60er Jahre Mode

Bunt, kurz und extravagant – so könnte man die Mode der 60er Jahre beschreiben.

Nach den eher konservativen 50er Jahren, begannen sich die Frauen wieder aus der klassischen Rollenverteilung „Der Frau am Herd“ zu befreien. Sie gingen auf die Straße und kämpften für ihre Rechte, für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Und für ihre finanzielle Unabhängigkeit.

Und wie schon in den 20er Jahren, wurden mit dem wachsenden Selbstbewusstsein die Rocksäume wieder kürzer und die Partys wilder. Die 60er waren wild, bunt und revolutionär und das zeigt sich auch in der Kleidung.

 

Kurze A-Linienkleider mit Cut-Outs, Hosenträger-Röcke, Hosen mit seitlichen Schlitzen und transparente Blusen, Lackstiefel und Ballonmützen – so ist der Stil der 60er Jahre.

Die Muster wurden wilder. Grafische Prints oder Psychedelische Muster in kräftigen Farben – alles andere als dezent und zurückhaltend. Frauen wollten gesehen werden.

Schmale Rollkragen oder Bubikragen schienen beinahe zurückhaltend, was durch einen kurzen Rock aber schnell wieder aufgeboben wurde. Spannende Kontraste machten diese Mode zu etwas Besonderem.

Der Schmuck war groß, bunt und aus Kunststoff – der Modeschmuck war geboren. Auch hier waren grafische Formen bestimmend.

Typisch für die 60er wurde Latex – Röcke, Stiefel, Kleider aus diesem Material wurde zum Material dieses Jahrzehnts. Aber auch Kord, Jeans und die Kunstfaser Polyester wurde zum Markenzeichen dieser Zeit.

Die 60er – laut, schrill und kein bisschen angepasst.