Was ist eigentlich weiblich?

Was ist eigentlich weiblich?

Weiblichkeit – Was ist eigentlich weiblich?

In dieser Woche hatte ich eine wunderbare Begegnung mit einer großartigen Frau – Ann-Marlene Henning. Sie ist Sexologin und wir trafen uns während eines Filmdrehs, bei dem ich sie als Visagistin begleiten durfte.

Bisher war mein Interesse für dieses Thema eher oberflächlich. So einige anatomische Dinge sind mir schon vertraut und irgendwie reicht es ja auch, um gut durchs Leben zu kommen, dachte ich. Irgendwie ist der Umgang mit dem eigenen Körper und Sexualität ja auch eher etwas Privates. Und doch ist es noch interessanterweise mit dem Thema „Scham“ besetzt. Ich muss zugeben, dass ich während des Drehs so einiges Neues erfahren habe. Und das mit einem Gefühl von „Ach, so funktioniert das“, „Das ist ja spannend“, „Ich glaub, ich werde mir doch mal ein Buch von ihr kaufen“. Das ist doch seltsam, dass wir bei dem Thema Sex und Lust oft ein kleines Teufelchen im Ohr haben, das „Pfui“ flüstert. Dabei ist es doch unser Körper, unsere Hülle, die wir mit Leben füllen. Warum haben wir Frauen oft das Gefühl, etwas verstecken zu müssen?

Während einer Beratung erzählte mir eine Frau, dass sie Probleme mit ihrem Busen hat. Dass sie versucht, ihn eher zu verdecken oder sogar unter weiter Kleidung zu verstecken. Und sie ist kein Einzelfall. Kennst du das auch, wenn du enganliegende Kleidung trägst, dass du ständig an dir runterschaust, dich unwohl fühlst und am liebsten die Arme verschränkst oder sogar in leicht gebeugter Haltung gehst? Was ist es, dass uns das tun lässt? Es ist ja sogar so, dass es anderen Frauen noch nicht mal auffällt, ob unser Busen größer oder kleiner ist. Und wenn, dann ist es sogar eher so, dass er als schön empfunden wird.

Warum schauen wir Frauen in den Spiegel und suchen als erstes nach den „Problemzonen“? Ich habe leider keine Antwort darauf. Dafür muss man aus meiner Sicht weit zurückgehen in die kulturelle und soziale Entwicklungsgeschichte. Was wird im Laufe der Geschichte als Scham gedeutet, in welchen Kulturkreisen haben welche Körperteile eine erotische Bedeutung und werden verdeckt? In Indien sind es eher die Schultern und Beine, die verhüllt werden, dafür darf aber der Bauchbereich zu sehen sein. In der Arabischen Welt sind es die Haare der Frau, die verhüllt werden. Wer bestimmt, was wir Frauen zeigen dürfen und was nicht? Aber das ist eine ganz andere Frage.

Was ich durch Ann-Marlene gelernt habe ist, wie Frau neugierig, mit Leichtigkeit und Witz und mit Liebe zu sich selbst, einen entspannten Umgang mit ihrem Körper lernen kann. Du musst keine tiefdekolltierten Ausschnitte tragen, wenn du dich damit nicht wohl fühlst. Aber du musst deinen Busen auch nicht unter Wallekleidung verstecken. Gute Schnitte und gut sitzende BH´s unterstützen und formen ohne zu präsentieren. Wichtig ist, dass du dich und deinen Körper liebst, so wie er ist und dich wohl fühlst.

Aber was ist nun eigentlich „Weiblichkeit“? Wir alle haben ein Bild davon in unserem Kopf, was wir uns unter Weiblichkeit vorstellen. Dabei ist das Bild von Weiblichkeit nicht so eindeutig definiert und unterliegt sozialen und kulturellen Einflüssen und Entwicklungen.

Wenn Frauen in meine Beratung mit dem Wunsch kommen, eine femininere bzw. weiblichere Ausstrahlung in ihren Stil zu bringen, dann geht es bei diesen Frauen oft darum, ihrer weiblichen Seite mehr Ausdruck zu verleihen. Vielleicht durch Kleidung, die dem femininen Stil-Bild zugeordnet ist – wie z.B. Kleider, Röcke oder feminine Blusen. Wenn das der Wunsch der Frau ist und sie sich mit dieser Kleidung wohl fühlt, dann ist das eine Möglichkeit ihren Stil dahingehend zu erweitern. Auch weichfallende, wellige lange Haare sehen wir im Allgemeinen als Sinnbild für Weiblichkeit. Heißt das im Gegenschluss dann auch, dass Frauen mit kurzen Haaren und die sich in Hosen und Anzügen wohl fühlen, weniger weiblich sind? Nein, das finde ich nicht. Denke einmal nur an Coco Chanel, die nicht nur für das „Kleine Schwarze“ bekannt ist, sondern selbst bequeme Hosen trug, die zu dieser Zeit noch den Männern vorbehalten waren. Oder Marlene Dietrich, die in „Klassischen“ Herrenanzügen absolut feminin wirkte. Nadja Auermann, Cate Blanchet, Audrey Tautou, Judi Dench – alles wunderbare Frauen, die auch in Anzügen absolut weiblich und sexy sind und eine feminine Ausstrahlung haben. Was ist dein Sinnbild für Weiblichkeit? Ich bin sehr neugierig auf das, was du damit verbindest.

Frausein heißt für mich, sich so zu lieben wie man ist. Und das gilt aus meiner Sicht nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer und alle Gender. Es geht darum, sich in seinem Körper wohl zu fühlen und so sein zu dürfen, wie man ist.

Sonnengelbe Launemacher

Sonnengelbe Launemacher

Sonnengelbe Launemacher

Sauer macht lustig und Gelb glücklich

Was für eine geniale Kombination – und was für ein kleines Zauberwerk der Natur. Unglaublich wieviel Power in so einer kleinen Zitrone steckt.

Frisch gepflückt durch liebevolle Hände in einem kleinen Gärtchen an der Algarve, liegt sie nun auf meinem Tisch. Die sonnengelbe Frucht steckt voller Vitamin C. Schon die Farbe macht glücklich und der Inhalt fit. Kann man gut gebrauchen, nach diesen grauen Tagen.

In ihr steckt aber noch viel mehr. So zum Beispiel Phosphor, Kalium und Calzium – natürliche Mineralstoffe und Pektin – ein Ballaststoff. In der Schale befinden sich Flavonoide – die sekundären Pflanzenstoffe, die eine antioxidative Wirkung haben. Bei dieser Zitrone, die rein natürlich gewachsen ist und daher nicht mit Spritzmitteln in Berührung gekommen ist, darf die Schale mit ins Glas. Und somit alles, was diese Frucht zu bieten hat.

Ich werde mir gleich ein Glas mit diesem frischen Saft gönnen.

Warum macht Gelb so glücklich?

Gelb ist die Farbe des Lichts. Sie wirkt aufheiternd, anregend, symbolisiert Lebensfreude und Lebenskraft. Gelb steht aber auch für Wachheit, Kreativität und einen schnellen Verstand. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Wenn die Sonne mal wieder auf sich warten lässt, dann rein in den gelben Pullover und frische Zitronen auf den Tisch.

Und wenn du dir den Tag noch etwas mehr versüßen möchtest – hier findest du das Rezept für einen köstlichen Lemon-Curd:

Du brauchst:

  • 3 Eier
  • 150 g Zucker
  • Saft von 3-4 Zitronen (Bio und ungespritzt)
  • Zitronenschale der Zitronen
  • 85 g Butter
  • Zitronenschale abreiben und den Zitronensaft auspressen
  • Etwas Wasser in einem Topf zum Kochen bringen
  • In einer Schüssel die Eier, Zucker, Zitronensaft und Zitronenabrieb gut verrühren
  • Die Masse in der Schüssel und in dem Wasserbad so lange weiter verrühren, bis es dicklich wird
  • Schüssel aus dem Wasserbad nehmen und Butter nach und nach unterrühren bis alles gut miteinander verbunden ist
  • Abkühlen lassen und dann in Gläser füllen. 

Im Kühlschrank aufbewahren, dort ist es verschlossen mit Deckel ca. zwei Wochen haltbar.

Lass es dir schmecken. Ich wünsche dir einen fröhlichen und inspirierenden Tag!

Das neue Leben der Kuh Hermien

Das neue Leben der Kuh Hermien

Das neue Leben der Kuh Hermien und was das mit meinem Kaufverhalten zu tun hat

Heute hat mich ein Bericht in den Niederländischen Medien berührt und glücklich gemacht. Die Geschichte der der Kuh Hermien. Dieser Kuh Hermien ist, zusammen mit ihrer Schwester, im Dezember die Flucht gelungen. Die Flucht vor dem Schlachthaus. Das alleine fand ich schon beglückend. Noch mehr hat mich gefreut, dass beide ein neues Zuhause in Friesland, auf einem Gnadenhof für Kühe gefunden haben.

Nach einem beherzten Sprung in die Freiheit lebte Hermien seit Dezember in den Wäldern nahe einer kleinen niederländischen Stadt. Bis sie gestern gesund eingefangen werden konnte. Ihre Flucht bekam viel Aufmerksamkeit in den Medien und so engagierten sich einige Menschen, um ein Crowdfunding-Projekt zu starten, um dem Bauern, die Kuh abzukaufen.

Letztendlich gab er Hermien kostenlos frei und so konnte sie gestern zu den anderen Kühen auf den Gnadenhof. Was wie eine Geschichte für ein Kinderbuch klingt, bestätigt mir wieder einmal, wie intelligent und sensibel Tiere sind. Diese kleine positive Geschichte bietet mal wieder eine Möglichkeit, selbst über einige Dinge nachzudenken. Denn nicht jede Kuh hat so ein Glück wie Hermien.

Auch wenn ich mich seit einigen Jahren fleischlos ernähre, so trage ich doch noch Schuhe und Taschen aus Leder. Zwar kaufe ich wenig, aber doch kaufe ich sie. Und das obwohl ich weiß, woraus sie bestehen und ich weiß, dass es für die Lederindustrie einen weiteren Produktionszweig“ gibt, für den Tiere ihr Leben und Leder lassen. Es sind nicht die gleichen Tiere, deren Fleisch „genutzt“ wird. Es gibt zwei Produktionszweige – die der Fleisch- und die der Lederindustrie. Dazu habe ich mir vor einiger Zeit schon meine Gedanken gemacht.

Es gibt Alternativen

Während einer Beratung hat mir eine Kundin von einer Marke berichtet, die vegane Schuhe und Taschen produziert. Da ich dir diese sowieso gern vorstellen wollte, passt sie in Verbindung mit Hermien perfekt. Die Marke heißt Matt & Nat. Dahinter verbirgt sich die Idee, Produkte zu fertigen, denen kein Leder oder andere tierische Stoffe zu Grunde liegen (Material und Nature).

Weiterhin arbeiten sie mit Materialien, die aus recycelten Stoffen bestehen, so zum Beispiel aus recycelten Plastikflaschen, Gummi, Kork und Fahrradschläuchen. Das Kanadische Unternehmen garantiert faire Arbeitsbedingungen und hat sich dafür zertifizieren lassen. Schau gern mal auf ihre Seite für weitere Infos. Ich finde sie sehr glaubwürdig und obendrein sind die Schuhe und Taschen wirklich sehr schön und bezahlbar.

Wenn du den Online-Einkauf vermeiden möchtest, es gibt einige Geschäfte in Deutschland, die Matt&Nat führen. (Und ich werde nicht gesponsert. Ist ein ganz persönlicher und werbefreier Tipp). Wenn du weitere Marken kennst, die du empfehlen möchtest, teile sie gern. Danke Hermien. Ich weiß worauf ich bei meinem nächsten Schuhkauf achte.
Manchmal sind es so kleine Geschichten, die etwas Neues bewirken.

Hier geht es zu meinem kleinen Filmchen über Hermien

Nimm dir eine kleine Auszeit

Nimm dir eine kleine Auszeit

Nimm dir eine kleine Auszeit

Langsam, ganz langsam beginnen die Tage wieder länger zu werden. Jeder Sonnenstrahl lockt nun zu Spaziergängen im Freien. Aber noch ist es in der Wohnung am kuscheligsten. Und irgendwie brauchen wir auch diese Zeit um aufzutanken.

Da geht es unserer Haut nicht anders. Durch die Kälte, die Heizungsluft und die wenigen Sonnenstunden lechzt unsere Haut nach Aufmerksamkeit und Pflege. Tun wir ihr und uns doch einfach den Gefallen und nehmen uns eine kleine Auszeit – ein paar Stunden Wellness auf unserem kuscheligen Sofa.

Was du dafür brauchst

Ein bisschen Zeit, eine große Kanne Tee, eine kuschelige Decke, ein gutes Buch und eine reichhaltige Maske.

Meine ideale Maske für den Winter ist die Reichhaltige Creme Maske. Sie enthält Quitte und Rose, welche die Fett- und Feuchtigkeitsprozesse der Haut regulieren. Also die Haut mit reichhaltigen Pflanzenölen pflegt und vor Feuchtigkeitsverlust schützt.

Du hast sie nicht zur Hand? Kein Problem. Dann kommt hier ein Rezept, wie du deine eigene Maske ganz leicht selber machen kannst.

Pflegende und reichhaltige Quarkmaske

  • 2 EL Quark
  • 2 Tropfen Rosenöl
  • 1 TL Honig

Rühre alle Zutaten cremig zusammen. Und schon ist deine reichhaltige Maske fertig.

Anwendung

Nach einem schönen Spaziergang in der Natur und entspannten Ankommen in deinem Zuhause, beginnt nun deine Wellness-Zeit.

Reinige deine Haut sanft ab. Wenn du ein Make up trägst, verwende am besten eine sanfte Reinigungsmilch. Mache ein kurzes Dampfbad. Hierdurch öffnen sich die Poren der Haut ganz sanft und machen sie aufnahmebereit für die reichhaltige Pflege.

Trage die Maske messerrückendick auf Gesicht und Hals auf, nimm dir eine Tasse Tee, kuschle dich dick ein, lies ein Buch oder schließe einfach die Augen und genieße 20 Minuten Ruhe und Entspannung. Riechst du den Duft der Rose, spürst du die beruhigende Wirkung der natürlichen Zutaten? Genieße und Entspanne.

Nach 20 Minuten kannst du die Maske mit einem weichen Kleenex und Wasser abnehmen.

Schau wie gut dir diese kleine Auszeit tut. Wiederhole sie im Winter einfach wöchentlich. Nimm dir einfach etwas Zeit für dich. Deinen Kurzurlaub vom Alltag.

Brokat – Die Königliche

Brokat – Die Königliche

Brokat – Die Königliche

Brokat hat eine ganz besondere Wirkung – er hat etwas königliches oder opulentes und lässt dich erstrahlen. Wenn er jedoch nicht zu deinem Stil-Thema passt, dann kann auch ganz leicht wie ein Sofakissen wirken. Also wenn du dich für Brokat entscheidest, dann schaue ganz aufmerksam in den Spiegel und fühle in dich hinein, ob es das richtige Material für dich ist.

Brokat steht dir gut, wenn du

– gut glänzende und changierende Stoffe tragen kannst
– wenn dich etwas aristokratisches umgibt
– wenn du Stoffe tragen kannst, die eine etwas festere Struktur haben
– wenn dir Stil-Elemente der Folklore oder Traditionelle Asiatische Kleidung stehen

Gerade bei diesen Stilrichtungen geht es darum, die historischen Stoffe mit einem modernen Schnitt zu kombinieren. Es geht nicht darum, sich verkleidet zu fühlen, sondern die Stoffe mit dem ganz eigenen Stil zu verbinden

Beispiele hierfür sind u.a. Brokat-Gehröcke, Blazer, Röcke, Tücher, Hosen (auf meiner Pinterest-Pinnwand findest du Impressionen hierzu: https://nl.pinterest.com/ebraetz/)

Die Geschichte des Brokat

Brokat ist ein fester und gemusterter Stoff aus Seide oder Rayon, der mit silbernen oder goldenen Fäden durchwebt ist.

Brokat war ein sehr kostbarer Stoff und wurde deshalb in Adelskreisen oder von hohen Würdenträgern getragen. Ursprünglich kam der Brokat vermutlich aus China, weil dort die Seidenproduktion begann, später kam er auch nach Indien und verteilte sich über Italien in ganz Europa.

Wie kannst du Brokat kombinieren

Die Kombination hängt etwas von deinem persönlichen Stil-Thema ab. Spiele mit Brüchen, das macht den Brokat etwas leichter und verspielter. Kombiniere hierzu gern Jeans, Baumwoll-T-Shirts, lockere Baumwoll-Blusen oder auch grobgestrickte Pullover. Darf es etwas feiner und eleganter wirken, ist auch eine Seidenbluse zu einem Brokat-Rock oder Hose denkbar. Schön finde ich, wenn die zum Brokat kombinierte Kleidung sich etwas zurücknimmt und dem Brokat den Raum für seine Wirkung gibt.
Mehr Beispiele findest du auf meiner Pinterest-Pinnwand unter „Brokat“

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren. Möchtest du mehr über dein Stil-Thema erfahren? Sende mir gern deine Fragen.

Über Fotos deines Brokat-Outfits freue ich mich sehr.