Geschenke vom Leben

Und wie mich Matthias Brandt inspiriert hat

Ich höre gerade die Stimme von Matthias Brandt im Radio, wo er aus seinem neuen Buch liest. Ich mag diese Stimme sehr. Sie hat so etwas Warmes, Sanftes und Unverwechselbares. Ist es nicht wunderbar, wie unterschiedlich Stimmen sind und wir sie jemanden zuordnen können. Wie sie uns in ihren Bann ziehen und mitnehmen können auf eine Reise.

Gerade bei Meditationen zeigt es sich oft, wie uns Stimmen berühren können und manchmal eben auch nicht. Wie schön ist es, dass wir so unterschiedlich sind und jeder von uns ganz unterschiedliche Geschenke vom Leben mitbekommen hat.

Bei einem ist es die Stimme, bei einem anderen das Talent zu schreiben, zu komponieren, zu texten oder auch zu malen. Und wie schön ist es, dass nicht jeder das gleiche Geschenk bekommen hat, sondern, dass wir auf unterschiedlichen Gebieten mal mehr und mal weniger talentiert sind. Das macht uns doch so einzigartig und individuell. Und wie schade ist es, dass wir diese Talente ersetzen lassen. Neulich hörte ich im Radio den Wetterbericht mit dem Zusatz, dass dieser mit Hilfe von KI erstellt und gesprochen wurde.

Ist es nicht auch eine Form von Wertschätzung, den Menschen, die mit einer schönen Stimme beschenkt sind, die Möglichkeit zu geben, dieses Talent einzusetzen, uns damit zu erfreuen und damit auch einen Gegenwert in Form von einem Einkommen zu erhalten? Das gleiche gilt für Bücher, Musik und Kunst in jeder Form. Wir laufen Gefahr, dass Kreativität und Talente beliebig werden. Aber wir können selbst etwas tun. Zum Beispiel Texte schreiben, selbst erdacht und mit den eigenen Worten formuliert. Selbst wenn jemand nicht mit dem Dichter-Gen geboren ist, werden die selbstgeschriebenen Texte gerade dadurch wieder lesbarer und interessanter, weil der Mensch dahinter erkennbar ist.

Vielleicht werden auch weniger Texte, Bücher, Bilder, Fotos in die Welt gebracht, aber damit auch weniger an Overflow. Wir überschwemmen uns mit Informationen, weil einfach alles ganz leicht und jederzeit machbar ist. Wieviele Anleitungen und Tipps sind wirklich nötig und wieviel Freude verschwindet aus unserem Leben, weil wir uns gar nicht mehr die Mühe machen und nicht mehr die Zeit nehmen, um selbst auf Entdeckungsreise zu gehen. Dinge selbst herausfinden durch Ausprobieren und Nachdenken mit Fehlermachen und daraus lernen.

Es gibt auch kaum noch Überraschungen und zauberhafte Geheimnisse. Alles wird irgendwo erklärt und es gibt Anleitungen und Geheimtipps, die längst schon keine mehr sind. Es ist beinahe so, als wenn man jeden Zaubertrick verrät. Damit nehmen wir uns doch auch ein riesiges Geschenk – das Geschenk, der Illusion, der Überraschung und der Magie.

Lasst uns doch noch einen kleinen Zauber bewahren, die Talente nutzen, die uns geschenkt wurden und auch die Talente der anderen WERTschätzen und Neues lernen durch Zeitnehmen für echte Entdeckungen und was uns das Leben lehrt.