50er Jahre Mode

50er Jahre Mode

50er Jahre Mode

Wenn ich an die 50er Jahre denke, dann denke ich an Petticoats und feminine Kleider. Aber das ist nur die eine Seite. Denn die 50er hatten viel mehr Facetten und durchaus ihre Gegensätze.

Neben den Petticoats war es auch die Zeit der Pencilskirt´s, Caprihosen, Twinsets, der Hüte und Peeptoes und der perfekt aufeinander abgestimmten Accessoires, aber auch der Blue-Jeans und Lederjacken.

Deutschland befand sich in den Wirtschafts-Wunderjahren. Der Krieg war vorbei. Der Wohlstand kehrte zurück und damit auch in die Kleidung. Frauen betonten ihre Weiblichkeit. Eleganz und Finesse auf der einen, Sinnlichkeit und Rebellion auf der anderen Seite. Weitschwingende Röcke zu schmal und dekolletierten Oberteilten oder auch schmal geschnittene Röcke und Kleider betonten die Silhouette und Kurven der Frauen. Es war die Zeit des „Sauberfrau-Images“, wie sich es am Stil von Doris Day zeigte, aber auch die der „Pin-Up-Girls“, wie Bettie Pages. Hier lagen Welten dazwischen und mittendrin war es die Zeit der „Jungen Wilden“ – des Rock´n Roll. Dieser galt als Vorlage für den Rockabilly-Style, aus dem sich eine ganz eigene Szene entwickelt hat.

 
Der Look von Doris Day

Adrett – ein Wort, dass ich beinahe nie verwende, aber das mir in diesem Zusammenhang als sehr passend erscheint. Ihr Look ist immer perfekt gestylt – vom Kopf bis zu den Zehen – vom Hütchen bis zum eleganten Schuh. Farblich darauf abgestimmte Accessoires wie Ohrringe und Handtaschen ergänzen diesen femininen klassischen Stil. Und auch ein wenig das Image der guten Ehefrau und Hausfrau, die ihren Mann nach einem langen Arbeitstag perfekt gestylt das Essen serviert. Kennst du die Werbung aus dieser Zeit? Die 50er waren elegant, aber auch zum großen Teil recht konservativ. Das Korsett kam wieder in Mode, in erster Linie um eine Wespentaille zu zaubern, aber auch die gesellschaftlichen Konventionen machten für einige Frauen ein selbstbestimmtes Leben schwer.

Was macht diesen Stil aus?

  • Petticoats
  • Schmal geschnittene Blusen – aber nicht zu tief dekolletiert
  • Twinsets
  • Schmal geschnittene elegante Kleider
  • Hütchen
  • Handschuhe
  • Kleine Handtaschen passend zu eleganten Schuhen
  • Perlenketten, Blumenohrringe
  • Die Farbenskala geht von Pastell bis kräftig Rot oder Bunt-Geblümt
 

Der Look von Marilyn Monroe

Ein Sexsymbol der 50er – die viel mehr war, als das. Die einfach gekonnt mit ihrer Weiblichkeit und ihrem Image spielte. Ihr Look ist sexy, aber nie billig. Ich würde ihn als verspielt sexy bezeichnen. In den meisten ihre Filme bedient sie das Kliesche des „Blondchens“ , das ihr durchaus zu ihrem Durchbruch und Erfolg verhalf. Aber dieses Image konstant aufrecht erhalten zu müssen, hat wahrscheinlich am Ende auch zu ihrer inneren Zerrissenheit geführt.

Was macht ihren Stil aus?

  • Figurbetonte feminine Kleider
  • Zum Teil tief ausgeschnittenes Dekolleté
  • Pumps und Peeptoes
  • Pailetten
  • Ein Hauch von Luxus – Diamonds, Strass und Pelz
  • Die Farben waren eher pastellig und die Stoffe glänzend

 

Der Look von Brigitte Bardot

Was für eine Frau. Sie verkörpert Sinnlichkeit mit Selbstbewusstsein. Sie lebte nach ihren eigenen Regeln und ließ sich in keine Konventionen pressen. Unangepasst war auch ihr Kleidungsstil. Zwar immer sexy, aber dafür brauchte sie nicht viel zu tun. Selbst in Capri-Hosen und enganliegenden Pullöverchen machte sie eine sinnliche Figur. Und Ringelshirt und Ballerinas wirkten an ihr feminin wie an kaum einer anderen Frau.

Was macht ihren Stil aus?

  • Enganliegende Oberteile
  • Schmal geschnittene Hosen
  • Ringelshirts und Capri-Hosen
  • Farben in Weiß, Schwarz, Rot und Blau

 

Der Look von Dita van Theese

Ich finde sie großartig und bin begeistert, von ihrem wunderbaren Stil und davon wie sie es schafft, das Pin-Up-Image mit solcher Eleganz zu kombinieren. Burlesque verliert durch sie die Anrüchigkeit. Natürlich ist sie eine Kunstfigur, die alles bis zur Perfektion in ihrem Stil vereint – vom  Make-up, der Frisur, ihrer Garderobe bis zu ihrem Stil zu wohnen. So künstlerisch, dass es schon wieder authentisch ist.

Was macht ihren Stil aus?

  • Elegante und schmal geschnittene Kleider und Kostüme
  • Naht-Seidenstrümpfe
  • Pump, Kitten-Shoes
  • Elegante Handtaschen und Accessoires

Rockabilly

Die Musikrichtung „Rockbilly“ entstand bereits in den 50er Jahren und erlebte ihr Revival zu Beginn der 80er. Die Kleidung ist stark angelehnt an die Modestile der 50er Jahre, mit Peticotkleidern, Elvis-Tolle und Bluejeans. Typische Tattoo´s und Stil-Elemente wie Kirschen, Totenkopf und Flammendes Herz sind oftmals Symbole, die in der Rockabilly-Szene zu finden sind.

 

Der 50er-Jahre-Look neu interpretiert

Liebst du den Stil der 50er Jahre, aber der Peticot im Job ist für dich nicht wirklich alltagstauglich? Dann schau doch einfach mal, wieviel 50er du in deinen Stil kombinieren kannst.

Bist du eher die Romantikerin?

Dann könnte ein geblümter Tellerrock zu einer weißen Bluse und Ballerinas ein Sommer-Outfit sein. Ein kurzes Strick-Jäckchen mit einem Kirsch-Anstecker macht die 50er lebendig. Wenn es etwas sportlicher sein soll, dann wähle einfach ein schlichtes weißes Shirt und Sneaker.

Bist du die Elegante?

Ein Knielanges figurbetontes Etui-Kleid in Mintgrün mit darauf farblich abgestimmten Peeptoes und einem kurzen dunklem taillierten Blazer bringen die Eleganz der 50er zurück.

 

Solls noch ein wenig subtiler sein?

Dann probiers doch einfach mal mit einem dunklen Pencil-Skirt, einer schlichten Bluse und dazu ausgefallenen Schuhen im Stil der 50er. Manchmal reicht ein kleines Accessoires schon aus, um aus einem dezenten Outfit deinen ganz persönlichen Look zu zaubern.

 

Bist du die Sportliche?

Das geht mit einer umgeschlagenen Jeans, einem Ringelshirt und Peeptoes. Anstatt der Peeptoes können es auch Sneaker sein. Dann pepp dir doch einfach eine Kirsche ans Shirt und fertig ist dein ganz persönlicher Rock´n Roll-Style.

Flohmärkte und Second-Hand-Läden sind super Fundgruben für besondere Accessoires und neue Lieblingsteile. Lass dich einfach inspirieren.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.

Die goldenen 20er

Die goldenen 20er

Modische Stil-Epochen – Die goldenen 20er

Vor Kurzem las ich ein interessantes Buch über beeindruckende Frauen der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Kaum ein anderes Jahrzehnt hatte soviel Einfluss auf die Mode, die Architektur und die Kunst. Die Frauen dieser Zeit waren echte Pionierinnen. Sie machten worauf sie Lust hatten und eroberten sich, die bis dahin den Männern vorbehaltenen Welten, u.a das Fliegen, Autorennen und die Kunst und ihre Eigenständigkeit. Und sie haben gelebt, geliebt und gefeiert – sie haben das Leben ausgekostet bis zum letzten Tropfen. Sie haben den Krieg überlebt und mussten nun, weil viele der Männer im Krieg geblieben sind, für sich selbst sorgen. Jedoch auch mit einer gewissen Portion Trotz – Jetzt erst recht.

Auch wenn die Voraussetzungen alles andere als ideal waren, haben sie, zumindest die Frauen in der Stadt, alles aus dem Leben herausgeholt. Sie waren auf ihre ganz eigene Weise frei, kreativ, erfindungsreich, lebten ihre Weiblichkeit oder auch, wenn sie Lust hatten, ihren androgynen Anteil. Ganz nach Lust und Laune. Und wie sexy waren Josephine Baker, Marlene Dietrich, Tamara de Lempicka und Clärenore Stinnes?

Du merkst schon, ich bin ein großer Fan dieser Frauen und der Architektur und Mode der Zeit. Die Zeit des Charleston, des Jazz, des Art-Decor, der Avantgarde, der Bubikopf-Frisuren, der wadenfreien Kleider, der Flapper oder der Garconne. Die Mode zeigte sich in Charleston-Kleidern, Glockenhüten, Federboas, Paillettenkleidern und Herrenanzügen – von schlicht bis extravagant war alles möglich.

Ich liebe diesen Stil. Und tatsächlich gehört er auch in meine Stil-Palette. Sogar zu recht großen Teilen. Ich trage gern den Dandy-Look. Mit einer weiten Nadelstreifenhose und einer weißen Hemdbluse. Am liebsten mit Hosenträgern. Aber auch eine Abwandlung der Charleston-Kleider habe ich in meinem Schrank. Eins meiner Lieblings-Sommerkleider und mir fiel tatsächlich erst später auf, warum ich es so gern trage – es hat eine tiefer gesetzte Taille, ist aus einem weichen Spitzenmaterial und entspricht einfach dem Stil der 20er. Ich mag Pailletten, Budapester und Kunstfell-Westen und Krawatten und Schals.

Das ist nicht so ganz verwunderlich. Denn oft ist es so, dass wir den Stil einer Epoche, der uns auf irgendeine Weise begeistert, oft auch in unserem eignen Stil wiederfinden. Ebenso kann es gut sein, dass sich der Stil von Frauen, die wir bewundern oder deren Stil uns begeistert, ebenso in unserem eigenen Stil wiederfinden.

Vielleicht hast du auch schon diese Erfahrung gemacht. Hast du Lust, deinen Stil mit uns zu teilen?

Was bedeutet für mich nachhaltiger Stil?

Was bedeutet für mich nachhaltiger Stil?

Was bedeutet für mich nachhaltiger Stil?

Irgendwie ist ja das Wort „Nachhaltigkeit“ in letzter Zeit groß in Mode gekommen. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ob alles so nachhaltig ist, wie es beworben wird, darauf möchte ich hier gar nicht so sehr eingehen. Stattdessen schaue ich eher, was für mich Nachhaltigkeit bedeutet. Und beim Thema Kleidung habe ich in den letzten Jahren meinen ganz eigenen Weg gefunden. Sowieso bin ich der Meinung, wenn ich möchte, dass sich etwas verändert, dann kann ich nur bei mir beginnen. Egal in welchem Bereich meines Lebens. Interessanterweise trifft man dann auch oft Menschen, die eine ähnliche Idee vom Leben haben und schon entsteht eine etwas größere Bewegung. ABER WAS BEDEUTET DENN NUN „NACHHALTIG KLEIDEN“ FÜR MICH? In erster Linie bedeutet es für mich, meine Kleidung wertzuschätzen. Das mache ich unter anderem, indem ich mir beim Kauf bewusst überlege,

  • ob ich es wirklich brauche
  • womit ich es kombinieren kann
  • ob es zu meinem Stil und zu mir passt
  • und wie lange ich es tragen werde

Wirklich brauchen ist auch wieder so ein Punkt. Eigentlich hat man ja alles. Aber es gibt vielleicht Anlässe, wo ein bestimmtes Outfit gefragt ist und ich ein Kleid durch einen Blazer komplettieren kann. Oder nach einiger Zeit, darf auch mal wieder ein neues Kleid meinen Kleiderschrank und mich erfreuen. Vielleicht hat die Jeans auch ausgedient, wobei ich Jeans wirklich sehr lange trage. Oder vielleicht will ich auch einfach mal ein besonders schönes neues Teil zu kaufen – einfach, weil ich Lust drauf habe und weil es wirklich ganz besonders schön ist.

Wenn ich dieses Gefühl habe, dann gebe ich ihm auch ab und zu mal nach. Manchmal, aber nur manchmal, kann es auch sein, dass ich es dann auch mal konventionell kaufe. Meist dann aber mit der Überlegung, wie lange ich wirklich Spaß daran habe.

LIEBLINGSSTÜCKE, DIE EINZIGARTIG SIND

Noch lieber kaufe ich diese besonderen Stücke jedoch second-hand. Das hat den Vorteil, dass es schon ein paar Jährchen jemand anderes mit Freude getragen hat, dass es nicht neu produziert werden musste und das Beste, dass ich ein Lieblingsstück finde, das wahrscheinlich einzigartig ist.

Von diesen Teilen trenne ich mich auch nicht so schnell. Denn nebenbei ist mit dem Kauf meist auch eine schöne Erinnerung verbunden – an eine Stadt, einen besonders netten Laden, ein nettes Gespräch oder einen besonderen Tag. Egal in welcher Stadt ich bin. Wenn ich Zeit zum Bummeln habe, dann gehe ich gern auf die Suche nach Second-Hand-Läden oder Flohmärkten.

Amsterdam ist hierfür ideal. Vielleicht hast du ja mal Lust, mit mir auf eine kleine Reise zu gehen.

Second-Hand-Läden begleiten mich fast schon mein ganzes Leben und es wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Meine Mutter war und ist begeisterte Second-Hand-Käuferin. Schon als Kind hatte ich viele besondere Outfits, die ich mit Begeisterung trug und die etwas ganz Besonderes waren. Das war im damaligen Osten gar nicht so leicht. Wollte man etwas ausgefallener gestylt sein, dann musste man kreativ werden. Mit 10 hab ich mir mein erstes T-Shirt aus einem alten Bettlaken genäht, mit einem Textilstift ein großes Frauenportrait darauf gezeichnet und mit Strass-Steinen verziert – es waren die 80er. Ganz besonders stolz war ich auf einen Anzug aus Steppdeckenseide – ein sehr cooles Teil. Dabei habe ich mir jedoch Unterstützung bei einer Schneiderin im Ort geholt. Second-Hand und Selbernähen gehörten irgendwie schon immer dazu.

WER PRODUZIERT MEINE KLEIDUNG?

Der Nachhaltigkeitsgedanke kam vor ein paar Jahren dazu. Wahrscheinlich als ich das Buch von Kirsten Brodde gelesen habe. Die zahllosen Modekollektionen pro Jahr – um die 14, gingen mir gegen den Strich. Nicht nur, dass Mode in den Läden ziemlich gleich aussieht, auch die Innenstädte unterscheiden sich kaum noch voneinander, überall die gleichen Ketten.

Und dann natürlich die Frage, wer produziert meine Kleidung und unter welchen Bedingungen und was macht das mit unserer Umwelt. Wahrscheinlich war da der Punkt für mich gekommen, mich mehr mit dem Thema auseinander zu setzen und einen anderen Weg zu gehen.

Ich habe verschiedene Versuche hinter mir. Zum Beispiel den Kauf von Ökologischen Marken. Zu dem Zeitpunkt fand ich es schwierig ökologische Kleidung zu finden, die meinem Stil entsprach. Das meiste musste ich auch bestellen, was aus anderer Sicht nicht gerade ökologisch ist und produziert werden muss die Kleidung ja auch. Unter anderen Bedingungen – das stimmt. Aber wenn ich auch hier wie wild konsumiere, macht das für mich auch keinen Sinn. Wobei ich sagen muss, dass es sehr gute Marken gibt, wie zum Beispiel „Hess-Natur“, „Grüne Erde“ und andere Labels von jungen Designern. Schaut mal auf die „Grüne Liste“ bei Kirsten Brodde.

Ich glaube ein knappes Jahr habe ich es geschafft, auf das Kaufen von neuen Kleidungsstücken zu verzichten. Das ging. Aber ideal fand ich es nicht. Dafür liebe ich es zu sehr, mal ein besonders schönes und ausgefallenes Stück zu finden. Deshalb war für mich irgendwann der ideale Weg meine Outfits aus Second-Hand und langlebigen Kleidungsstücken zu kombinieren. Und natürlich auch mit Upcycling-Mode.

Hier entstehen aus „alten“ und „getragenen“ Kleidungsstücken wieder ganz neue Stücke. Wenn du selbst nähen kannst, ist das ein Glücksfall. Dann kannst du nach Lust und Laune und natürlich auch Zeit, deiner Kreativität freien Lauf lassen. Mir fehlt es ein bisschen an der Zeit. Dafür habe ich eine gute Freundin, Katrin Stallmann, die das Label „tragbar“ gegründet hat. Sie fertigt bevorzugt aus gereinigter Herrenkleidung ganz neue Kollektionen an Blusen, Röcken und auch Hosen. In meinem Blog-Artikel „Das Leben wird schöner und schöner“ findest du mehr Infos zu ihr und ihrem Label.

ZWEI ENTSCHEIDENDE PUNKTE

Eigentlich kann ich es auf zwei Punkte zusammenfassen

  • bewusst kaufen
  • lange wertschätzen

Eigentlich ganz einfach. Aber ich weiß auch, wie verlockend doch manchmal die neuen Trends sein können. Da hilft nur, kurz nachdenken, ob ich es wirklich brauche.

ABER WIE SIEHT ES MIT TASCHEN UND SCHUHEN AUS?

Bei Taschen muss ich sagen, die trage ich, bis es gar nicht mehr geht. Meist habe ich sowieso nur eine Lieblingstasche. Sie ist beinahe ein kleiner Überlebenskoffer – und das Gewicht hat sie auch. Deshalb ist es auch viel zu umständlich, jedes Mal meine Tasche umräumen zu müssen, wenn ich eine andere Tasche tragen möchte. Viel zu aufwändig. Und ganz sicher vergesse ich etwas Wichtiges in der anderen. Und sei es nur der Stadtplan von Berlin. Monatelang nicht gebraucht, aber genau an diesem Wochenende, wo ich der Taschenwechsel war, geht’s auf die Reise. Also ist meine Tasche groß, praktisch und robust. Ist ja viel unterwegs.

Schuhe – hm – kauf ich mittlerweile auch nur, wenn ich sie brauche oder es sind Zufallskäufe. Da aber auch wieder mit dem Gedanken, ob ich sie kombinieren kann. Früher habe ich häufiger Schuhe gekauft, gern auch mal Schnäppchen. Aber das hat sich verändert. In Zukunft möchte ich nun auch mal Vegane Modelle probieren. Wenn du wissen möchtest warum, dann lies gern mal den Artikel von der Kuh Hermine.

NACHHALTIGKEIT MACHT SPASS

Nachhaltigkeit kann Spaß machen. Vor allem, weil hierdurch der Stil zu deinem ganz persönlichen werden kann. Was hast du für Lieblingsteile im Schrank? Wo und wann hast du sie gefunden? Welche Erinnerungen hast du an den Kauf? Ich bin gespannt auf deine Geschichten.

Und nicht vergessen. Ein Tag in Amsterdam wartet auf dich. Sei dabei.

Warum ich tue, was ich tue

Warum ich tue, was ich tue

Warum ich tue was ich tue

Warum ich tue was ich tue? Die kurze Antwort ist

Weil ich es liebe.

Bei der Frage, was ich tue, wird die Antwort schon etwas länger.

Ich bin Stylistin, Visagistin und Naturkosmetikerin.

Was alle diese Berufe vereint? Das ist die Arbeit mit Menschen und der Wunsch, dass sich Menschen wohl fühlen.

Ganz deutlich habe ich es wieder am vergangenen Wochenende gespürt. Bei dem Seminar „Wünsch dir was“. Das ist kein Seminar im eigentlichen Sinne und hat auch nicht direkt etwas mit Styling zu tun. Vielmehr geht es darum, sich wieder Zeit für sich zu nehmen, zu entspannen und tief in sich hineinzuhören, welche Wünsche und Visionen in einem schlummern. Und darum, einfach mal die Zeit zu genießen, nichts tun zu müssen und sich einfach mal verwöhnen zu lassen.

Das schönste Kompliment, das mir die Frauen machen konnten war „Das ist wie zu Besuch bei Freunden“.

Ums Wohlfühlen geht es auch bei meinen Stylingberatungen und gar nicht so sehr um Mode und Trends. Du als Person bist mir wichtig. Was dich bewegt, was dich ausmacht, was dich zu der Frau macht, die du bist. Denn oftmals steckt hinter dem Wunsch nach einer Stylingberatung auch noch etwas anderes. Neugierde zum Beispiel und zwar auf sich. Wer bin ich tief im meinem Inneren und lebe ich aus, was in mit steckt? Nicht nur in Bezug auf Kleidung, auch bei meinen Talenten. Und macht mich glücklich was ich tue – lebe ich meine Berufung? Vielleicht ist es auch der Wunsch etwas Neues auszuprobieren, etwas für sich zu verändern oder auch nur, wieder bei sich selbst anzukommen. Vielleicht beginnt ein neuer Lebensabschnitt oder es steht ein Job-Wechsel an, eine Neuausrichtung – privat oder beruflich, vielleicht hat sich deine Figur verändert oder du findest es an der Zeit, dass es auch mal wieder nur um dich gehen darf. Und das herauszufinden ist ein spannendes Erlebnis. Ich liebe die Geschichten hinter den Menschen. Welche Wege sind sie gegangen und welche Wünsche haben sie, die sich noch erfüllen dürfen. Ich höre dir zu, mache mir ein Bild von dir und inspiriere dich vielleicht mit neuen Ideen.

Bei der Kleidung geht es mir nicht darum, den neuesten Trends zu folgen. Wir sind alle Individuen und deshalb auch so unterschiedlich und das macht es doch auch so spannend. Wie langweilig ist ein Stadtbild, in dem wir alle gleich aussehen. Denn mit deiner Kleidung sagst du auch viel über dich persönlich aus. Du kannst Charaktereigenschaften, Gefühle und Stimmungen ausdrücken. Du kannst mit Stilfacetten spielen und dich auch für bestimmte Situationen kleiden. Du kannst Stärke zeigen, deine feminine Seite oder auch etwas Verspieltes, einfach so, wie du dich fühlst und das du zeigen möchtest.

Einfach zeigen wer du bist.

Klappt übrigens mit Second-Hand-Kleidung besonders gut, weil du hier ganz besondere Einzelteile findest und diese ist dabei auch noch nachhaltig. Was Nachhaltigkeit, Tierschutz und Wertschätzung für mich bedeuten, erfährst du in einem der nächsten Blog-Artikel.

Vielleicht sagst du: „Ich fühl mich wohl so wie ich bin.“ Prima. Das ist es doch worum es geht. Nur manchmal merkt man doch, dass die Kleidung die man trägt praktisch, sportlich und ein Stück weit angepasst ist. Und auch das ist mir selbst schon passiert. Und dann denke ich: „Mann, das bin ich doch gar nicht.“Ich hab mich früher doch viel mutiger angezogen.“ Und wenn du das denkst, dann ist das ein guter Moment, mal wieder zu schauen, wer man eigentlich ist. Das kannst du alleine herausfinden oder du lässt dich beraten und bist gespannt, was andere an dir entdecken. Schau gern mal auf meiner Seite vorbei. Persönliche Stilberatung

Vielleicht hast du auch die Reportage „Embrace“ gesehen. Wieviele Frauen waren dabei, die bei der Frage, ob sie sich schön finden, sofort ihre scheinbaren Mängel aufzählten. Gehörst du zu den Frauen, die ein Foto von sich sehen und sagen „Oh wie schön“ oder kommt eher „Ja, ist ok“ Und das ist dann schon das Höchste an Begeisterung.

Wäre es nicht schön, sich selbst schön zu finden und das auch sagen zu können.

Es ist einfach nur die innere Einstellung zu dir. Leicht gesagt, oder. Wenn du dir die Reportage ansehen solltest, dann wirst du eine Frau kennenlernen, die bei einem Sportereignis von einem Buschfeuer eingeschlossen wurde. Ihr Gesicht und große Teile ihres Körpers sind verbrannt. Und diese Wunden sind auch sichtbar. Und trotzdem ist sie ist so unglaublich stark und eine Kämpferin. Und sie hat mich sehr beeindruckt. Unter anderem auch mit ihrer Persönlichkeit, die zeigt, dass sie innerlich stark ist und zu sich steht. Diese Stärke ist spürbar und die Brandnarben beinahe nicht mehr wahrnehmbar. Und genauso habe ich es erlebt. Ich habe ihre Schönheit gesehen. Ich konnte durch die Narben hindurch sehen.

So eine Kraft hat Persönlichkeit.

Kennst du Fotos von dir, auf denen du dich absolut wohl fühlst, weil du in einem unbeobachteten Moment fotografiert wurdest? Und kennst du Fotos, wo du für das Foto posieren musstest? Auf welchem erkennst du dich am ehesten wieder? Auch hier gibt es die Möglichkeit, jemanden so auf das Fotografieren vorzubereiten, dass sich derjenige auf dem Foto wirklich wohl fühlt. Und das ist es, was ich als Visagistin tue.

Das Make up spielt nur die zweite Geige. Mir geht es in erster Linie darum, dass sich der Mensch wohl fühlt. Einfach entspannt vor der Kamera steht und weiß, da ist jemand, der möchte, dass ich mich gut fühle. Und dann gibt es diesen Moment, indem man erkennt – jetzt ist die Person da – eine Energie, die man erkennen kann. Und dann gibt es Fotos, die man sich mit Freude anschaut – und da sind wir tatsächlich alle gleich, egal welchen Beruf, Ausbildung oder „Status“ wir haben – da sind wir alle Mensch.

Bei einem Firmen-Portrait-Shooting vor zwei Wochen hat eine junge Frau beim Blick auf ihr Foto begeistert gesagt „ Ich bin schon ´ne Hübsche“. Das fand ich so gut, weil es einfach viel zu selten gesagt wird. (PS: Wenn Sie es lesen, nochmal Kompliment und das finde ich auch.)

Möchtest du mehr über den Menschen Ewa erfahren? Dann lies gern den nächsten Teil meiner Blog-Serie. Ich freue mich von dir zu lesen.

In welchen Momenten fühlst du dich wohl und ganz bei dir?

Welche Träume möchtest du dir erfüllen?

Orange ist Lebensfreude

Orange ist Lebensfreude

Orange ist Lebensfreude

Gestern saß ein wunderschöner rot leuchtender Gimpel in unserem Baum und der erste Zitronenfalter flatterte durch unseren Garten, begleitet von einer dicken Hummel. Kleine Dinge, die mich glücklich machen und endlich Farbe in die Natur bringen.

Sehnst du dich auch so nach Farbe? Wie wäre es denn mit der Farbe Orange? Ich höre schon den kleinen Aufschrei „Aaarg – Orange – steht mir gar nicht“. Irrtümlicherweise verbindet man diese Farbe oft mit den warmen Farbtypen. Aber das ist nicht so. Jede Farbe hat unterschiedliche Farbabstufungen. Je mehr Gelbanteile enthalten sind, umso wärmer wird sie. Je mehr Blauanteile sie enthält, umso kühler kann sie leuchten. Denke einmal ein ein Ocker-Orange oder an ein Neon-Orange. Und dazwischen gibt es noch etliche andere Farbabstufungen.

Ob dir der eine oder andere Orange-Ton steht hängt stark von deinen Eigenfarben ab. Weißt du, welchem Farbtyp du entsprichst? Finden sich in deiner Kleidung eher Töne, die warm unterlegt sind, wie z.B. Ziegelrot, Olivegrün, Senfgelb oder Curry? Dann gehörst du zu den warmgrundigen Farbtypen und kannst ein warmes und gedecktes Orange tragen.

Sind deine Farben eher kühl unterlegt und trägst vor allem leuchtende Blautöne, intensives Grün, kräftiges Gelb. Dann gehörst du vermutlich zu den kühlen Farbtypen und kannst ein leuchtendes Orange durchaus in deiner Kleidung tragen. Je intensiver die Farben leuchten, umso klarer kann auch der Orangeton sein. Je matter und gedeckter deine Kleidung ist, desto gedeckter darf auch der Orangeton sein.

Möchtest du mehr über deinen Farbtyp erfahren, dann lies hierzu gern mehr auf meiner Seite oder vereinbare gern einen Termin für eine Farbanalyse.

Ist dir ein komplettes Kleidungsstück in Orange zu „laut“, und du hast trotzdem Lust auf Orange, dann versuche es doch mal mit einem kleinen Accessoires – eine Tasche, ein Schmuckstück oder ein Muster in dieser sonnigen Farbe.

Die Wirkung der Farbe ORANGE

Orange steht für Lebensfreude und wirkt kraftspendend. Sie hat einen positiven Einfluss auf die Stimmung. Sie symbolisiert Wärme und Gemütlichkeit. Sie hat sogar einen positiven Einfluss auf unser Immunsystem. Sie macht fröhlich und glücklich.

Stelle dir einmal ein großes Feld mit leuchtenden orangefarbenen Tulpen vor. Die National-Blume der Niederlande, meiner Herzensheimat, auch wenn die Tulpe ursprünglich aus dem Orient kam. Oranje ist aber auch die Nationalfarbe der Niederlande – am 27. April ist Koningsdag und das ganze Land ist in diese fröhliche Farbe gehüllt. Denkst du auch direkt an Leichtigkeit und Freude?

Wie wäre es mal wieder mit einer Reise in die Niederlande?

Auch Im Buddhismus ist Orange eine Farbe mit großer Bedeutung. Dort ist sie die Farbe der Mönche und die höchste Stufe der Erleuchtung.

Orange steht auch für Frische und Reife, was wir mit vielen Obst- und Gemüsesorten verbinden.

Hast du Lust auf einen Möhrensalat?

Dann findest du hier ein schnelles Rezept.

Möhren enthalten vor allem Provitamin A, das die Sehkraft stärken kann – und Pektin, Mangan, Magnesium, Kalium und Folsäure. Pektine quellen im Verdauungstrakt auf und schützen die Magen- und Darmschleimhaut. Beta-Carotin (wird vom Körper in Vitamin A umgewandelt) sorgt für die Gesundheit von Augen, Haut und Haar.

Das brauchst du:

  • 6 Karotten
  • 0,5 Zitrone oder auch Orange
  • 4 EL Distelöl

Und los gehts:

  • Die Karotten (Bio-Karotten) waschen
  • Die Karotten raspeln
  • Mit Öl und Zitronensaft vermischen

Und dann – Guten Appetit.

Je nach Qualität kannst du sogar auf das Schälen verzichten. In der Schale sitzen vor allem die sekundären Pflanzenstoffe.
Betacarotin und Vitamin A sind fettlöslich. Das Öl hilft dem Körper dabei, das Betacarotin bzw. Vitamin A besser aufzunehmen.

Für die Innere Schönheit

Auch für unsere Schönheit ist die Karotte ein kleines Wunderwerk. So unterstützt Vitamin A den Aufbau der Hautstruktur. Und es schützt als Antioxidans vor freien Radikalen. Und wirkt somit der Hautalterung entgegen.

Selbst als leichter „Sonnenschutz“ können Carotinoide wirken, Was aber nicht bedeutet, dass du deine Haut bei längerem Aufenthalt in der Sonne, nicht doch noch mit einer Sonnencreme schützen solltest.

Ich wünsche dir sonnige Zeiten.

Blumenprints – Nur für Romantikerinnen?

Blumenprints – Nur für Romantikerinnen?

Blumenprints – Nur für Romantikerinnen?

Auf keinen Fall. Denn während draußen der Frühling noch auf sich warten lässt, blüht und grünt es auf Blusen, Kleidern und Hosen schon kräftig – selbst Schuhe verzaubern uns in diesem Frühjahr mit ihrer Blütenpracht.

Blumenprints stehen in diesem Frühjahr hoch im Kurs. Rosen über Rosen, Stiefmütterchen oder Asiatische Blüten – eben einfach Flower-Power – aber nicht nur im Sinne der 70er Jahre.

Romantik ist das große Thema. Vor allem rosenübersäte Kleider greifen dieses Stil-Thema auf. Aber auch Kimonos mit Asiatischen Blüten können dein Outfit komplettieren, wenn der Asiatische Stil ein Teil von dir ist.

Das schöne an diesem Trend – er macht einfach Gute Laune. Nach diesem langen und dunklen Winter sehnen wir uns nach Farbe und Licht. Da zaubert uns nicht nur ein bunter Blumenstrauß ein Lächeln ins Gesicht, es schafft auch eine kleine Blüte am Revers.

Blumenprints stehen dir, wenn du

  • Ein romantisches Thema hast – dir schwingende Kleider und verspielte Blusen stehen
  • Die Stil-Facetten Bohemé oder Ibiza-Style zu dir gehören
  • Ein Teil deines Stil-Themas Lateinamerika ist – dann können geradlinige Blumenmotive in Kontrastfarben deine Kleidung veredeln
  • Asiatische und Klare Muster in deinem Schrank findest – dann funktionieren Hibiskus und Kirschblüten als Print oder auch als Accessoires
  • Jeans mit Blumen-Blusen auffrischen möchtest
  • Bei zurückhaltenden Outfits mit Blumen-Accessoires fröhliche Akzente setzen möchtest
  • Ein eher natürliches Thema hast – dann können ruhige und „leise“ Blüten oder Baumwollspitzen mit Blumen deinen Look unterstreichen

Die Geschichte der Blumen

Im 3. Jahrhundert entstand vermutlich die Herstellung der ersten Kimonos. Diese sind nicht nur für ihren geradlinigen Schnitt bekannt, sondern auch für ihre farbenreiche und florale Verzierung. Im antiken Griechenland wurden Blumenkränze geflochten, die bereits als Accessoires für die Kleidung zur Geltung kamen. In der Barock- und Rokoko-Zeit entstanden die ersten Blütenmuster für die opulenten Kleider dieser Zeit. Auch kleine Blumenbouquets wurden zu dieser Zeit im Dekolleté getragen. Der Sprung in die 50er Jahre zeigt die romantische Seite der Blumen auf Petticoat -Kleidern, Hüten und reichverzierten Handtaschen. Die 70er Jahre – auch bekannt als Flower-Power-Generation, spiegelt die Leichtigkeit und Freiheit dieser Zeit in großen wilden Blumenprints wider. Ich kann mich an Blumenhosen in den 80er Jahren erinnern und auch in den 90ern waren Blumen auf T-Shirts zu finden. Blumen begleiten uns also schon eine ganze Weile und werden wohl immer auch Teil der Mode bleiben.

Ich wünsche dir ganz viel gute Laune und Freude an Blumen.