zu projizieren oder sich doch nicht so richtig trauen, zu sagen, wenn die Hose doch nicht so ideal sitzt

Jemand Unabhängiges ist da manchmal die bessere Lösung. Für diese Fälle gibt es dann mich. Gemeinsam schauen wir nach Kleidungsstücken, die dem Stil entsprechen und sich gut mit der bisherigen Kleidung kombinieren lassen.

 

Und warum ist diese Begleitung nun nachhaltig?

 

Weil Steffi sich für diesen Termin genau überlegt hat,

  • welche neuen Kleidungsstücke sie kaufen möchte,
  • wie sie diese miteinander kombinieren kann
  • und zu welchen Anlässen sie diese trägt
  • Sie weiß, dass sie ihr wirklich passen und ihrem Stil entsprechen
  • Sie wird sie viel länger wertschätzen
  • und eine Erinnerung an diesen Einkauf steckt auch noch darin

Sie wird bei nächsten Einkäufen genauer wissen, wonach sie sucht und dadurch landen weniger oder gar keine Fehlkäufe mehr im Schrank. Alleine das spart schon Ressourcen und schont die Umwelt.

So wie ein Stückchen Schokolade, dass langsam und genussvoll auf der Zunge schmilzt, so ist es auch mit einem bewussten Einkaufen. Es wirkt viel langanhaltender und bleibt viel länger in Erinnerung. Und der Vorteil bei Kleidung ist, du kannst sie immer wieder tragen und viel länger genießen.

 

 

Slow Motion – das Leben bewusst genießen

Slow Motion – das Leben bewusst genießen

Slow Motion – das Leben bewusst genießen

Ich liebe die kleinen Botschaften des Lebens. Neulich auf der Autobahn gab´s mal wieder eine – und die hieß „Slow-Motion“.

Vor mir fuhr ein Campingwagen mit diesem Slogan. Und das war wieder mal so passend. Nicht, weil er so langsam fuhr, sondern weil er mich daran erinnerte, etwas Tempo oder besser, Raserei aus meinem Leben zu nehmen und einen für mich passenden Gang einzuschalten. Dazu gehört auch, bewusst darauf zu achten, wie ich mich bewege, was ich höre, tue, mich ernähre und wie und was ich konsumiere.

Ich war auf dem Weg nach Hamburg. Dort wollte ich an einem Seminar zur „Körperarbeit“ teilnehmen. Ich hatte schon länger den Wunsch, meine Entspannungsmassagen zu erweitern und fand diesen Anbieter ideal. Ich war schon voller Vorfreude. Nette Menschen um mich, tolle Dozenten und nach einer kleinen Kennenlernrunde stellen die Seminarleiter das Programm für die nächsten drei Seminar-Einheiten vor. Ich saß auf meinem Stuhl und musste still lachen. Ist schon manchmal spannend, was das Leben so für einen vorgesehen hat. In meinem Falll keine Massage-Weiterbildung, sondern einfach eine Technik, die scheinbar mal nur für mich privat und nicht als Business vorgesehen war. Entspannung auf mentaler Ebene. Eine Technik, mit der ich mich und meinem Körper wieder ins Gleichgewicht bringen konnte. Einfach Zeit für mich. Und ich kann dir sagen, ich habe dieses Wochenende genossen. Und ich freue mich schon sehr auf die nächsten beiden Seminar-Wochenenden.

Nachdem ich mich in den vergangen zwei Jahren online weitergebildet habe, merke ich gerade wieder, wie sehr mir der persönliche Kontakt und Austausch mit Menschen wichtig ist – visuell, emotional und energetisch. Vieles kann man tatsächlich auch am Bildschirm erfassen, aber eben nicht alles. Und für mich gehört tatsächlich auch Bewegung dazu. Eine andere Umgebung, neue Eindrücke, nette Cafés, Spaziergänge und dabei Neues entdecken. Zwar war ich während dieses Wochenendes auch ab und zu online, aber wesentlich reduzierter. Ich habe für mich festgestellt, dass weniger tatsächlich mehr für mich ist.  Dass zu viel online meinem Körper nicht gut tut. Deshalb bin dabei, meinen Online-Konsum zu reduzieren. Und tatsächlich gelingt es mir schon recht gut. Ich werde auch hier bewusster darüber, wie oft und zu welchen Zeiten ich ins Handy oder den Computer schaue.

Deshalb fiel mir auch besonders eine Einladung per facebook auf. Ich bekam eine Einladung zur kostenlosen Teilnahme an einem Onlinekongress mit zahlreichen sehr bekannten und interessanten Speakern. Vor ein paar Wochen hätte ich mich wahrscheinlich sofort angemeldet. Jetzt ließ mich irgendetwas zögern. Und zwar der Gedanke an Stress, der sofort aufstieg. Wann sollte ich in den nächsten Tagen die Zeit haben, alle interessanten Speaker zu hören? Und wie sollte ich die unglaublich vielen Themen sortieren und aufnehmen? Wonach sollte ich die Informationen filtern? Ich hatte die Idee überflutet zu werden, von Informationen und Inspirationen. Wie sollte ich aus der Vielzahl von Angeboten noch das herausfinden, was mich wirklich interessiert und weiterbringt?

Ich war unglaublich stolz auf mich, nicht den Anmelde-Button gedrückt zu haben. Wieder eine Wahl zu treffen – oder besser – eine Auswahl. Für Dinge, die ich wirklich bewusst erlernen, erfahren oder erleben möchte. Mir das auszusuchen, das mir persönlich guttut. Mich nicht dafür zu entscheiden, weil es kostenlos oder im Angebot ist, sondern zu überlegen, ob ich es tatsächlich brauche.

Ich komme gerade wieder dahinter, was das für mich bedeutet. Das ist für mich Gesundheit und Vitalität, das ist eine glückliche Beziehung, beglückende Tätigkeiten und Begegnungen, Zeit für Genuss und bewusstes Leben, und ein liebevoller Umgang mit mir und anderen. Und etwas geben, was glücklich macht.

Und online ist gut, um mit dir und der Welt in Kontakt zu sein – aber in Maßen und wie es zu mir passt.

Ich wünsche dir eine bewusste Zeit

Wozu sind Proportionen sinnvoll

Wozu sind Proportionen sinnvoll

Wozu sind Proportionen sinnvoll?

Als ich mich auf die Präsentation meines kleinen Büchleins vorbereitet habe, dachte ich darüber nach, wie ich eigentlich auf die Idee gekommen bin, diesen kleinen Ratgeber zu schreiben.

Die erste Antwort, die mir auf diese Frage eingefallen ist: –„Weil ich Lust darauf hatte.“ Das ist schon mal schön für mich, aber gibt noch keine ausführliche Antwort auf die eigentliche Frage.

Der Auslöser dafür waren verschiedene Gedanken und Situationen. Denn eigentlich würde ich sagen „Ist doch egal was du anziehst. Hauptsache du fühlst dich wohl.“ Das ist, was ich denke. Und ich fände es toll, wenn es so wäre. Aber ganz so einfach ist nicht.

Denn egal wo du wohnst und wie du dich kleidest, du triffst immer eine Aussage. Außer du lebst irgendwo am Ende der Welt ohne Kontakt zu anderen Menschen. Dann ist es etwas anderes.

Aber sobald wir uns in Gesellschaft bewegen und in einer Gemeinschaft leben – Beziehung oder Beruf, Freundschaft oder Verein oder wie auch immer, wir treffen mit unserer Kleidung eine Aussage. Und wir werden darüber bewertet. Darüber habe ich schon einmal in einem früheren Artikel geschrieben. Deshalb gehe ich auch nur kurz darauf ein.

In der ersten 1000 sec. beurteilen wir einen Menschen und davon macht 50% die Kleidung aus. Nicht nur wir werden beurteilt. Nein, auch wir beurteilen unsere Mitmenschen. Jetzt kann ich sagen „Nö, ich mach das nicht.“ Doch. Mach ich. Auch wenn ich jemanden positiv bewertest. Ich bewerte. Man kann gar nicht anders. Was man machen kann, man kann sich seiner Gedanken bewusst werden und die Bewertung heraus nehmen. Aber auch nur, wenn man etwas Zeit hat und man die Chance auf eine längere Begegnung oder ein zweites Kennenlernen hat.

Was haben denn jetzt Proportionen und Schnitte damit zu tun? Sie sind ein Teil von dir. Und du kannst mit Proportionen genauso spielen wie mit unterschiedlichen Stilrichtungen. Du kannst deine Außenwirkung beeinflussen. Du kannst ein Statement abgeben. Und etwas darüber aussagen, wer du bist und wie du wirken möchtest.

Mit Kleidungsschnitten kannst du deine Proportionen betonen oder verändern. Du kannst voller oder schmaler, länger oder kürzer, zarter oder kräftiger wirken. Je nachdem worauf du Lust hast. Das Ideal in der westlichen Kultur ist das X. Ein ausgewogenes Schulter-Hüft-Verhältnis und eine schmale Taille. Um diesem „Ideal“ näher zu kommen, falls man nicht sowieso schon von natur aus eine entsprechende Figur hat, kann man die Schnitte nutzen, um ein „X“ zu formen. Muss man aber auch nicht. Du kannst dich frei entscheiden.

Mit diesem Büchlein möchte ich dir auch zeigen, dass es so viele unterschiedliche Figuren gibt und diese wunderschön und individuell sind wie wir selbst, dass man sich einfach liebevoll betrachtet und sich so liebt wie man ist. Und natürlich geht es auch darum, sich mit sich wohl zu fühlen. Und wenn es Kleidungsschnitte gibt, in denen ich mich wohl fühle, weil sie mich länger, kürzer, schmaler, kräftiger erscheinen lassen, dann darf ich diese Möglichkeit doch auch für mich nutzen. Nicht um Etwas zu korrigieren. Nein, einfach, um meine Vorzüge zu betonen, wenn ich Lust darauf habe. Wir alle kennen doch sicher Kleidung, in der wir uns absolut wohl fühlen. Wo einfach alles passt, die Farbe, der Stil, der Schnitt. Um herauszufinden, was dieses Wohlfühlen genau ausmacht, dabei kann dieses Büchlein behilflich sein. In diesem Fall die Schnitte zu finden, die deine Figur so betonen, dass du dich rundum wohl darin fühlst.

Vor Kurzem sah ich eine Grafik, in der die verschiedenen Figurtypen A, H, V, O und X nebeneinander dargestellt waren und darunter der Satz „Dress how you like. Its your body. Dem ist nichts hinzuzufügen.