Kleiderschrank-Check: Wie du neue Outfits kombinierst

Kleiderschrank-Check: Wie du neue Outfits kombinierst

Kleiderschrank-Check: Wie du neue Outfits kombinierst

Heute Morgen nach dem Aufwachen dachte ich „So, heute sind die Schubladen mit den Socken und der Unterwäsche fällig“. Das war hoffentlich nicht mein erster Gedanke. Und ich kann auch nicht sagen, woher dieser Gedanke auf einmal kam. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Schubladen quollen schon über und immer wieder zog ich mal einzelne Socken heraus, die mit der Hoffnung darin gelandet sind, dass sich bei der nächsten Wäsche mit Sicherheit der Zweite dazu findet.

Ich glaube, ich habe 10 einzelne Socken gefunden und weit und breit keinen, der noch dazu gepasst hätte. Dabei waren sie schwarz. Kannst du dir vorstellen, wieviele unterschiedliche schwarze Socken es gibt? Schön ist auch, wenn der Partner ebenfalls eine Vorliebe für schwarze Socken hat. Dann wird es ganz spannend. Naja, nach 20 Minuten wars geschafft. Ging total schnell. Und nachdem ich gestern noch einer Freundin am Telefon gesagt habe, dass ich in den letzten 4 Tagen gerade mal das geschafft habe, was ich sonst an einem schaffe und ich auch nicht wüsste, wo meine Energie geblieben ist, da meldet sie sich mit voller Power zurück.

Denn weiter gings mit dem Sortieren der Unterbett-Kommoden, mit dem Aufräumen des Kleiderschranks, Packen von Flohmarkt-Kisten und Sortieren meiner Hunde-Spaziergangs-Sachen. Die Sachen, die warm, bequem und auch mal dreckig werden dürfen. Die irgendwann mal aus meinem Kleiderschrank rausgeflogen und in diesem kleinen Extraschrank gelandet sind. Mittlerweile sind auch hier mehr drin als der Schrank verkraften kann. Großen Müllsack geholt und alles rein, was nicht mehr ging. Das sind die Sachen, mit denen ich wirklich nicht mehr gesehen werden möchte, selbst nicht bei der Gartenarbeit. Seltsam, dass man sie doch so lange im Schrank hatte und wenns auch nur in der hintersten Ecke war. Also die es sowieso nicht mehr ans Licht geschafft haben.

Und weil ich gerade so schön in Schwung bin und die Gelegenheit nutzen muss, gings noch in die Abstellkammer. Die wirklich ihren Namen verdient hat. Hier hatten sich noch ein paar Kartons versteckt, die seit unserem Einzug vor 3,5 Jahren mal eben dort abgestellt wurden. Mit schönen Deko-Teilen aus unserer alten Wohnung, einem Karton mit Mützen und Tüchern – ich wusste doch, dass dieser Schal noch irgendwo sein musste. Einer Kiste mit Stoffen, aus denen ich mal Kosmetik-Täschchen nähen wollte und Jacken, von denen ich zwei schon aus meinem Gedächtnis gestrichen hatte. Eine Dritte hab ich schon vermisst und endlich wieder gefunden. Und in ihrer Tasche noch 35,- €. Da wurde das Aufräumen auch noch mal belohnt.

Jetzt dreh ich noch ne Runde mit den Hunden und danach geht’s mit einem Buch auf´s Sofa. Das habe ich mir heute verdient. Geht doch.

Und weil mich heute das Aufräum-Fieber so gepackt hat, gebe ich dir gern noch ein paar Tipps weiter, wie du deinen Kleiderschrank neu sortieren kannst. Ich wünsche dir ganz viel Schwung und gute Laune.

ier kommen ein paar Tipps, wie du dir neue Outfits zusammenstellst und ganz nebenbei noch deinen Schrank sortieren kannst.

Dein Schrank ist voll und doch denkst du „Hilfe, ich habe nichts anzuziehen!“

Es gibt Tage, da stresst das Auswählen deines Outfits. Du hast keine Zeit. Es muss schnell gehen und dann greifst du eben zu dem was scheinbar immer geht – Jeans und T-Shirt.

Jetzt ist es so, dass du vielleicht sagst: „Passt doch!“ oder du bist den ganzen Tag gefrustet, weil nämlich noch ein wichtiger Termin reingekommen ist und du denkst: „Ach Mist, für diesen Termin hätte ich jetzt gern meine Lieblingsbluse dabei.“

Jetzt gibt es drei Möglichkeiten.

  • Du fühlst dich schlecht und unsicher und strahlst das auch aus und der ganze Tag ist gelaufen.
  • Du vertraust auf dich, auf deine innere Stärke und Ausstrahlung und akzeptierst, dass es jetzt so ist und überzeugst mit deiner Persönlichkeit. Das ist wahrscheinlich die ideale Lösung. Und an Tagen, an denen es mal nicht so 100%ig klappen will, dann ist Punkt 3 sicher hilfreich.
  • Für Tage wie diese, stellst du dir einfach schon mal Kombinationen zusammen von denen du dir ein Foto in deinen Kleiderschrank hängst und hast morgens ganz schnell dein Outfit für den Tag. Auch an Tagen, an denen es mal etwas schneller gehen soll. Du fühlst dich wohl und musst dir keine Gedanken über dein Outfit machen und kannst den Tag genießen.

 

Mein System beim Schrank-Check

Ich zeige dir heute ein System, mit dem du neue Outfits zusammenstellst
 

Die Schuhe

Hole dir als erstes deine Schuhe und stelle sie in den Raum – entweder direkt in dein Zimmer, wo auch dein Kleiderschrank steht oder einfach in den Nachbarraum. Nimm dir nur die Schuhe, die du in den nächsten Monaten tragen wirst – also Winter- oder Sommerschuhe. Das macht den Überblick leichter. Und den verschaffe dir schon mal, indem du sie nebeneinander aufreihst. Schaue dir deine Schuhe einfach mal genauer an, damit du weißt, was du wirklich im Schrank hast.
 

Der Kleiderschrank

Jetzt geht es an den Kleiderschrank. Lege dir deine Lieblingsoutfits heraus. Also die Kombinationen, die du schon mal zu bestimmten Anlässen getragen hast. In denen du dich super wohl gefühlt hast, wo du vielleicht sogar Komplimente bekommen hast. Versuche so viele wie möglich zu finden und dich zurück zu erinnern. Denke einfach beim Durchsehen deines Schrankes darüber nach. Welche Hose hattest du noch gleich zu diesem Oberteil kombiniert? Und welche Schuhe hattest du dazu an? Kannst du dich an den passenden Schmuck erinnern? Sortiere diese Outfits am besten auch schon mal nach Themen – Business – Tages-Outfit – Besondere Gelegenheiten.
 

Das Business-Outfit

  • Welches Outfit hat mal im Job richtig gut funktioniert?
  • Hatte es eine besondere Farbe?
  • War es Rock oder Hose?
  • Flache Schuhe oder hohe?
  • Konntest du die gut bewegen?
  • Welche Reaktionen hast du bekommen?
  • Wie hast du dich gefühlt?
  • Welche Ergebnisse hast du an diesem Tag erzielt?
  • War etwas anders als an anderen Tagen?

Das Tages-Outfit

  • Was hat bei einem Tages-Outfit gut funktioniert?
  • In welcher Stimmung warst du an diesem Tag?
  • Was hast du an diesem Tag unternommen?
  • Hast du anerkennende Blicke geschenkt bekommen?
  • Welche netten Gespräche hattest du?
  • Hast du Komplimente bekommen oder ein Lächeln?

Das besondere Anlass-Outfit

  • Was war ein Outfit bei einem Event, in dem du dich umwerfend schön gefühlt hast?
  • Was hattest du an?
  • Welcher Anlass war es?
  • Mit wem warst du dort?
  • Wer waren die anderen Gäste?
  • Wie waren sie gekleidet?
  • Was hat dein Outfit so besonders gemacht?
  • Bist du aufgefallen?
  • Wie hast du dich damit gefühlt?

Kleiner Extratipp: Mach einfach mal selbst Komplimente. Also wenn du jemanden auf der Straße siehst wo du denkst „Was für eine tolle Ausstrahlung und was für ein tolles Outfit“ Dann sag es einfach mal. Und schaue einfach, was passiert. Vielleicht gibt es ein Lächeln oder es entsteht ein nettes Gespräch.
 

Probieren und Fotografieren

Wenn du alle Kombinationen herausgefunden hast, dann wird es jetzt sportlich. Ziehe wirklich jede Kombi nach und nach an. Mit allem was dazu gehört, auch mit den passenden Schuhen. Und mache ein Foto von jedem Outfit.

Das hast du schon mal. Das ist das ist save. Diese Fotos kommen nämlich an die Innenseite deines Kleiderschrankes.

Und jetzt brauchst du etwas Zeit und Muße. Die Outfits, die schon mal gut funktioniert haben, hast du jetzt. Nun stellst du dir Neue zusammen. Und das geht so.
 

Neue Outfits kombinieren

  • Schaue, welchem Stil das Outfit 1 entspricht? Hast du noch ähnliche Kleidungsstücke in deinem Schrank? Beginne mit Oberteilen. Welche Oberteile entsprechen dem Stil? Suche sie raus und ziehe jedes Oberteil nach und nach zu dem restlichen Outfit an. Wie fühlt es sich an? Fühlst du dich wohl? Wenn ja, dann mache wieder ein Foto davon.
  • Danach sind die Hosen dran. Auch hier wählst du alle Hosen, die dem ähnlichen Stil entsprechen. Ziehe sie nach und nach zu dem einen Oberteil deines ersten Outfits an
  • Welche Schuhe würden noch zu diesem Outfit funktionieren? Auch hier wieder – anziehen, fühlen und bei Wohlfühlen – mach ein Foto
  • Fotografiere am besten auch deine Schuhe separat. Dann kannst du diese Fotos neben deine Outfits kleben.

Ein Tipp für Fortgeschrittene: Kombiniere auch den passenden Schmuck dazu. Jacken und Taschen. Hier fotografiere den Schmuck, die Jacken und Taschen einzeln. Mache dir mehrere Ausdrucke davon, denn du möchtest sie ja auch zu unterschiedlichen Outfits kombinieren. Klebe diese Fotos nun neben jedes Outfit in deinem Schrank. Zu welchem Outfit passt diese Kette auch noch?
 

Ideale Kleidungsschnitte

Gibt es Hosen oder Oberteile in denen du dich besonders wohl fühlst? Wo der Schnitt und die Länge einfach ideal deine Figur unterstreichen? Mach wieder ein Foto. Und schreibe am besten noch dazu, warum das so sein könnte. Wie ist die Länge, wo endet das Oberteil, wie ist die Hose geschnitten, wo sitzt die Taille beim Kleid – einfach alles was dir auffällt.

  • Ist es schöner, wenn das Oberteil über den Bund getragen wird und bis zum Schritt reicht oder wirkt es im Hosenbund besser?
  • Was macht ein kurzer Blazer mit deiner Figur?
  • Ist es schöner, wenn eine lange Strickjacke zu einem kürzeren Oberteil kombiniert wird?
  • Ist das figurbetonte Etui-Kleid schön oder ist das etwas weitere Hängerchen mit der tiefer sitzenden Taille schöner?

Probiere einfach alles an und aus.
 

Gibt es noch Einzelteile?

Sind jetzt noch Teile in deinem Schrank, die du noch nicht kombinieren konntest?

Hier kannst du dich fragen:

  • Wie oft hattest du dieses Teil schon an?
  • Entspricht es deinem Stil?
  • Gibt es etwas, das dich stört, wenn du es anhast?
  • Fühlst du dich wohl darin?

Vielleicht ist es tatsächlich etwas, von dem du dich trennen kannst.
 

Fällt es dir leicht deinen Stil zu definieren?

Falls nicht, dann versuche es doch einfach mal mit einem Mood-Board.

Wie du es erstellst, erzähle ich dir sehr gern in einen der nächsten Artikel. Oder wir sehen uns bei einem meiner Workshops, bei dem wir Stil-Mood-Boards erstellen.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren und ganz viel Freude mit deinen neuen Outfits. Zeige, wer du bist.

Auräumen befreit den Kleiderschrank und den Kopf

Auräumen befreit den Kleiderschrank und den Kopf

Auräumen befreit – den Kleiderschrank und den Kopf

Heute ist einer dieser Tage, wo mein Kopf schon lange vor dem Wachwerden seine ersten Runden dreht. Vielleicht kennst du das auch. Augen auf und zack – rattert es im Kopf und du fühlst die Blitze schießen. Ist gar nichts Schlimmes – einfach nur Dinge, die ich auf dem Plan habe, die noch geschrieben, erledigt, sortiert und einfach nur zu Ende gedacht werden müssen. Und doch denke ich – „mir fliegt gleich mein ganzer Kopf auseinander“, weil da so viele Ideen umher schwirren. Das Beste ist, wenn ich dann noch anfange zu reden – ich lege dann auch dabei an Tempo zu und die Worte kommen so schnell rausgeflogen, weil sie meinen Gedanken kaum folgen können. Der ganz normale Wahnsinn, könnte man meinen. Viele  Gedanken und Ideen gleichzeitig zu haben kennst du vielleicht auch. Solche Tage wie heute sind dann aber noch mal das Ganze im Quadrat.

 

Multitasking oder einfach nur Vielseitig

Viele Dinge gleichzeitig zu machen liebe ich und sind für mich Antrieb. Und auch eine Fähigkeit, die ich für die Beratungen nutze – Menschen in ihrer Ganzheit zu erfassen und in Bildern zu denken. Hingegen sind Tage, an denen ich mich nur mit einem Thema beschäftigen „darf“, eher anstrengend. Trotzdem gibt es ein System und mit diesem bin ich sehr effektiv. Dazu gern mehr in einem der nächsten Blogartikel. Aber manchmal gibt es eben auch Tage so wie heute, wo selbst für meine Verhältnisse zu viele Themen gleichzeitig auftauchen. Dann ist es auch für mich Zeit, um zu sortieren. Meine Wege den Kopf wieder frei zu bekommen, teile ich gern mit dir. Was machst du, wenn du das Gefühl hast, deine Gedanken überschlagen sich?

 

Gedanken sortieren – Ein leeres Blatt Papier

Mir hilft als erstes ein leeres Blatt Papier. Puh – schon besser. Noch schnell den Stift dazu und dann erst Mal alles aufschreiben, was mir gerade durch den Kopf schießt. Manchmal klappt es in der Reihenfolge und nach Priorität sortiert. Manchmal kommt es einfach unsortiert aufs Blatt. Hauptsache der Kopf ist schon mal wieder frei. Bei mir sind es heute 10 Punkte, die auf dem Papier landen. Ich sortiere nach Wichtigkeit und Umfang. Was kann ich schnell erledigen? Wofür muss ich mich konzentrieren und kreativ sein? Und was ist reine Fleißarbeit? Also, wo muss ich nur was schreiben oder sortieren, was nicht meine ganze Kreativität oder Aufmerksamkeit braucht – das ist heute zum Beispiel ein Text, den ich vor Tagen schon per Hand geschrieben habe und heute nur noch in ein Word-Dokument schreiben und verschicken werde. Das hab ich zwar für heute auf meiner Liste, aber es ist für mich auch ok, wenn ich es morgen oder übermorgen schaffe. Auch damit nehme ich mir den Druck. Kennst du noch den Satz  „Morgen, morgen nur nicht heute sagen alle faulen Leute.“ Vergiss ihn einfach. Ich neige zwar auch dazu, alles so schnell wie möglich erledigen zu wollen. Aber manches hat tatsächlich auch einen Tag länger Zeit. Da genieße ich doch lieber noch mal das schöne Wetter und mache einen entspannten Spaziergang mit den Hunden. Da bekomme ich den Kopf nämlich auch noch mal frei.

Den Kopf frei bekommen – Die Weite der Natur

Schon die zweite Möglichkeit, den Kopf klarer zu bekommen. Einfach gehen, nicht reden, die Gedanken kommen lassen, wieder ziehen lassen, weiter denken oder auch nicht. Einfach annehmen, was kommt. Den Blick schweifen lassen – klingt so pathetisch – ist aber ganz einfach und tut gut. Bei uns im Moor ist das Licht und die Weite hierfür einfach ideal. Was ist dein Lieblingsort zum Runterkommen?

 

Platz schaffen – im Schrank und im Kopf

Ein dritter Punkt ist Sortieren. Nicht nur Gedanken auf einem weißen Blatt Papier, auch ganz praktisch. Unterlagen zum Beispiel, Zeitschriften, den Schreibtisch, die Wäsche oder den Kleiderschrank. Mich befreit das total. Auf meinem Schreibtisch brauche ich zwar das kreative Chaos. Ich bin auch ein Zettel-Mensch und notiere Gedanken und Ideen wo ich stehe oder gehe auf einem Stück Papier und habe dadurch auch eine schöne Blätter-Sammlung. Ab und zu muss ich es dann auch mal wieder sortieren. Mein Schreibtisch ist auch in unregelmäßigen Abständen dran – aber er bleibt nicht lange leer und aufgeräumt  – dafür bin ich zu aktiv, zu kreativ – schon nach 5 Minuten liegt ein Arbeitsblatt neben einer Zeitschrift mit einem spannenden Artikel und ein Buch, aus dem ich geraden noch einen Satz notieren möchte. Aber das liebe ich und ich beherrsche das scheinbare „Chaos“. Denn Chaos ist es gar nicht – es sind durchdachte Pläne.  Ich könnte mit geschlossenen Augen in den Papierstapel greifen und das Blatt herausholen, das ich in diesem Moment brauche. Es hat System. Und auch dieses System braucht immer wieder mal einen Ordnungs-Check – damit es nicht zum Chaos wird. Ich sortiere nach Themen, lege neue Ordner an und entsorge Listen, die ich abgehakt und Aufgaben, die ich erledigt habe.

Davon wird nicht nur der Schreibtisch leerer, es gibt wieder Platz für neue Ideen. Toll ist es auch den Keller oder die Garage aufzuräumen. Das Gefühl von Leichtigkeit  nach dem Aufräumen spüre ich sogar körperlich. Nicht umsonst wird ja auch im Feng Shui das Aufräumen des Kellers empfohlen. Wo wir gerade beim Aufräumen sind. Wie sieht es denn mit deinem Kleiderschrank aus?

 

Der Kleiderschrank-Check

Das ist ja nicht nur ein privates, sondern auch mein berufliches Thema. Auch das ist befreiend und erleichternd. Einmal zum Wechsel der Jahreszeiten. Dann wird der Schrank schon mal um die Hälfte leerer und dann noch mal eine Bestandsaufnahme zwischendrin, weil ich dann einfach auch mal wieder sehe, was ich so im Schrank habe und ob etwas ergänzt werden sollte oder sich daraus neue Kombinationen ergeben. Hierzu gebe ich dir in einem der nächsten Blogartikel auch gern ein paar Tipps- wie du deinen Kleiderschank sortieren kannst.  Das befreit und schont die Umwelt und dein Portemonnaie.

Ich wünsche dir eine entspannte Zeit und Raum für neue Ideen.

Was sind deine Tipps, um Gedanken zu sortieren? Teile sie gern mit uns.

 

www.ewa-braetz.de

Wie praktische Kleidung zu etwas Besonderem wird

Wie praktische Kleidung zu etwas Besonderem wird

Geschenkte Zeit genießen – ein achtsamter Umgang mit sich selbst

Gestern war wieder so ein Tag, wo man sich am liebsten mit einer warmen Decke auf dem Sofa einkuschelt und sich keinen Schritt von dort weg bewegt. Spricht auch nix dagegen, aber vielleicht kennst du das auch, wenn man sich erstmal ein paar Meter an der Luft bewegt, merkt man schon, wie gut es einem tut.

Zum Glück haben wir drei gute Gründe, mehrmals am Tag, egal ob´s regnet oder schneit, die Sonne scheint oder es stürmt oder einfach auch nur mal ganz schönes Wetter ist – nach draußen zu gehen. Unsere drei Gründe heißen Mina, Lupa und Flap. Es sind drei ehemalige rumänische Straßenhunde und obwohl sie ja ursprünglich von der Straße kommen, genießen sie natürlich auch ihre gemütlichen Decken oder den Platz auf dem Sofa. Gestern Nachmittag musste ich sie nämlich überreden, mich auf den Spaziergang zu begleiten. War dann aber doch nicht so schwierig. Die Neugierde auf Abenteuer, neue Begegnungen und auf Bewegung hat gewonnen. Hm, kann man sich mal für den nächsten „Keine-Lust-nach –draußen- zu gehen –Tag als Motivation merken.

Ich hab mich gestern sogar über den Regen gefreut. Erstmal natürlich für die Natur. Unser Nachbar-Moor in Meppen hat gerade den Regen dringend nötig. Und dann auch ein bisschen für mich. Denn endlich konnte meine neue Regenjacke beweisen, ob sie dicht hält und so praktisch ist, wie gehofft.

Und was soll ich sagen? Sie hat ihre Regentaufe bestanden. Und noch viel mehr als das. Sie ist ein Gute-Laune-Macher. Und ein Beweis dafür, dass praktisch auch gleichzeitig schön sein kann. Ich habe mich nämlich für eine Farbe entschieden. Und was für eine – MAGENTA. Damit bin ich nicht zu übersehen – was im Moor ganz praktisch ist. Aber sie hat noch einen weiteren positiven Aspekt. Sie macht tatsächlich gute Laune. Die Farbe macht das Grau ein bisschen weniger Grau. Ich muss einfach beim Laufen mal kurz an mir herunterschauen und schwupps – gute Laune. Das ist doch super, wenn das so einfach geht. Funktioniert übrigens nicht nur bei der Praktischen Fahrrad- oder Alltagskleidung. Ich habe hier mal ein paar Ideen gesammelt, wie du ganz einfach gute Laune mit deiner Kleidung einladen kannst.
 

3 Ideen, wie praktische Kleidung zu etwas Besonderem wird

Praktische Kleidung macht Sinn und ist in bestimmten Situationen in unserem Leben beinahe unverzichtbar – naj, auf jeden Fall sehr hilfreich. Sei es auf dem Fahrrad oder wenn es morgens einfach schnell gehen muss oder auch auf dem Kinderspielplatz oder wenn wir uns einfach schnell durchs Leben bewegen und unsere Kleidung auch mal schmutzig werden darf. Doch praktisch kann auch fröhlich sein. Hier kommen ein paar einfache Tipps.
 

Bring Farbe ins Leben

Darf Outdoor- oder Regenkleidung auch bunt sein? Ja, sie darf. Und es gibt mittlerweile eine riesige Palette an knalligen oder auch etwas ruhigeren Tönen. Du weißt nicht, welche Farbe dir steht? Ist in diesem Fall mal ganz egal. Einfach die, auf die du Lust hast und die dich fröhlich macht. Sei der Farbklecks im Regengrau.
 

Lass Blumen sprechen – Muster machen den Unterschied

Knallfrarben sind zu laut für dich? Dann wären doch Muster ein guter Beginn? Regenjacken mit Blumenprints, Punkten, Herzen, Kussmund oder Hunden – hab ich dieses Jahr schon gesehen und sie haben mir ein kleines Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das ist doch toll, wenn man das mit einer Regenjacke bewirken kann.
 

Accessoires – Schals, Tücher, was zum Anstecken

Deine Outdoor-Jacke leistet dir schon seit Jahren gute Dienste und sie ist zu schade, um sie zu entsorgen. Gar kein Problem. Bunte Schals und Tücher mit und ohne Muster lassen das alte Schätzchen neu erstrahlen.

Vielleicht kannst du die Kordel der Kapuze auch ganz leicht durch eine neue und bunte ersetzen. Ein persönliches Statement kannst du übrigens auch mit einer Tasche setzen, die deinen Persönlichen Stil unterstreicht. Gummistiefel haben übrigens den gleichen Effekt.

Kleidung kann praktisch sein und gleichzeitig auch Persönlichkeit zeigen. Freu dich auf den nächsten Regenschauer und zaubere dir ein Lächeln ins Gesicht. Sei der Sonnenschein an Regentagen.

50er Jahre Mode

50er Jahre Mode

50er Jahre Mode

Wenn ich an die 50er Jahre denke, dann denke ich an Petticoats und feminine Kleider. Aber das ist nur die eine Seite. Denn die 50er hatten viel mehr Facetten und durchaus ihre Gegensätze.

Neben den Petticoats war es auch die Zeit der Pencilskirt´s, Caprihosen, Twinsets, der Hüte und Peeptoes und der perfekt aufeinander abgestimmten Accessoires, aber auch der Blue-Jeans und Lederjacken.

Deutschland befand sich in den Wirtschafts-Wunderjahren. Der Krieg war vorbei. Der Wohlstand kehrte zurück und damit auch in die Kleidung. Frauen betonten ihre Weiblichkeit. Eleganz und Finesse auf der einen, Sinnlichkeit und Rebellion auf der anderen Seite. Weitschwingende Röcke zu schmal und dekolletierten Oberteilten oder auch schmal geschnittene Röcke und Kleider betonten die Silhouette und Kurven der Frauen. Es war die Zeit des „Sauberfrau-Images“, wie sich es am Stil von Doris Day zeigte, aber auch die der „Pin-Up-Girls“, wie Bettie Pages. Hier lagen Welten dazwischen und mittendrin war es die Zeit der „Jungen Wilden“ – des Rock´n Roll. Dieser galt als Vorlage für den Rockabilly-Style, aus dem sich eine ganz eigene Szene entwickelt hat.

 
Der Look von Doris Day

Adrett – ein Wort, dass ich beinahe nie verwende, aber das mir in diesem Zusammenhang als sehr passend erscheint. Ihr Look ist immer perfekt gestylt – vom Kopf bis zu den Zehen – vom Hütchen bis zum eleganten Schuh. Farblich darauf abgestimmte Accessoires wie Ohrringe und Handtaschen ergänzen diesen femininen klassischen Stil. Und auch ein wenig das Image der guten Ehefrau und Hausfrau, die ihren Mann nach einem langen Arbeitstag perfekt gestylt das Essen serviert. Kennst du die Werbung aus dieser Zeit? Die 50er waren elegant, aber auch zum großen Teil recht konservativ. Das Korsett kam wieder in Mode, in erster Linie um eine Wespentaille zu zaubern, aber auch die gesellschaftlichen Konventionen machten für einige Frauen ein selbstbestimmtes Leben schwer.

Was macht diesen Stil aus?

  • Petticoats
  • Schmal geschnittene Blusen – aber nicht zu tief dekolletiert
  • Twinsets
  • Schmal geschnittene elegante Kleider
  • Hütchen
  • Handschuhe
  • Kleine Handtaschen passend zu eleganten Schuhen
  • Perlenketten, Blumenohrringe
  • Die Farbenskala geht von Pastell bis kräftig Rot oder Bunt-Geblümt
 

Der Look von Marilyn Monroe

Ein Sexsymbol der 50er – die viel mehr war, als das. Die einfach gekonnt mit ihrer Weiblichkeit und ihrem Image spielte. Ihr Look ist sexy, aber nie billig. Ich würde ihn als verspielt sexy bezeichnen. In den meisten ihre Filme bedient sie das Kliesche des „Blondchens“ , das ihr durchaus zu ihrem Durchbruch und Erfolg verhalf. Aber dieses Image konstant aufrecht erhalten zu müssen, hat wahrscheinlich am Ende auch zu ihrer inneren Zerrissenheit geführt.

Was macht ihren Stil aus?

  • Figurbetonte feminine Kleider
  • Zum Teil tief ausgeschnittenes Dekolleté
  • Pumps und Peeptoes
  • Pailetten
  • Ein Hauch von Luxus – Diamonds, Strass und Pelz
  • Die Farben waren eher pastellig und die Stoffe glänzend

 

Der Look von Brigitte Bardot

Was für eine Frau. Sie verkörpert Sinnlichkeit mit Selbstbewusstsein. Sie lebte nach ihren eigenen Regeln und ließ sich in keine Konventionen pressen. Unangepasst war auch ihr Kleidungsstil. Zwar immer sexy, aber dafür brauchte sie nicht viel zu tun. Selbst in Capri-Hosen und enganliegenden Pullöverchen machte sie eine sinnliche Figur. Und Ringelshirt und Ballerinas wirkten an ihr feminin wie an kaum einer anderen Frau.

Was macht ihren Stil aus?

  • Enganliegende Oberteile
  • Schmal geschnittene Hosen
  • Ringelshirts und Capri-Hosen
  • Farben in Weiß, Schwarz, Rot und Blau

 

Der Look von Dita van Theese

Ich finde sie großartig und bin begeistert, von ihrem wunderbaren Stil und davon wie sie es schafft, das Pin-Up-Image mit solcher Eleganz zu kombinieren. Burlesque verliert durch sie die Anrüchigkeit. Natürlich ist sie eine Kunstfigur, die alles bis zur Perfektion in ihrem Stil vereint – vom  Make-up, der Frisur, ihrer Garderobe bis zu ihrem Stil zu wohnen. So künstlerisch, dass es schon wieder authentisch ist.

Was macht ihren Stil aus?

  • Elegante und schmal geschnittene Kleider und Kostüme
  • Naht-Seidenstrümpfe
  • Pump, Kitten-Shoes
  • Elegante Handtaschen und Accessoires

Rockabilly

Die Musikrichtung „Rockbilly“ entstand bereits in den 50er Jahren und erlebte ihr Revival zu Beginn der 80er. Die Kleidung ist stark angelehnt an die Modestile der 50er Jahre, mit Peticotkleidern, Elvis-Tolle und Bluejeans. Typische Tattoo´s und Stil-Elemente wie Kirschen, Totenkopf und Flammendes Herz sind oftmals Symbole, die in der Rockabilly-Szene zu finden sind.

 

Der 50er-Jahre-Look neu interpretiert

Liebst du den Stil der 50er Jahre, aber der Peticot im Job ist für dich nicht wirklich alltagstauglich? Dann schau doch einfach mal, wieviel 50er du in deinen Stil kombinieren kannst.

Bist du eher die Romantikerin?

Dann könnte ein geblümter Tellerrock zu einer weißen Bluse und Ballerinas ein Sommer-Outfit sein. Ein kurzes Strick-Jäckchen mit einem Kirsch-Anstecker macht die 50er lebendig. Wenn es etwas sportlicher sein soll, dann wähle einfach ein schlichtes weißes Shirt und Sneaker.

Bist du die Elegante?

Ein Knielanges figurbetontes Etui-Kleid in Mintgrün mit darauf farblich abgestimmten Peeptoes und einem kurzen dunklem taillierten Blazer bringen die Eleganz der 50er zurück.

 

Solls noch ein wenig subtiler sein?

Dann probiers doch einfach mal mit einem dunklen Pencil-Skirt, einer schlichten Bluse und dazu ausgefallenen Schuhen im Stil der 50er. Manchmal reicht ein kleines Accessoires schon aus, um aus einem dezenten Outfit deinen ganz persönlichen Look zu zaubern.

 

Bist du die Sportliche?

Das geht mit einer umgeschlagenen Jeans, einem Ringelshirt und Peeptoes. Anstatt der Peeptoes können es auch Sneaker sein. Dann pepp dir doch einfach eine Kirsche ans Shirt und fertig ist dein ganz persönlicher Rock´n Roll-Style.

Flohmärkte und Second-Hand-Läden sind super Fundgruben für besondere Accessoires und neue Lieblingsteile. Lass dich einfach inspirieren.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.

Die goldenen 20er

Die goldenen 20er

Modische Stil-Epochen – Die goldenen 20er

Vor Kurzem las ich ein interessantes Buch über beeindruckende Frauen der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Kaum ein anderes Jahrzehnt hatte soviel Einfluss auf die Mode, die Architektur und die Kunst. Die Frauen dieser Zeit waren echte Pionierinnen. Sie machten worauf sie Lust hatten und eroberten sich, die bis dahin den Männern vorbehaltenen Welten, u.a das Fliegen, Autorennen und die Kunst und ihre Eigenständigkeit. Und sie haben gelebt, geliebt und gefeiert – sie haben das Leben ausgekostet bis zum letzten Tropfen. Sie haben den Krieg überlebt und mussten nun, weil viele der Männer im Krieg geblieben sind, für sich selbst sorgen. Jedoch auch mit einer gewissen Portion Trotz – Jetzt erst recht.

Auch wenn die Voraussetzungen alles andere als ideal waren, haben sie, zumindest die Frauen in der Stadt, alles aus dem Leben herausgeholt. Sie waren auf ihre ganz eigene Weise frei, kreativ, erfindungsreich, lebten ihre Weiblichkeit oder auch, wenn sie Lust hatten, ihren androgynen Anteil. Ganz nach Lust und Laune. Und wie sexy waren Josephine Baker, Marlene Dietrich, Tamara de Lempicka und Clärenore Stinnes?

Du merkst schon, ich bin ein großer Fan dieser Frauen und der Architektur und Mode der Zeit. Die Zeit des Charleston, des Jazz, des Art-Decor, der Avantgarde, der Bubikopf-Frisuren, der wadenfreien Kleider, der Flapper oder der Garconne. Die Mode zeigte sich in Charleston-Kleidern, Glockenhüten, Federboas, Paillettenkleidern und Herrenanzügen – von schlicht bis extravagant war alles möglich.

Ich liebe diesen Stil. Und tatsächlich gehört er auch in meine Stil-Palette. Sogar zu recht großen Teilen. Ich trage gern den Dandy-Look. Mit einer weiten Nadelstreifenhose und einer weißen Hemdbluse. Am liebsten mit Hosenträgern. Aber auch eine Abwandlung der Charleston-Kleider habe ich in meinem Schrank. Eins meiner Lieblings-Sommerkleider und mir fiel tatsächlich erst später auf, warum ich es so gern trage – es hat eine tiefer gesetzte Taille, ist aus einem weichen Spitzenmaterial und entspricht einfach dem Stil der 20er. Ich mag Pailletten, Budapester und Kunstfell-Westen und Krawatten und Schals.

Das ist nicht so ganz verwunderlich. Denn oft ist es so, dass wir den Stil einer Epoche, der uns auf irgendeine Weise begeistert, oft auch in unserem eignen Stil wiederfinden. Ebenso kann es gut sein, dass sich der Stil von Frauen, die wir bewundern oder deren Stil uns begeistert, ebenso in unserem eigenen Stil wiederfinden.

Vielleicht hast du auch schon diese Erfahrung gemacht. Hast du Lust, deinen Stil mit uns zu teilen?

Was bedeutet für mich nachhaltiger Stil?

Was bedeutet für mich nachhaltiger Stil?

Was bedeutet für mich nachhaltiger Stil?

Irgendwie ist ja das Wort „Nachhaltigkeit“ in letzter Zeit groß in Mode gekommen. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ob alles so nachhaltig ist, wie es beworben wird, darauf möchte ich hier gar nicht so sehr eingehen. Stattdessen schaue ich eher, was für mich Nachhaltigkeit bedeutet. Und beim Thema Kleidung habe ich in den letzten Jahren meinen ganz eigenen Weg gefunden. Sowieso bin ich der Meinung, wenn ich möchte, dass sich etwas verändert, dann kann ich nur bei mir beginnen. Egal in welchem Bereich meines Lebens. Interessanterweise trifft man dann auch oft Menschen, die eine ähnliche Idee vom Leben haben und schon entsteht eine etwas größere Bewegung. ABER WAS BEDEUTET DENN NUN „NACHHALTIG KLEIDEN“ FÜR MICH? In erster Linie bedeutet es für mich, meine Kleidung wertzuschätzen. Das mache ich unter anderem, indem ich mir beim Kauf bewusst überlege,

  • ob ich es wirklich brauche
  • womit ich es kombinieren kann
  • ob es zu meinem Stil und zu mir passt
  • und wie lange ich es tragen werde

Wirklich brauchen ist auch wieder so ein Punkt. Eigentlich hat man ja alles. Aber es gibt vielleicht Anlässe, wo ein bestimmtes Outfit gefragt ist und ich ein Kleid durch einen Blazer komplettieren kann. Oder nach einiger Zeit, darf auch mal wieder ein neues Kleid meinen Kleiderschrank und mich erfreuen. Vielleicht hat die Jeans auch ausgedient, wobei ich Jeans wirklich sehr lange trage. Oder vielleicht will ich auch einfach mal ein besonders schönes neues Teil zu kaufen – einfach, weil ich Lust drauf habe und weil es wirklich ganz besonders schön ist.

Wenn ich dieses Gefühl habe, dann gebe ich ihm auch ab und zu mal nach. Manchmal, aber nur manchmal, kann es auch sein, dass ich es dann auch mal konventionell kaufe. Meist dann aber mit der Überlegung, wie lange ich wirklich Spaß daran habe.

LIEBLINGSSTÜCKE, DIE EINZIGARTIG SIND

Noch lieber kaufe ich diese besonderen Stücke jedoch second-hand. Das hat den Vorteil, dass es schon ein paar Jährchen jemand anderes mit Freude getragen hat, dass es nicht neu produziert werden musste und das Beste, dass ich ein Lieblingsstück finde, das wahrscheinlich einzigartig ist.

Von diesen Teilen trenne ich mich auch nicht so schnell. Denn nebenbei ist mit dem Kauf meist auch eine schöne Erinnerung verbunden – an eine Stadt, einen besonders netten Laden, ein nettes Gespräch oder einen besonderen Tag. Egal in welcher Stadt ich bin. Wenn ich Zeit zum Bummeln habe, dann gehe ich gern auf die Suche nach Second-Hand-Läden oder Flohmärkten.

Amsterdam ist hierfür ideal. Vielleicht hast du ja mal Lust, mit mir auf eine kleine Reise zu gehen.

Second-Hand-Läden begleiten mich fast schon mein ganzes Leben und es wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Meine Mutter war und ist begeisterte Second-Hand-Käuferin. Schon als Kind hatte ich viele besondere Outfits, die ich mit Begeisterung trug und die etwas ganz Besonderes waren. Das war im damaligen Osten gar nicht so leicht. Wollte man etwas ausgefallener gestylt sein, dann musste man kreativ werden. Mit 10 hab ich mir mein erstes T-Shirt aus einem alten Bettlaken genäht, mit einem Textilstift ein großes Frauenportrait darauf gezeichnet und mit Strass-Steinen verziert – es waren die 80er. Ganz besonders stolz war ich auf einen Anzug aus Steppdeckenseide – ein sehr cooles Teil. Dabei habe ich mir jedoch Unterstützung bei einer Schneiderin im Ort geholt. Second-Hand und Selbernähen gehörten irgendwie schon immer dazu.

WER PRODUZIERT MEINE KLEIDUNG?

Der Nachhaltigkeitsgedanke kam vor ein paar Jahren dazu. Wahrscheinlich als ich das Buch von Kirsten Brodde gelesen habe. Die zahllosen Modekollektionen pro Jahr – um die 14, gingen mir gegen den Strich. Nicht nur, dass Mode in den Läden ziemlich gleich aussieht, auch die Innenstädte unterscheiden sich kaum noch voneinander, überall die gleichen Ketten.

Und dann natürlich die Frage, wer produziert meine Kleidung und unter welchen Bedingungen und was macht das mit unserer Umwelt. Wahrscheinlich war da der Punkt für mich gekommen, mich mehr mit dem Thema auseinander zu setzen und einen anderen Weg zu gehen.

Ich habe verschiedene Versuche hinter mir. Zum Beispiel den Kauf von Ökologischen Marken. Zu dem Zeitpunkt fand ich es schwierig ökologische Kleidung zu finden, die meinem Stil entsprach. Das meiste musste ich auch bestellen, was aus anderer Sicht nicht gerade ökologisch ist und produziert werden muss die Kleidung ja auch. Unter anderen Bedingungen – das stimmt. Aber wenn ich auch hier wie wild konsumiere, macht das für mich auch keinen Sinn. Wobei ich sagen muss, dass es sehr gute Marken gibt, wie zum Beispiel „Hess-Natur“, „Grüne Erde“ und andere Labels von jungen Designern. Schaut mal auf die „Grüne Liste“ bei Kirsten Brodde.

Ich glaube ein knappes Jahr habe ich es geschafft, auf das Kaufen von neuen Kleidungsstücken zu verzichten. Das ging. Aber ideal fand ich es nicht. Dafür liebe ich es zu sehr, mal ein besonders schönes und ausgefallenes Stück zu finden. Deshalb war für mich irgendwann der ideale Weg meine Outfits aus Second-Hand und langlebigen Kleidungsstücken zu kombinieren. Und natürlich auch mit Upcycling-Mode.

Hier entstehen aus „alten“ und „getragenen“ Kleidungsstücken wieder ganz neue Stücke. Wenn du selbst nähen kannst, ist das ein Glücksfall. Dann kannst du nach Lust und Laune und natürlich auch Zeit, deiner Kreativität freien Lauf lassen. Mir fehlt es ein bisschen an der Zeit. Dafür habe ich eine gute Freundin, Katrin Stallmann, die das Label „tragbar“ gegründet hat. Sie fertigt bevorzugt aus gereinigter Herrenkleidung ganz neue Kollektionen an Blusen, Röcken und auch Hosen. In meinem Blog-Artikel „Das Leben wird schöner und schöner“ findest du mehr Infos zu ihr und ihrem Label.

ZWEI ENTSCHEIDENDE PUNKTE

Eigentlich kann ich es auf zwei Punkte zusammenfassen

  • bewusst kaufen
  • lange wertschätzen

Eigentlich ganz einfach. Aber ich weiß auch, wie verlockend doch manchmal die neuen Trends sein können. Da hilft nur, kurz nachdenken, ob ich es wirklich brauche.

ABER WIE SIEHT ES MIT TASCHEN UND SCHUHEN AUS?

Bei Taschen muss ich sagen, die trage ich, bis es gar nicht mehr geht. Meist habe ich sowieso nur eine Lieblingstasche. Sie ist beinahe ein kleiner Überlebenskoffer – und das Gewicht hat sie auch. Deshalb ist es auch viel zu umständlich, jedes Mal meine Tasche umräumen zu müssen, wenn ich eine andere Tasche tragen möchte. Viel zu aufwändig. Und ganz sicher vergesse ich etwas Wichtiges in der anderen. Und sei es nur der Stadtplan von Berlin. Monatelang nicht gebraucht, aber genau an diesem Wochenende, wo ich der Taschenwechsel war, geht’s auf die Reise. Also ist meine Tasche groß, praktisch und robust. Ist ja viel unterwegs.

Schuhe – hm – kauf ich mittlerweile auch nur, wenn ich sie brauche oder es sind Zufallskäufe. Da aber auch wieder mit dem Gedanken, ob ich sie kombinieren kann. Früher habe ich häufiger Schuhe gekauft, gern auch mal Schnäppchen. Aber das hat sich verändert. In Zukunft möchte ich nun auch mal Vegane Modelle probieren. Wenn du wissen möchtest warum, dann lies gern mal den Artikel von der Kuh Hermine.

NACHHALTIGKEIT MACHT SPASS

Nachhaltigkeit kann Spaß machen. Vor allem, weil hierdurch der Stil zu deinem ganz persönlichen werden kann. Was hast du für Lieblingsteile im Schrank? Wo und wann hast du sie gefunden? Welche Erinnerungen hast du an den Kauf? Ich bin gespannt auf deine Geschichten.

Und nicht vergessen. Ein Tag in Amsterdam wartet auf dich. Sei dabei.