Was brauche ich wirklich – eine neue Form der Askese

Was brauche ich wirklich – eine neue Form der Askese

Was brauche ich wirklich – Eine neue Form der Askese

Was brauche ich wirklich?

Auf dem Weg nach Hause habe ich eine spannende Reportage zum Thema „Moderne Askese“ gehört. Ein unfassbar großes Thema, das gerade so viele Bereiche in meinem Leben angesprochen hat und mich noch mehr zum angeregten Nachdenken gebracht hat.  So sehr, dass ich diese Gedanken gern teilen möchte. (Nachhören könnt ihr es in der ARD Mediathek, WDR 5)

Was bedeutet Askese?

Aus Sicht des Studiogastes ging es darum, zu hinterfragen, was wir in der heutigen Zeit brauchen oder worauf wir auch verzichten können.

Verzicht ruft vielleicht in vielen von uns erstmal den Gedanken wach, etwas nicht mehr haben zu können. Doch darum geht es nicht. Durch eine andere Reportage, die genau diesen Aspekt als Thema hatte, habe ich für mich verinnerlicht, dass Verzicht bedeutet, sich für etwas bewusst entscheiden zu dürfen. Nicht, etwas nicht mehr haben oder machen zu dürfen, sondern den Gewinn darin zu erkennen, dass es in meiner Macht liegt, eine Entscheidung zu treffen. Ein Bewusstsein zu entwickeln für die eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten. Die freie Wahl zu haben. Also eigentlich bedeutet Verzicht so auch, neue Wahlmöglichkeiten zu haben.

Während dieser Reportage ging es unter anderem darum, alleine oder in Gesellschaft zu leben -solitär oder solidär – ein großartiges Wortspiel wie ich finde. (Albert Camus) Wieviel Gemeinschaft ist mir wichtig und wieviel Zeit brauche ich auch nur für mich? Alleinsein, aber nicht einsam sein.

Was steckt hinter dem Wunsch nach Einsamkeit?

Einsamkeit, ein anderes großes Thema unserer heutigen Zeit. Ab wann wird der Wunsch nach Alleinsein zum Rückzug in die Einsamkeit? Und was führt dazu, dass wir den Wunsch nach Rückzug haben. Ist es ein Wunsch, der für uns wichtig ist, um wieder in unsere Kraft zu kommen? Oder resultiert er daraus, dass uns alles zu viel wird?

Aus meinem Leben kann ich sagen, dass ich das Zusammensein mit Menschen sehr mag, auch in Verbindung mit anderen zu sein, Kontakte zu knüpfen und mich mit anderen auszutauschen und weiterzuentwickeln. Auch Menschen zu berühren.

Als Ausgleich dazu brauche ich das Leben in und mit der Natur. Einen Rückzugsort, wo ich nur wenig Kontakte habe und hier wieder auftanken und durchatmen kann. Und wo ich auch von den „Verführungen“ des Lebens in der Stadt und dem scheinbar dazugehörenden Konsum, geschützt bin.

Verführungen

Beim Leben in der Stadt ist man ständig Konsum-Verführungen ausgesetzt. Das Kaffeetrinken mit Freunden zähle ich mal zu sozialen Kontakten. Aber wie schnell ziehen auch kleine Dinge unsere Aufmerksamkeit an. Ein leuchtendes Tuch oder das duftende Duschgel, obwohl wir ganz sicher noch eins zuhause in unserem Badezimmer haben. Ein Schild mir reduzierten Preisen. Selbst der Flohmarkt am Samstagmorgen lockt mit vielen tollen Angeboten. Auch wenn ich eine leidenschaftliche Second-Hand-Käuferin bin, weil auch das für mich eine Form von Nachhaltigkeit ist, bedeutet es ja immer noch Konsum. Und so hilft auch hier ganz sicher die Frage: „Brauche ich dieses Oberteil tatsächlich?“

Das ist generell eine Frage, dich ich mir immer wieder stelle und vor allem dann, wenn ich mich durch ein tolles Teil, ganz egal ob Kleidung oder Deko – angesprochen fühle.

Brauche ich das wirklich? Ist auch eine Frage, die ich mir stelle, wenn es um Weiterbildungen geht. Ich lerne für mein Leben gern. Ich habe einen unglaublichen Hunger auf Wissen. Damit mich dieser Wunsch nicht zum Weiterbildungs-Junkie macht, erfordert es oft ein kleines bisschen Kraft. Die, dem Sog zu widerstehen. Das bedeutet ja nicht, dass ich plötzlich verblöde und alles bisher Gelernte verschwunden wäre. Es bedeutet einfach nur, sich die Frage zu stellen, ob diese Fortbildung wirklich so wichtig ist und wofür.

Diese Wofür-Frage stelle ich mir und anderen auch in andere Hinsicht sehr gern. Wofür tue ich das, was ich tue? Spannend um herauszufinden, was der Kern auch meines beruflichen Tuns ist.

Und da kommen wir schon zum nächsten Thema. Denn der Beruf bedeutet im besten Fall auch, damit Geld zu verdienen.

Kennst du den Wunsch, in finanzieller Freiheit zu leben? Dazu kann ich dir eine erkenntnisreiche Podcastfolge von Anna Schaub empfehlen. Was ich daraus mitgenommen habe, dass finanzielle Freiheit in gewisser Weise auch Verzicht bedeutet. Aber auch hier im positiven Sinne. Denn der erste Schritt ist ganz einfach. Eigentlich. Lebe einfach unter deinen Verhältnissen. Also gebe weniger Geld aus, als du zur Verfügung hast. Sich die Frage zu stellen, was bedeutet finanzielle Freiheit für dich und auch hier das große Warum oder Wozu – was ist der Wunsch dahinter, weshalb du dir finanzielle Freiheit wünschst. Und noch ein sehr spannender Gedanke – Wenn Freiheit dein höchster Wert ist, dann bist du weit entfernt von finanzieller Freiheit. Den Rest darfst du dir bei Interesse selbst anhören. Denn sonst wird dieser Blogartikel ein Buch.

Lebe unter deinen Verhältnissen

Bekommst du gerade Schnappatmung? Unter deinen Verhältnissen. Klingt das nicht nach Armut oder mindestens nach sich wenig leisten dürfen? Spannend oder?

Wir alle, also wir als Menschheit und nicht jedes Individuum, aber schon einige von uns, leben über unseren Verhältnissen. Und damit meine ich nicht unsere finanziellen, sondern was die Ressourcen betrifft, die uns zur Verfügung stehen. Der Erdüberlastungstag, also der Tag an dem wir die Ressourcen aufgebraucht haben, die uns für ein Jahr zur Verfügung stehen, rückt zeitlich immer mehr nach vorn.  Die Natur zeigt uns, was sie davon findet. Mit Hochwasser, Hitzewellen und Stürmen. Ich bin ja von Natur aus zuversichtlich. Deshalb finde ich auch Menschen so großartig, die neue Wege gehen, Inspirationen geben und diese neuen Wege vorleben.  Menschen die Gemüsegärten anlegen, die Lebensmittel retten, die nachhaltig produzieren und die, die nachhaltig kaufen, die etwas für die Gemeinschaft tun, die Angebote für Kinder schaffen und für Ältere. All die, die diese Welt zu einem besseren Ort machen wollen.

Und es gibt so viele Möglichkeiten.

Noch so ein Punkt. Im Sinne von etwas Sinnvolles tun, ist eine Vielzahl von Möglichkeiten eine großartige Sache.

So viele Möglichkeiten – doch wofür entscheide ich mich

Wie oft hast du dich aber schon in einem Overflow gefühlt, wenn du sozial media durchscrollst. Ein Überangebot an Möglichkeiten und ich nehme mich da nicht aus. Es ist ja auch ein Teil meines Business. Aber auch mich nervt es ziemlich oft. Durch 2021 ist das Angebot noch größer geworden. Und was passiert, wenn du zum Beispiel in einem Supermarkt mit 70 Käsesorten stehst? Du kannst dich nicht entscheiden und kaufst nichts.  Da gilt es, bewusst zu wählen – Was braucht mein Körper, mein Geist und meine Seele?

Das ist das, was einige Selbständige gerade spüren. Natürlich führen auch noch andere Ereignisse dazu, aber ich glaube, dass es das Überangebot an Möglichkeiten ist. Und „laut“ verkauft. Oder vielleicht auch nicht. Wer weiß. Denn auch viele Selbständig sind in einer Zwickmühle. Ihr Angebot ist ihr Business. Wo, wenn nicht auf social media, können sie es denn noch anbieten? Der Flyer von früher funktioniert nicht mehr. Der neue Flyer ist social media. Ich kenne sehr viele gute Leute, die ein großartiges Angebot haben, aber keinen Bock auf lautes Marketing und auf der Suche sind, den neuen Weg zu finden. Denn auch hier hat sich einiges verändert. Was früher 100%ig funktioniert hat, funktioniert heute ganz anders. Ist auch spannend und auch hier kann ich ein Lied davon singen. Wie oft dachte ich schon, “Da hab ich keinen Bock mehr drauf. Da spiel ich nicht mehr mit. Aber dann denke ich daran, was mein „Warum“ ist, weshalb ich das, was ich tue so liebe und was ich damit geben möchte. Und dann entscheide ich mich, doch mitzuspielen, aber nach meinen eigenen Regeln, wie es mir entspricht und hoffe darauf, dass mich genau die Menschen finden, für die es gedacht ist.

Das erfordert aber auch Flexibilität, Ausdauer, Zuversicht und Selbst-Vertrauen.

Wieviel Vergleich ist gut?

Selbstvertrauen. Der Glaube an sich selbst. Der wird ziemlich gefordert, wenn es um social media geht. Da geht es ganz viel ums Vergleichen. Was an sich nicht schlecht sein muss. Es kann sogar motivierend wirken. Im Sport gibt es dafür Wettkämpfe, weil es auch bedeuten kann, dass ich mich weiterentwickele. Bei social media führt es aber häufig dazu, dass dieses höher, schneller, weiter, besser eher dazu führt, dass man genervt ist oder auch verwirrt. Wie oft hat man das Gefühl getrieben zu sein, mitrennen zu müssen.  Da auszusteigen und sein eigenes Ding zu tun, das erfordert ein hohes Maß an Bewusstsein – Sich seiner selbst bewusst sein. Und da sind wir beim Ausgangspunkt dieses Artikels. Bewusste Entscheidungen zu treffen. Für sich selbst und eine bessere Welt.

Sich darüber bewusst zu werden, was will ich wirklich und welchen Teil kann ich beitragen. Und sich immer und immer wieder daran zu erinnern.

Bedeutet das Verzicht? Ich glaube, darin liegt ein ganz großer Gewinn.

 

Für gute Zeiten

Für gute Zeiten

Für gute Zeiten

Vielleicht kommt dir der folgende Satz bekannt vor:

Das schöne Kleid ist für gute Zeiten.

Es ist zu gut für den Alltag.

Wenn man diesen Satz hört, könnte man zu der Erkenntnis kommen, dass man schon mal davon ausgeht, dass der heutige Tag ein weniger guter Tag ist und es ganz selten ganz besonders schöne Tag gibt. Vor allem, wenn es das Kleid fast nie aus dem Schrank schafft.

Ich weiß, das Beispiel klingt ein bisschen banal. Aber vielleicht kommen dir die folgenden Sätze bekannt vor.

„Das hebe ich mir für später auf.“ „Das mache ich, wenn ich mal Zeit dafür habe.“ Oder gerade in der heutigen Zeit stellst du dir vielleicht die Frage: „Darf ich fröhlich sein, wenn es anderen Menschen nicht so gut geht?“ „Darf ich das Bäumchen vorm Haus mit bunten Ostereiern schmücken, während andere Menschen gerade über ganz andere Dinge nachdenken?“

Ja, diese Gedanken kenne ich auch.

Und dann kommt mir der Satz in den Sinn: Lebe jeden Tag, als ob es dein letzter wäre.

Niemand weiß wie das Leben spielt. Worauf wollen wir warten?

Was können wir schon heute tun? Was schieben wir vor uns her, verschieben wir auf später und verlieren es vielleicht sogar aus den Augen?

Gerade die Momente, in denen wir uns von einem geliebten Menschen verabschieden mussten, erinnern uns daran, wie kostbar das Leben ist. Oft denken wir dann, dass wir das Leben wieder mehr genießen wollen, mehr im Hier und Heute leben wollen. Und wie schnell fallen wir wieder in alte Muster zurück und drehen uns wieder im altbekannten Hamsterrad.

Vielleicht ist es Zeit, uns wieder über die Kostbarkeit des Lebens bewusst zu werden. Uns zu erinnern, dankbar zu sein, für das, was wir schon haben und auch darüber nachzudenken, was wir schon immer einmal tun wollten. Ganz gleich wie klein oder groß unsere Wünsche sind.

Eine Liste mit all den Wünschen könnte eine Idee sein, um sich wieder daran zu erinnern.

Was möchtest du wirklich? Schreibe es einfach auf. Vielleicht ist es etwas Schönes für dich, gemeinsame Zeit mit deiner Familie, vielleicht möchtest du auch andere unterstützen. Möchtest du dich ehrenamtlich engagieren? Ideen hierfür findest du im Netz: „Ehrenamtlich engagieren“.

Schenke dir selbst Zeit, schenke dir selbst deine Aufmerksamkeit, schenke dir selbst Freude. Auch damit kannst du gut für andere sein. Nimm auch die glücklichen Momente wahr und teile sie.

Und wenn heute der Tag ist, wo du einfach nur bunte Ostereier an das Bäumchen vor dein Haus hängen möchtest, dann tu es einfach. Vielleicht zauberst du damit einem anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht.

Ziehe dein schönstes Kleid an und mache diesen Tag zu einem dieser schönen Tage. Und morgen wieder und wieder. Jeder Tag sollte auch Freude und Momente des Glücks enthalten. Für dich und für andere.

Ich wünsche dir eine glückliche Zeit

30 Grad und Sonnenschein – Warum sich hierbei unsere Kleidung freut

30 Grad und Sonnenschein – Warum sich hierbei unsere Kleidung freut

30 Grad und Sonnenschein – Warum sich darüber unsere Wäsche freut

am Wochenende habe ich voller Begeisterung meinen Schrank aufgeräumt und mich unter anderem von Blazern und ein paar Blusen, die ich mal gekauft habe, weil ich dachte, ich müsste ein paar gute Business-Blazer im Schrank haben, verabschiedet. Im Schrank hatte ich diese Blusen und Blazer durchaus, aber ich habe sie nicht getragen. Hochmotiviert habe ich sie bei einem Online-Secondhand-Laden eingestellt und hab mich schon am nächsten Tag die Pakete zur Post bringen sehen. Und was passierte? Nichts. Okay, ein paar Likes, eine Anfrage wegen der Größe und sonst nichts. Na gut. Dann verkaufe ich sie eben im echten Second Hand.

Zur Sicherheit habe ich vorher angefragt, ob ich sie vorbreibringen kann. Aber auch hier wurde dankend abgewunken, weil Blazer und Blusen schon im Überfluss vorhanden waren.

Ich war tatsächlich etwas geschockt. Aber wenn ich mal genauer darüber nachdenke, ist es tatsächlich nicht so verwunderlich. Das Angebot in den Geschäften ist riesig und auch wenn wir nicht zu den „Shopping-Queens“ dieser Welt gehören, werden wir bei einem Blick in unseren Schrank vermutlich feststellen: „Der Schrank ist voll und auch mit Kleidungsstücken, die wir vielleicht nicht wirklich tragen. Die wir vielleicht mal gekauft haben, weil sie im Sale waren oder wir uns von dem ein oder anderen Trend mitreißen lassen haben.“ War ja auch bei mir nicht anders. Auch wenn ich von mir dachte, dass ich bewusster kaufe.

Kleidung ist ja das eine. Aber auch beim Blick in den Küchenschrank fällt mir auf, wie viel da drin ist, was ich nicht direkt verwende und das Schlimmste – wie viele Verpackungen das tatsächlich sind. Hierzu entsteht gerade eine Idee, die ich gern in Kürze mit dir teilen möchte.

Nun aber erst mal wieder zurück zur Kleidung und einem ersten kleinen Schritt, die Kleidung die wir haben, wieder wert zu schätzen. Ich habe mal ein bisschen recherchiert und folgende Ideen gefunden.

 

Fragen kostet nichts

Bevor wir uns etwas Neues kaufen, können wir uns ein paar kleine Fragen stellen:

  1. Brauche ich das neue Teil wirklich?
  2. Passt es zu mir und meinem Stil?
  3. Kann ich es gut mit anderen Kleidungsstücken kombinieren
  4. Wie pflegeleicht ist es?

Und gerade bei der Pflege der Kleidung macht es durchaus Sinn noch mal darüber nachzudenken. Denn auch hier können wir ganz einfach dafür sorgen, dass wir lange Freude an ihnen haben. Es geht schon los mit der Wäsche. Denn häufiges Waschen tut unserer Kleidung nicht unbedingt gut – nicht den Farben, den Fasern und schon gar nicht der Umwelt. Deshalb habe ich auch hier ein paar kleine und einfache Tipps gefunden.

Eine Waschanleitung

Wusstest du, dass

  1. Kleidungsstücke nach einmaligen Tragen nicht unbedingt in die Wäsche müssen. Einfach nach dem Tragen etwas Lüften und gern ein zweites Mal anziehen
  2. Die meiste Kleidung auch bei 30 Grad sauber wird – das spart Energie
  3. eine gut gefüllte Waschmaschine nachhaltig ist – weil weniger Energie und Waschmittel verbraucht wird
  4. Pulver ökologischer ist als Flüssigwaschmittel – weil weniger Wasser bei der Herstellung verbraucht wird und auch weniger Plastik. Vielleicht auch mal im Unverpacktladen kaufen. Auch Waschnüssen oder Kastanien eignen sich gut zum Waschen.
  5. du auf Weichspüler verzichten kannst – weil du damit auf Tenside und Duftstoffe verzichtest, die ins Wasser gelangen und die Produktion und Verpackung sparst du auch
  6. Wäsche auf der Leine trocknen statt im Trockner – ist besser für die Fasern – und Sonne und Wind sind geschenkt

Das sind ganz einfache Dinge, die ohne großen Aufwand möglich sind.

Vielleicht hast du auch ein paar Ideen. Dann freue ich mich sehr darüber und ich kann sie mit anderen zu teilen.

Zahlen und Fakten

Und hier noch ein paar Zahlen und Fakten

  1. Mehr als 50% Energie sparst du pro Waschgang, wenn du die Temperatur von 60 auf 30 Grad reduzierst
  2. 000 Tonnen Weichspüler landen pro Jahr im Abwasser (Quelle: NABU), ein guter Grund es mal ohne zu probieren
  3. 8 kg. Waschmittel (pro Kopf) werden durchschnittlich pro Jahr in Deutschland verbraucht, das sind ca. 630.000 Tonnen

 

Mit Kastanien waschen

Ein Rezept für Waschen mit Kastanien (Quelle: Utopia)

Du brauchst

– ca. 10 Kastanien

– diese reinigen und abtrocknen und kleinhacken

– Kastanien in ein großes Glas mit Wasser über Nacht einweichen bis die Flüssigkeit milchig wird (dadurch lösen sich die Saponine, die für die Reinigungskraft der Kastanien zuständig sind)

– nach der Einweichzeit durch ein Sieb abgießen und das die Flüssigkeit auffangen

– diese Flüssigkeit ist dein Waschmittel und kann nun bei der nächsten Wäsche in das Fach für das Waschmittel gegeben werden und der Waschgang kann gestartet werden (Menge, wie bei Flüssigwaschmittel)

– hast du Flüssigkeit übrig, dann lasse sie nicht länger als zwei Tage stehen, sie riecht sonst

Möchtest du Kastanienwasser häufiger nutzen, dann sammele ein paar Kastanien mehr, zerkleinere sie und lass sie gut trocknen, damit sie nicht schimmeln. Du kannst sie danach in einem Glas aufbewahren und je nach Bedarf den Sud daraus gewinnen.

Solltest du in einer Region mit sehr kalkhaltigem Wasser wohnen, dann ist wahrscheinlich ein ökologisches Waschmittel mit Wasserenthärter sinnvoll. Aber vielleicht kannst du zwischendrin doch mal das Waschmittel durch die Kastanien ersetzen. Auch kleine Schritte zählen.

 

Ich wünsche dir viel Spaße beim Kastaniensammeln und freue mich sehr über weitere Tipps, die du gern teilen möchtest

Vom Teetrinken, Prinz Charles und einer Fahrt durch Sevilla

Vom Teetrinken, Prinz Charles und einer Fahrt durch Sevilla

Vom Teetrinken, Prinz Charles und einer Fahrt durch Sevilla

Vor Kurzem war ich auf Reisen. Und wie das Sprichwort sagt: „Wenn Einer eine Reise tut, dann kann er was erleben.“ Oder war es erzählen? Egal, in diesem Fall trifft es auf beides zu. Vor allem etwas über mich selbst lernen konnte ich, über meine selbtgesetzten Grenzen und warum ich bestimmte Dinge tue oder bisher nicht getan habe.

Auf jeden Fall weiß ich jetzt, dass ich auch in Sevilla Auto fahren kann. Aber der Reihe nach.

Trimm-dich-Pfad einmal anders

Auch, wenn es eine berufliche Reise war und eigentlich wenig Zeit für Muße, war diese Reise und der Abstand vom Alltag und das Eintauchen in ein anderes Leben dafür gut, dass der Abstand tatsächlich für andere Denkmuster gesorgt hat. Das ist mir diesmal ganz besonders bewusst geworden.

Unterwegs war ich im südlichen Teil Spaniens – ein wunderschöner Landstrich mit liebenswerten Menschen und einer enormen Energie, die sich nicht nur im Flamenco zeigt.  Zwar hab ich nicht selbst getanzt, dafür war ich aber auf andere Weise körperlich gefordert. Das Schwimmen und Radfahren der vergangenen Wochen haben sich ausgezahlt. Vor allem als ich dem Kameramann assistierte und das Stativ den Weinberg auf den Schultern nach oben getragen habe. Voller Schwung ging ich los und setzte den ersten Schritt auf den Weg zwischen die Reben und spürte, wie toll die Weinbauern den Boden aufgelockert haben,  als mein Fuß in den butterweichen Boden sank. Da war mir klar, das wird ein super Training für die Oberschenkel. Neben diesem Fitnesstraining wurde ich mit einem grandiosen Blick über die Weinberge belohnt.

Aber nicht nur der Körper durfte etwas tun, auch mein Kopf war aktiv. Zum einen, um die vielen Eindrücke aufzunehmen und zu verarbeiten. Und weil die Gedanken schon mal so in Schwung waren, kamen auch noch viele neue Erkenntnisse dazu. Erstaunlicherweise war meine Energie unglaublich hoch, was ich mal der Sonne und der Energie dieses Landes zuschreibe. Ich bin über eigene Grenzen gegangen. Auch solche, die mit dieser Reise eigentlich gar nicht im Zusammenhang standen.

 

Ein Türchen zu dir

Was ich am Reisen liebe, ist die Begegnung mit anderen Menschen. Gern wäre ich hier noch tiefer in die Geschichte jedes Einzelnen, den wir besucht haben, eingetaucht. Das ist es, was mich an meiner Arbeit als Visagistin schon seit vielen Jahren begeistert. Der Mensch, der vor mir sitzt und den ich ein kleines Stück seines Lebens begleiten und zumindest ein bisschen kennenlernen darf.

Menschen sind unglaublich faszinierend. Das ist es auch, was ich an meiner Arbeit als Personalitystylistin schätze. Es ist nicht so einfach zu erklären, was ich da eigentlich tue. Eigentlich bin ich ein Spiegel. Eine dieser interessanten Erkenntnisse auf dieser Reise. Dadurch, dass ich jemanden in seiner Gänze wahrnehmen darf, zeigst er sich nicht nur mir, sondern auch sich selbst, mit all seinen Facetten. Ich öffne kleine Türen und gebe den ein oder anderen Impuls wieder genauer hinzuschauen und zu erkennen, dass das was in ihm steckt so besonders und einzigartig ist.  Ich schaue dann nur noch, wie er mit eigenen Kleidungsstücken, diese unterschiedlichen Facetten auch nach außen und vor allem sich selbst zeigen kann. Wir stellen aus diesen Kleidungsstücken neue Kombinationen zusammen und hier kommt der Nachhaltigkeitsgedanke ins Spiel. Denn wir werden feststellen, dass hierfür nichts Neues gekauft werden muss und nur noch Sachen im Schrank sind, die man wirklich mag, einem stehen und tatsächlich auch getragen werden.

 

Die alten Schuhe tun es auch

Nachhaltigkeit begleitet mich schon so lange und manchmal ist es schon so normal, dass es mir erst in gewissen Situationen wieder bewusst wird, durch welche kleinen Schritte schon etwas bewirkt werden kann. Das heißt nicht, dass ich selbst alles richtig mache und auch nicht, dass ich mit der Moralkeule durchs Leben ziehe und anderen sage, wie sie es machen sollen. Ich möchte ja auch nicht, dass mir jemand sagt, wie ich etwas machen „muss“, sondern freue mich über Impulse und Anregungen. Und möchte dann selbst entscheiden, was ich davon annehme.

Bei Kleidung merke ich, wie mir selbst ein bewusster Umgang mit Kleidung guttut. Wenn ich Sachen im Schrank habe, die ich wirklich anziehe und die zu mir passen, macht es das Öffnen des Kleiderschrankes viel entspannter. Wenn ich Kleidung Second Hand kaufe und auch da am liebsten nur die, die ich wirklich brauche, ist es ein Gefühl, einen kleinen Schatz gefunden zu haben.

Ab und zu kommt aber auch mal ein konventionell gekauftes Teil dazu. Wenn ich einen Pullover brauche und er absolut nicht Second Hand zu finden ist und ich schon etwas anziehen möchte, in dem ich mich wohlfühle, dann darf es für mich auch mal etwas Neues sein. Ich muss mich beim Blick in den Spiegel schon noch erkennen können.

Dass es Sinn macht, sich trotzdem darüber bewusst zu sein, ob man es wirklich braucht, habe ich beim letzten Einkauf wieder gemerkt. Ich dachte, ich bräuchte neue Wanderschuhe. Schließlich war eine Wanderung Teil der geplanten Reise. Nun hatte ich zwar noch welche Zuhause, aber ich hatte so schöne bei einem Modell gesehen und die gefielen mir gut, weil sie auch leicht und soft waren und auch für Hundespaziergänge ideal schienen.

Im ersten Geschäft gab es sie nicht in meiner Größe, im zweiten gab es sie nur in Grau. Na gut, die Farbe ist ja nicht alles. Und leider hatten sie keine Probiersocken und ich hatte auch keine dabei. Also gekauft und dachte, die werden schon passen. Taten sie nicht, wie ich später zu Hause feststellte. Leider hatte ich keine Zeit mehr nach weiteren zu schauen, also diese wieder zurückgebracht und meine „alten“ eingepackt. Und was soll ich sagen? Sie erfüllten ihren Zweck. Und ich denke diese Saison werden sie mich sicher noch begleiten.

Manchmal handelt man doch etwas schnell und unbedacht. Das heißt nicht, dass ich mir auch mal was gönne, aber in diesem Fall waren die neuen Schuhe tatsächlich nicht nötig. Und so ist es mit einigen Dingen, wenn man mal bewusst darüber nachdenkt.

 

Der Löffel in meiner Handtasche

Vor meiner Abreise habe ich mit Karen eine neue Podcastfolge aufgenommen und auch diese hat mich noch mal mehr über einige Dinge genauer nachdenken lassen. Auch wenn ich glaube, dass ich mir über vieles bewusst bin, habe ich gemerkt, da geht noch sehr viel mehr. Zum Beispiel auf die Brötchentüte beim Bäcker verzichten, sich Brote für unterwegs schmieren, die eigene Wasserflasche oder Thermoskanne mitnehmen.

Ich habe immer einen kleinen Löffel in meiner Tasche dabei, für den Fall, dass ich mir auf Reisen doch mal etwas unterwegs zum Essen hole (übrigens nimmt Karen hierfür eigene Behältnisse mit, in die sie sich das Essen füllen lässt – eine super Idee). Ich hab mir vorgenommen, ein Glas mit Haferflocken dabei zu haben, damit ich nicht unnötig etwas zu essen kaufen muss, was ich eigentlich gar nicht so mag und nur kaufe, weil ich ja auch mal zwischendurch irgendwas essen muss und mich danach eigentlich schlecht fühle, weil Brötchen manchmal wie ein Klotz im Magen liegen und die Zeit zum entspannten Essen an manchen Tagen einfach nicht da ist.

Wenn man einmal bewusst durch den Tag geht, dann fallen einem ganz viele kleine und große Dinge auf, die man verändern kann.

Tee trinken und nachdenken

Jetzt beginnt ja wieder die gemütliche Zeit des Teetrinkens. Manchmal nehme ich einen Teebeutel meines Lieblingstees, abends mache ich mir gern eine Kanne, die ich über den Abend trinke. Jetzt habe ich festgestellt, dass ich für die Kanne häufig Papierfilter verwende, immerhin nehme ich dafür den losen Tee. Und da fiel mir plötzlich ein, warum nehme ich nicht einfach mal wieder ein Teesieb. So einfach, logisch und nachhaltig. Da hätte ich auch schon mal früher drauf kommen können. Es kann so einfach sein, man muss sich nur selber immer wieder daran erinnern. Also habe ich mir ein Edelstahlsieb gekauft, werde auf losen Tee umsteigen und für mein Stövchen nachhaltige Teelichter ohne Umverpackung verwenden, am besten sogar eine Thermoskanne. Da bleibt der Tee länger warm und ich spare die Kerzen. Und das ganze ohne auf etwas verzichten zu müssen.

Es sind die kleinen Schritte die zählen und am besten fängt man einfach bei sich selbst an.

 

Von Prinz Charles lernen

Kürzlich habe ich ein Interview mit Prinz Charles gesehen. Er beschäftigt sich ja schon seit mehr als 20 Jahren mit biologischer Landwirtschaft. Er isst an einem Tag pro Woche kein Fleisch und keinen Fisch und an einem zweiten Tag keine Milchprodukte. Das mit der fleischlosen Ernährung bekomme ich seit 8 Jahren gut hin, das vegane Leben schaffe ich noch nicht komplett. Deshalb fand ich die Idee mit dem einem Tag pro Woche ohne Milchprodukte super.  Auch hier wieder bewusst darauf zu achten, was man isst.

Es gibt so viele Möglichkeiten.

Auch über die Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr habe ich nachgedacht. So lang ist es ja nicht mehr. Und so habe ich schon mal überlegt, wie die Geschenke in diesem Jahr ausfallen könnten. Ich glaube ich werde etwas basteln und backen oder auch etwas Zeit verschenken. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber Zeit ist für mich ziemlich kostbar. Und wenn man sie mit einem lieben Menschen teilen kann, wird sie noch wertvoller.

 

Gedanken teilen

Wenn du ein paar Ideen hast, die du gern mit anderen teilen möchtest, dann schreibe mir doch gern. Vielleicht ein paar Rezepte, Bastelanleitungen und andere Tipps.

Lasst uns gemeinsam die Welt verändern. Manchmal muss man es einfach nur machen und dann ist es plötzlich ganz leicht.

Ach ja, meine Fahrt durch Sevilla bin ich noch schuldig.

 

Sevilla

Ich bin, glaube ich, eine recht gute Autofahrerin – dadurch bedingt, dass ich beruflich viel in unterschiedlichen Orten unterwegs bin, klappt das in Deutschland und den Niederlanden recht gut. Komischerweise hören meine Fahrkünste an der Grenze zu anderen Ländern abrupt auf. Ich habe es mir dann bisher schön auf dem Beifahrersitz bequem gemacht und war froh, wenn ich nicht fahren musste. Die Vorstellung hat mich im Vorfeld schon gestresst. Bei dieser Reise war das schöne Beifahrerleben aber vorbei, ich durfte ans Steuer. Und was soll ich sagen, tatsächlich funktioniert das Autofahren auch hinter der Grenze genauso gut wie davor. Was für eine Überraschung. Und es machte mir im wahrsten Sinne des Wortes deutlich, die Grenze ist nur in meinem Kopf. Und es ist so toll, diese zu überwinden.

Es muss nicht das Autofahren sein, es ist mir schon klar, dass es nicht der nachhaltigste Weg der Fortbewegung ist, aber manchmal gibt es für mich keine andere machbare Alternative. Aber vielleicht zeigen sich auch hier neue Möglichkeiten. Ich halte die Augen offen.

In diesem Sinne – Lasst uns uns gegenseitig inspirieren und gemeinsame Schritte gehen.

Vom kleinen Glück

Vom kleinen Glück

Vom kleinen Glück

Manchmal sind es die kleinen Momente, die als Geschenk unverhofft auf einen warten und zeigen, wie wenig man zum Glücklichsein braucht.

Gestern hatte ich zum Beispiel einen geschenkten freien Tag. Ein Auftrag wurde verschoben. Was sonst nicht so ideal ist, so kam dieser Tag jedoch ein wenig wie gerufen. Denn am Montagmorgen dachte ich noch, wie schön mir gerade ein paar Tage frei gut passen würden, weil die vergangenen Monate recht voll waren und auch diese Woche gut ausgebucht war. Dafür bin ich natürlich sehr dankbar, aber manchmal braucht man doch auch mal eine Pause zum Auftanken, wie mir mein Körper leise zuflüsterte. Und kaum gedacht, wurde mein Wunsch erfüllt und das Shooting verschoben.

Ich hatte schon einen Plan. Denn inspiriert durch eine Freundin, die auf Pilgereise in Schweden war und zwischendurch wunderschöne Bilder teilte, wuchs da direkt mein Wunsch, das auch mal machen zu wollen und zwar im wunderschönen Drenthe. Das Bargerveen liegt ja direkt vor der Tür.

Also schwang ich mich mittags in meine Wanderschuhe und los gings. Entlang der blühenden Heide, grasender Kühe und mit angenehmen Rückenwind, der mich durch das Veen trieb. Immer wieder blieb ich stehen, um einzelne Pflänzchen genauer anzuschauen. Wann nimmt man sich schon mal die Zeit dafür. Ich begegnete einem Mann mit Hund, der Urlaub in der Region machte und nahm mir die Zeit, etwas mehr über das Bargerveen zu erzählen und dann entspannt weiterzuwandern – ohne Stress und ohne Ziel. Einfach draufloslaufen. Ich kam zum Noordersloot. Ein wunderschönes Gebiet in dem sich die Schafe und Kühe frei bewegen können und entspannt käuend und ganz gelassen auf dem Weg liegen bleiben, während du sie passierst.

Die Heide, oder Erica, wie sie hier heißt, blüht in voller Pracht und die weißen Kohlweißlinge bilden einen farblich schönen Kontrast, wenn sie von Blüte zu Blüte schweben. Überhaupt sehen die langen Reihen der Heide wie Lavendelfelder aus, wenn sie in einen kräftigen Lila ihre Wege durchs Veen ziehen.

Mehr als zwei Stunden wanderte ich so vor mich hin, immer mal wieder die Schönheit der Natur wahrnehmend. Mein Kopf war frei und meine Beine schwer und insgesamt war ich sehr glücklich. Um 9 fiel ich ins Bett.

Das mache ich so bald wie möglich wieder und ich werde die Touren ausweiten. Ich bin gespannt, welche Schönheiten ich noch so entdecke.

Heute geht es zu den Hunebedden. Ich werde berichten.

Ich wünsche dir einen entspannten Tag mit vielen schönen Glücksmomenten.

Lasst sie uns erhalten – die schönen Momente und vor allem die Natur.